US1010441053 - Boston Omaha A
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neuester Beitrag: 18.04.26 23:21
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| eröffnet am: | 27.07.23 19:59 von: | MrTrillion3 | Anzahl Beiträge: | 11 |
| neuester Beitrag: | 18.04.26 23:21 von: | MrTrillion3 | Leser gesamt: | 3842 |
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Maschinell aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt
"Eine Geschichte zweier Städte
Während Markel ein paar Jahrzehnte, nachdem Buffett das Ruder übernommen hat, eher mit Berkshire vergleichbar ist, ist Boston Omaha (BOC 0,10 %) am ehesten mit Berkshire in seinen Anfängen vergleichbar. Boston Omaha ist nach den Heimatstädten seiner Co-CEOs Adam Peterson und Alex Buffett Rosek benannt und weist heute eine Marktkapitalisierung von knapp 600 Mio. USD auf.
Der zweite Vorname von Alex ist kein Zufall. Als Großneffe von Warren Buffett machte er zum Zeitpunkt des Börsengangs von Boston Omaha im Jahr 2017 wegen der familiären Verbindung Schlagzeilen. Es sollte nicht überraschen, dass Rosek, der seiner Frau 2009 auf der Berkshire-Aktionärsversammlung vor Tausenden von Anlegern mit Hilfe seines Onkels Warren einen Heiratsantrag machte, später sein eigenes Unternehmen nach dem bewährten Modell von Berkshire gründen würde.
Nach Angaben des Managements hat Boston Omaha heute vier Hauptgeschäftsbereiche:
- Breitband, bestehend aus mehreren erworbenen Glasfaser-Internetunternehmen mit über 40.000 Glasfaserkunden,
- Plakatwerbung, mit über 7.400 Plakatflächen durch die Tochtergesellschaft Link Media für Außenwerbung,
- Bonds, mit Kautionsversicherungen, die in allen 50 Staaten über die Tochtergesellschaft General Indemnity Group angeboten werden, und
- Boston Omaha Asset Management (BOAM), über das das Unternehmen Minderheitsbeteiligungen an verschiedenen Unternehmen in den Bereichen Bankwesen, Wohnungsbau, Luftfahrtinfrastruktur und gewerbliche Immobiliendienstleistungen hält.
Auch hier mögen viele dieser Geschäfte langweilig klingen. Aber sie zeichnen sich durch attraktive Wirtschaftlichkeit, unbegrenzte Reinvestitionsmöglichkeiten und langfristige Skalierbarkeit aus.
Boston Omaha unterhält auch ein kleines Aktienportfolio, das zum Ende des ersten Quartals 2023 mit rund 9 Millionen Dollar bewertet ist. Abgesehen von der Angabe, dass das Unternehmen hauptsächlich in Large-Cap-Aktien investiert, kennen wir die genaue Zusammensetzung des Portfolios jedoch nicht. Dies liegt daran, dass das verwaltete Gesamtvermögen des Portfolios unter dem von der SEC festgelegten Schwellenwert von 100 Mio. USD liegt, ab dem die vierteljährlichen 13F-Formulare eingereicht werden müssen.
Es ist auch vergleichsweise schwierig, einen genauen inneren Wert für Boston Omaha zu ermitteln. Normalerweise dient der Buchwert je Aktie als angemessener Näherungswert für Veränderungen in der Kennzahl. In diesen frühen Stadien mehrerer Akquisitionen und des Einsatzes von Hunderten von Millionen Dollar an Kapital zur Skalierung hat das Management festgestellt, dass die für die verschiedenen Geschäftsbereiche von Boston Omaha spezifischen Buchhaltungsanforderungen - von der Berichterstattung über nicht realisierte Gewinne und Verluste bei der Gewinnermittlung bis hin zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen, Abschreibungsplänen (insbesondere auf der Plakatwandseite) und Bargeldkonsolidierungen im Zusammenhang mit einer SPAC-Fusion, bei deren Abschluss es mitgeholfen hat - "zu einer Verzerrung der Annäherung von Änderungen des Buchwerts an Änderungen des inneren Werts geführt haben".
In jedem Fall wird sich Boston Omaha in den kommenden Jahren angesichts der Natur von Finanzholdinggesellschaften zweifellos weiterentwickeln. Rosek und Peterson halten jedoch weiterhin an dem "fokussierten Ziel" fest, das sie in ihrem ersten Brief an die Aktionäre im Jahr 2015 beschrieben: "[G]rowing intrinsic value per share at an attractive rate, while seeking to maintain an uncompromising financial position."
Wenn Boston Omaha dieses Ziel weiterhin erreichen kann, denke ich, dass langfristige Investoren, die ihre Positionen auf diesem Niveau eröffnen oder aufstocken, mehr als zufrieden mit ihrer Entscheidung sein werden."
Quelle: The Motley Fool, Autor: Steve Symington
Originalartikel (EN) vom 18. Juli 2023 hinter diesem Link hier
Noch ein paar Daten:
- Marketscreener
- Yahoo Finance
- Traderfox
- Onvista ist noch ziemlich leer derzeit
Ende Mai kamen sehr skeptische Töne auf SeekingAlpha:
Boston Omaha: An Underfollowed Mini-Berkshire Hathaway
The company owns a collection of wholly-owned and minority-owned businesses
Tom Kerr, CFA
Jun 27, 2023
Dieser Clip stammt noch aus 2022. IMO ist er immer noch sehenswert, um sich einen ersten Überblick über Boston Omaha zu verschaffen.
Geben die etwa neue Aktien aus, um sich zu refinanzieren? Es würde den negativen Kursverlauf auf eine (für mich zumindest) abschreckende Weise erklären...
Boston Omaha ist für mich Stand 17.4.2026 keine klassische, leicht lesbare Qualitätsaktie, sondern eine kleine, unternehmerisch geführte Holding mit mehreren sehr unterschiedlichen Bausteinen. Der Investmentcase besteht aus vier Plattformen – Billboards, Broadband, Surety Insurance und Asset Management – plus den Minderheitsbeteiligungen, vor allem Sky Harbour. Operativ hat das Unternehmen mittlerweile eine gewisse Breite erreicht: offiziell spricht Boston Omaha von mehr als 49.000 Broadband-Kunden, mehr als 7.500 Billboard-Flächen und Surety-Geschäft in allen 50 US-Bundesstaaten. Genau darin liegt aber auch die Krux der Aktie: Man kauft hier kein einfaches Ein-Segment-Unternehmen, sondern ein kleines Konglomerat, dessen ausgewiesener Gewinn stark schwanken kann und dessen Wert sich eher über Kapitalallokation, Bilanzqualität und die Entwicklung einzelner Beteiligungen erschließt als über ein sauberes KGV. (Boston Omaha Corporation)
Zur Geschichte: Boston Omaha wurde 2009 organisiert; die heutige Management-Ära begann 2015. Auf der Unternehmensseite wird es selbst ziemlich offen beschrieben: Adam Peterson und Alex Rozek übernahmen damals die Kontrolle über eine kleine börsennotierte Gesellschaft und bauten sie von dort aus Stück für Stück zu einer Beteiligungsholding um. 2024 schied Rozek als Co-CEO aus; Adam Peterson führt das Unternehmen seitdem allein als Chair und CEO weiter. Diese Historie ist wichtig, weil Boston Omaha bis heute stärker wie ein Kapitalallokator als wie ein klassischer Industriekonzern agiert. (stocktitan.net)
Fundamental war 2025 ordentlich, aber nicht glänzend. Der Umsatz stieg von 108,3 auf 114,4 Mio. USD, der operative Verlust verbesserte sich von 8,5 auf 3,9 Mio. USD, aber unter dem Strich lag der auf die Stammaktionäre entfallende Verlust bei 12,4 Mio. USD nach 1,3 Mio. USD im Vorjahr. Gleichzeitig blieben der operative Cashflow mit 17,9 Mio. USD positiv und die Bilanz solide: 50,2 Mio. USD an unrestricted cash & investments, 713,1 Mio. USD Vermögenswerte, 177,0 Mio. USD Verbindlichkeiten und 516,1 Mio. USD Eigenkapital der Boston-Omaha-Aktionäre. Das Buchwertniveau je Aktie lag Ende 2025 bei 16,63 USD. Beim Schlusskurs von 12,25 USD am 17.4.2026 notiert die Aktie damit grob 26 % unter dem ausgewiesenen Buchwert. (businesswire.com)
Das stärkste und verlässlichste Geschäft ist aus meiner Sicht weiterhin Link Media Outdoor. 2025 erzielte die Billboard-Sparte 45,9 Mio. USD Umsatz, 7,2 Mio. USD Nettogewinn und 18,0 Mio. USD Adjusted EBITDA; die EBITDA-Marge ist in den letzten Jahren gestiegen, und Link arbeitet mit moderater Verschuldung von 1,9x Debt/EBITDA. Das ist kein rasendes Wachstumssegment, aber ein robustes, cashgeneratives Standbein. Broadband ist der spannendere, aber auch kapitalintensivere Teil. Im Kernnetz aus AireBeam, InfoWest und Utah Broadband stieg der Umsatz 2025 auf 38,4 Mio. USD, das Adjusted EBITDA auf 13,3 Mio. USD; inklusive Fiber Fast Homes lag das Broadband-Adjusted-EBITDA bei rund 9,5 Mio. USD. Gleichzeitig wuchsen die Fiber Passings und Fiber-Subscriber weiter deutlich. Das ist genau die Mischung, die ich sehen will: mehr Substanz im Netz, mehr wiederkehrende Kunden, langsam bessere Profitabilität.
Die größte operative Enttäuschung 2025 war die Versicherungstochter General Indemnity Group. Zwar stiegen Gross Written Premium um 10,6 % auf 29,2 Mio. USD und der Umsatz um 14,2 % auf 27,2 Mio. USD, aber die Schadenquote sprang von 16,1 % auf 28,7 %, das operative Ergebnis kippte von +2,5 auf -1,0 Mio. USD und das Adjusted EBITDA von +2,8 auf -0,7 Mio. USD. Das Management führt das auf größere Schadensfälle und höhere Reserven bei ausstehenden Contract Bonds zurück und hat nach eigenen Angaben die Underwriting-Kontrollen verschärft. Für mich ist das kein Kill-Kriterium, aber ein klarer Hinweis: Die Versicherungsplattform ist noch nicht reif genug, um ihr schon einen hohen Bewertungsaufschlag zu geben.
Wichtig ist auch, warum der Nettoverlust viel schlechter aussieht als das operative Geschäft. Boston Omaha hatte 2025 außerhalb des operativen Geschäfts 14,5 Mio. USD Net Other Expense, darunter einen unrealisierten Verlust von 17,6 Mio. USD auf Sky-Harbour-Warrants und weitere Bewertungsverluste in Fonds; teilweise kompensiert wurde das durch 6,5 Mio. USD Equity-Method-Income aus Sky Harbour und 4,1 Mio. USD realisierte Gewinne aus dem Verkauf von 730.095 Sky-Harbour-Aktien. Das heißt: Der ausgewiesene Jahresüberschuss sagt hier nur begrenzt etwas über die Qualität der Kernbetriebe aus. Gleichzeitig ist Sky Harbour eine zentrale Wertkomponente: Boston Omaha setzte den Sky-Harbour-Bestand Ende 2025 in der Bilanz mit 79,3 Mio. USD an, wies aber selbst auf einen Marktwert von 109,7 Mio. USD hin. Diese Beteiligung kann also erheblich Wert schaffen, macht die Aktie aber eben auch volatiler und schwieriger zu lesen. (businesswire.com)
Zur Dividende: Die ist für Boston Omaha derzeit kein Thema. In der zuletzt ausdrücklich formulierten Dividend Policy in den SEC-Unterlagen heißt es, dass das Unternehmen nie Bardividenden gezahlt hat und auf absehbare Zeit auch keine zahlen will. Stattdessen setzt Boston Omaha auf Reinvestition und Aktienrückkäufe. Seit November 2025 läuft ein Rückkaufprogramm über 30 Mio. USD; Ende 2025 waren davon noch 19,5 Mio. USD übrig, und nach dem Jahresende wurden weitere 375.286 Class-A-Aktien für rund 4,8 Mio. USD zurückgekauft. Für Aktionäre ist das bei einem Kurs unter Buchwert aus meiner Sicht sinnvoller als eine Mini-Dividende. Die Dividende liegt damit faktisch bei 0 USD und die Rendite bei 0 %. (SEC)
Bewertung und Kursziele: Für mich ist Boston Omaha auf dem aktuellen Niveau eher unterbewertet als fair bewertet, aber eben nicht risikolos. Der Markt zahlt bei rund 411 Mio. USD Börsenwert weniger als den bilanziellen Eigenkapitalwert, obwohl die operative Entwicklung 2025 im Kern besser war als der Nettoverlust suggeriert und obwohl weiterhin Rückkäufe laufen. Ich würde die Aktie deshalb nicht über das laufende Ergebnis, sondern über Buchwert, Kapitalallokation und die stillen beziehungsweise schwerer sichtbaren Werte der Beteiligungen beurteilen. Meine Einschätzung für 12 Monate ist ein fairer Wert von 17 USD je Aktie, mit einem bullischen Szenario von 22 USD und einem bearischen Szenario von 10 USD. 17 USD wären im Grunde nur eine Rückkehr in die Nähe eines vernünftigen Abschlags beziehungsweise einer leichten Annäherung an den Buchwert; 22 USD bräuchte zusätzlich bessere Insurance-Ergebnisse und sichtbare Fortschritte bei Broadband und Sky Harbour. (businesswire.com)
Für die nächsten 5 bis 15 Jahre finde ich Boston Omaha deutlich interessanter als für die nächsten 5 bis 15 Monate. Der Grund ist simpel: Billboards liefern Stabilität, Broadband hat noch operative Hebel, die Asset-Management-Plattform und die Minderheitsbeteiligungen geben Optionalität, und das Management signalisiert weiter, dass es überschüssiges Kapital lieber intern oder über Rückkäufe allokiert als kosmetisch auszuschütten. Es gibt aber auch klare Risiken: die Aktie bleibt wegen des Konglomeratscharakters schwer analysierbar, Broadband ist kapitalintensiv, staatlich geförderter Ausbau kann in einzelnen Märkten Druck erzeugen, die Versicherung muss ihre Underwriting-Disziplin erst wieder beweisen, und die Dual-Class-Struktur gibt den Class-B-Inhabern überproportionalen Einfluss. Mein Fazit ist deshalb klar: Boston Omaha ist keine Aktie für Anleger, die glatte Zahlen, hohe Dividenden und planbare Quartale wollen. Für geduldige Investoren, die ein kleineres, opportunistisches Holding-Modell mögen und Ergebnisvolatilität aushalten, ist sie auf dem aktuellen Niveau aber attraktiv. Auf 5 Jahre halte ich Kurse im Bereich von 25 bis 35 USD für erreichbar, auf 10 bis 15 Jahre auch deutlich mehr – aber nur dann, wenn Boston Omaha weiter diszipliniert Kapital allokiert und nicht in Verwässerung, Fehlakquisitionen oder dauerhafte Underwriting-Probleme abrutscht. (Boston Omaha Corporation)
Autor: ChatGPT






