Vermutlich verlieren beide, wenn der Merger nicht über die Bühne geht. Ich verfolge das Thema schon seit einiger Zeit und hatte den Eindruck, dass Glencore das mächtigere, aber Xstrata das profitablere Unternehmen ist. Kurzfristig hätten beide ein Problem wenn der Merger platzt, weil sie ja schon über gemeinsames Marketing etc. eng verflochten sind. Das ist auch ein Grund, weshalb ich einen weiteren Bieter für unwahrscheinlich halte. Die 10-20% Aufschlag auf den z.Zt. eher niedrigen Aktienkurs (verglichen mit der Historie) halte ich aber auch für zu gering. Daher teile ich die Meinung von Katar. Bei feindlichen Übernahmen ist 50% Aufschlag keine Seltenheit. Für Aktionäre ist es auch völlig wurscht, ob es einen Equal-Merger oder eine feindliche Übernahme gibt, das ist nur für Mitarbeiter des Unternehmens und vor allem das Management interessant. Aktionäre interessiert neben dem aktuellen Preis nur die langfristige Perspektive. Die Halteprämien für das Xstrata-Management halte ich auch für völlig überzogen. Ich verstehe nicht, woher immer die Meinung kommt, dass die eine oder andere Person für den Unternehmenswert unersetzlich sei. Ich denke für 200 Millionen und mehr könnte man auch den einen oder anderen fähigen Manager von außerhalb holen. Die Friedhöfe sind schließlich voll mit Menschen, die sich selbst für unersetzbar hielten und es letztendlich doch nicht waren. --- Nur meine Meinung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung |