07.04.2005, 09:08 Uhr DAX-Future, ein Erklärungsversuch S-T Systemtrade
Uwe Wagner, Trading-Stratege der S-T Systemtrade AG, berichtet von der aufwärts ausgerichteten Bewegungstendenz im DAX-Future (FDAX).
 Das Bewegungsverhalten des DAX-Futures in den letzten beiden Handelstagen bringe den Analysten zu der Vermutung, dass er es hier zur Zeit wohl mit einer abgeberfreundlichen Adresse im Markt zu tun haben. Fakt wäre, der DAX-Future werde nicht aggressiv verkauft, so etwas siehe anders aus. Aber es gebe dennoch zwei Auffälligkeiten: in den letzten Tagen habe der FDAX in Europa, besonders aber gegenüber den US Indizes, eine Schere ausgebildet, d.h., hier wäre über den Tag hinweg recht kräftig gekauft worden. Wenn die US Futures fielen, bleibe der DAX-Future stehen, wenn sich die Bewegungstendenz in den US Futures verlangsame, kämen Käufer im DAX-Future auf den Plan.
Seit zwei Tagen wandele sich das Bild. Seit Dienstag/Mittwoch vollziehe der DAX-Future Kursanstiege in den US Futures nur mühsam nach, von einer Vorreiterrolle könne im Moment keine Rede mehr sein. Stockten die US Futures, falle der DAX-Future ziemlich zügig.
 Es gibt nach Ansicht des Analysten zwei Erklärungsversuche, es gibt im Moment keinen großen, finalen Endkunden im Markt und Marktteilnehmer „daddeln“ den US Futures hinterher. Ein kritisches Klima für Marktteilnehmer, die sich auf „daddeln“ nicht verstehen und versuchen wollten, Bewegungstendenzen über den Tag hinweg zu handeln. Oder aber es gebe einen, oder mehrere, große Abgeber, die auf eine Ausstiegsmöglichkeit lauerten. Sie gäben bereits vorsichtig in die steigenden Kurse hinein und ließen den im Prinzip schwachen Markt dann jedoch nur kurz fallen, zögen sich sofort wieder zurück. So ließen sich zumindest diese kurzen aber doch vergleichsweise heftigen beziehungsweise plötzlichen Abwärtsschübe erklären, immer dann aufgetreten seien, als die US Futures gestockt hätten.
Sollte das zweite Szenario zutreffen, habe der Markt weiterhin ein gesteigertes Risiko, da bei einem solchen Verkaufsverhalten noch mehr Ware irgendwo liegen müsse, die raus solle. Es würde hier nur ein guter Impuls aus Übersee helfen, der den deutschen Markt stütze. Somit wäre Liquidität da, um Ware aufzunehmen und der Abgeber würde weniger aggressiv im Markt geben.
Konkret und in der Konsequenz wolle der Stratege, Eigenangaben zufolge, weiterhin im Tagesbereich und mit Stop- und Zielkursen arbeiten, strategische Positionierungen wären nur über Regelwerk zu führen. Es sei vorerst mit einer Fortsetzung der mittelfristig neutralen Marktrichtung zu rechnen. Somit sollte weiterhin nur mit kleinen Positionen im Markt agiert werden. | Close | 06.04.2005 | 4.379,18 | | High | 06.04.2005 | 4.379,18 | | Open | 07.04.2005 | 4.368,35 | | Low | 06.04.2005 | 4.360,81 |  |  |  | Trading-Ranges für den 07.04.2005
| | untere Grenze | obere Grenze | Quelle |  |  | | | 4.320,00 | - | 4.420,00 | Helaba Trust |  | |
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Gruß Moya  |