Quelle: Eduard Altmann Der chinesische Technologiekonzern hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 neue Höchstwerte bei Umsatz und Gewinn erzielt. Gleichzeitig trübt ein überraschender Gewinnrückgang im Schlussquartal die Feierstimmung. Während das klassische Smartphone-Geschäft spürbar schwächelt, entwickelt sich ausgerechnet die junge Elektroauto-Sparte zum entscheidenden Rettungsanker für die Bilanz.
Teure Speicherchips belasten das Kerngeschäft
Zum ersten Mal seit Ende 2022 musste Xiaomi auf Quartalsebene wieder schrumpfende Erträge ausweisen. Der bereinigte Nettogewinn für das vierte Quartal belief sich auf 6,3 Milliarden Yuan. Obwohl dieser Wert die durchschnittlichen Analystenschätzungen von 5,7 Milliarden Yuan übertraf, markiert er einen klaren Rücksetzer.
Verantwortlich für diese Bremsspur ist vor allem das Smartphone-Segment. Die explodierende Nachfrage von KI-Rechenzentren hat die Preise für Speicherchips massiv in die Höhe getrieben, was die Margen der Android-Hersteller drückt. Hinzu kommt ein schwieriges Marktumfeld: Der chinesische Heimatmarkt schrumpfte zu Jahresbeginn, und Xiaomi verfehlte mit 165,2 Millionen ausgelieferten Geräten im vergangenen Jahr das eigene Ziel von 180 Millionen Einheiten deutlich. Auf Gesamtjahressicht konnte das Unternehmen dennoch einen Gewinnsprung von knapp 44 Prozent auf 39,2 Milliarden Yuan verbuchen.
E-Autos und KI übernehmen das Steuer
Als strategisches Gegengewicht zur Handy-Flaute fungiert zunehmend die Automobilsparte. Im Schlussquartal stiegen die Auslieferungen um gut ein Drittel auf über 145.000 Fahrzeuge. Besonders bemerkenswert ist das Erreichen der Profitabilität in diesem frühen Stadium: Das Segment für Elektrofahrzeuge und Künstliche Intelligenz erwirtschaftete erstmals einen jährlichen Betriebsgewinn von 900 Millionen Yuan.
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