NZIFTE0003S3 - Infratil

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neuester Beitrag:  18.04.26 15:11
eröffnet am: 26.10.24 00:53 von: MrTrillion3 Anzahl Beiträge: 16
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26.10.24 00:53 #1 NZIFTE0003S3 - Infratil

Über dieses Interview hier (in dem es eigentlich um Washington Soul Pattinson geht) wurde ich auf das neuseeländische Unternehmen Infratil aufmerksam; der Sprecher nennt es ab min 9:37 zusammen mit Wesfarmers als einzige - halbwegs - vergleichbare Option.

Da mein Depot inzwischen sehr US-lastig ist, bin ich interessanten Investments in Ozeanien gegenüber recht aufgeschlossen und so werde ich mir diesen Tipp in der kommenden Zeit noch näher anschauen. Der Chart ist sehr beeindruckend, soviel steht schon mal fest!

Für einen ersten Überblick hier erst mal

Ich nehme sie mal auf die Watchlist, bleibe aber bis auf weiteres auf der Seitenlinie.



Infratil
Infratil is an infrastructure investment company investing in 'ideas that matter'. Our active management delivers long-term returns of 11–15% a year.
 
26.10.24 01:11 #2 NZIFTE0003S3 - Infratil

Hier noch das zu Beginn von Beitrag #1 erwähnte Video mit dem Interview.

 
26.10.24 01:15 #3 NZIFTE0003S3 - Infratil
Die Aktie ist aktuell übrigens nur auf folgenden Börsen handelbar: Berlin - Sydney - Wellington

(Quelle: maxblue)  
26.10.24 01:21 #4 NZIFTE0003S3 - Infratil
Ich halte schon zwei neuseeländische Titel im Depot (New Zealand Rural Land und Tourism Holdings). KeSt und Quellensteuer waren bisher kein Problem. Nähere Infos dazu am besten hier beim Bundeszentralamt für Steuern (download):
 
26.10.24 01:24 #5 NZIFTE0003S3 - Infratil
Infratil raises over $700 million for investment in data centres | Capacity Media
New Zealand headquartered infrastructure investor Infratil has raised NZ$1150 million (US$704.07 million) to fund further investment into data centre operator CDC Group.
 
26.10.24 01:30 #7 NZIFTE0003S3 - Infratil
Dividendenrendite von 1,56% ist natürlich eher mager. Aber da ist na noch der Chart...
 
26.10.24 01:58 #8 NZIFTE0003S3 - Infratil
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04.11.24 21:53 #9 NZIFTE0003S3 - Infratil
04.11.24 21:54 #10 NZIFTE0003S3 - Infratil
18.04.26 12:40 #13 NZIFTE0003S3 - Infratil

Der neuseeländische Aktienmarkt ist per Börsenschluss vom 17. April 2026 kein Markt, den ich blind über den Gesamtindex kaufen würde, aber er ist sehr wohl ein Markt für selektive Käufe. Der S&P/NZX 50 schloss am 17. April bei 12.905,67 Punkten, lag damit rund 3,1 % unter dem Vormonat, aber noch 7,5 % über dem Vorjahr; sein Allzeithoch wurde im Januar 2026 bei 13.757,71 Punkten markiert. Zugleich deckt der Index rund 90 % der neuseeländischen Börsenkapitalisierung ab. Makroökonomisch ist das Umfeld gemischt: Die Reserve Bank of New Zealand hat den OCR am 8. April 2026 bei 2,25 % belassen, erwartet aber wegen des Energiepreisschocks eine Teuerung von 4,2 % im Juni-Quartal 2026; das BIP wuchs im Dezember-Quartal 2025 nur um 0,2 %, und die Arbeitslosenquote lag zuletzt bei 5,4 %. Das heißt ungeschönt: Der Markt ist defensiver als viele andere, aber er ist auch zinssensibel, eng und konjunkturell nicht frei von Risiken. (nzx.com)

Meine klare Schlussfolgerung daraus ist: In Neuseeland liegen die echten Kaufchancen aktuell nicht im Markt als Ganzem, sondern in wenigen Qualitäts- und Sondersituationen. Bevorzugen würde ich Geschäftsmodelle mit strukturellem Rückenwind, Preissetzungsmacht, harter Infrastruktur oder klarer Cashflow-Verbesserung. Energieversorger mit erneuerbarer Basis, Gesundheitswerte, Infrastruktur-Holdings und einzelne Export-Compounder sind deutlich interessanter als ein pauschaler NZX-50-Kauf. Das ist meine Einschätzung, gestützt auf die aktuelle Makrolage und die Zusammensetzung des Marktes. (S&P Global)

Am attraktivsten finde ich derzeit Infratil. Die Aktie stand zuletzt bei NZ$12,05. Infratil ist seit 1994 börsennotiert und ist kein klassischer Versorger mehr, sondern eine Infrastruktur- und Kapitalallokationsplattform mit starkem Schwerpunkt auf digitale Infrastruktur. Der entscheidende Werttreiber ist aktuell CDC: Dessen unabhängige Bewertung stieg per 31. März 2026 auf A$15,0 Milliarden; Infratils 49,72%-Anteil wurde dabei mit A$7,454 Milliarden bewertet. CDC hob zugleich die FY27-EBITDAF-Guidance auf A$680 bis A$720 Millionen an. Für mich ist das die beste Kombination aus säkularem Wachstum und realen Vermögenswerten, die Neuseeland aktuell zu bieten hat. Mein 12- bis 18-Monats-Kursziel liegt bei NZ$14,50, langfristig halte ich Infratil für einen der wenigen NZ-Werte, die über 5 bis 15 Jahre wirklich in eine neue Größenordnung hineinwachsen können. Das Hauptrisiko ist nicht die Nachfrage, sondern Ausführung, Finanzierung und Bewertung. (nzx.com)

Die zweitbeste Kaufchance sehe ich in Contact Energy zu etwa NZ$9,33. Contact entstand 1996 aus Vermögenswerten des staatlichen ECNZ und baut sich gerade zu einem noch stärkeren, stärker erneuerbaren Strom- und Infrastrukturwert um. Im ersten Halbjahr 2026 meldete das Unternehmen einen Nettogewinn von NZ$205 Millionen und ein EBITDAF von NZ$500 Millionen; bereinigt um Transaktions- und Integrationskosten lag das EBITDAF bei NZ$522 Millionen, also 26 % über dem Vorjahr. Die Stromerzeugung war zu 97 % erneuerbar. Dazu kommen Manawa-Synergien, Batterien, Solar- und Geothermieprojekte sowie die Erwartung, die Gesamtdividende in FY26 auf 40 Cent je Aktie anzuheben. Für einen Markt wie Neuseeland ist das ein sehr ordentliches Paket aus Stabilität, Wachstum und Ausschüttung. Mein Kursziel liegt bei NZ$10,50. Über 5 bis 15 Jahre traue ich Contact kein explosives, aber sehr solides Wertwachstum zu. (nzx.com)

EBOS ist für mich die interessanteste klassische Bewertungsstory im Markt. Die Aktie stand zuletzt bei NZ$22,15 und liegt auf 52-Wochen-Sicht fast 40 % tiefer. Operativ passt dieses Bild so nicht: Im Halbjahr bis 31. Dezember 2025 stieg der Umsatz um 13,0 %, das zugrunde liegende EBITDA um 3,2 % auf NZ$300 Millionen; das Management bestätigte die FY26-Guidance und erwartet im zweiten Halbjahr einen weiteren EBITDA-Anstieg. Dazu kommt, dass das Verteilzentrums-Erneuerungsprogramm weit fortgeschritten ist und die vollen Netzwerkeffekte erst nach und nach in FY27 und FY28 sichtbar werden sollen. Historisch ist EBOS aus einem neuseeländischen Gesundheitsgroßhändler hervorgegangen und seit den 1990er Jahren stark über Zukäufe gewachsen. Genau deshalb ist die Aktie für mich aktuell interessanter als viele „sichere“ Defensivwerte: Hier bekommt man ein robustes Gesundheits- und Tiergesundheitsgeschäft zu einer deutlich ernüchterten Bewertung. Mein Kursziel liegt bei NZ$26. Das ist keine Wette auf Euphorie, sondern auf Normalisierung. (nzx.com)

Fisher & Paykel Healthcare bleibt der neuseeländische Qualitätsmaßstab. Die Aktie lag zuletzt bei NZ$38,03. Das Unternehmen ist aus der Aufspaltung von Fisher & Paykel Industries hervorgegangen und agiert seit 2001 als eigenständiger Medizintechnikkonzern. Im ersten Halbjahr FY26 stieg der Umsatz um 14 % auf NZ$1,09 Milliarden, der Nettogewinn um 39 % auf NZ$213,0 Millionen. Ende Februar hob das Unternehmen die Jahresprognose an und erwartet nun für FY26 rund NZ$2,30 Milliarden Umsatz sowie einen Nettogewinn von NZ$450 bis NZ$470 Millionen. Das ist erstens operativ stark und zweitens wichtig, weil FPH trotz US-Zollthema signalisiert hat, dass der langfristige Wachstumspfad materiell intakt bleibt. Billig ist die Aktie nicht, und sie ist auch keine klassische Value-Chance. Aber sie ist eine echte Kaufchance für Anleger, die über 5 bis 15 Jahre auf Qualität und medizinische Innovation setzen. Mein Kursziel liegt bei NZ$42. (new.nzx.com)

Mainfreight ist der zyklische Qualitätskauf. Die Aktie stand zuletzt bei NZ$57,20. Operativ war das Halbjahr bis 30. September 2025 nicht schön: Umsatz plus 2,1 % auf NZ$2,61 Milliarden, aber Gewinn vor Steuern minus 18,3 % auf NZ$131,72 Millionen und Nettogewinn minus 18,5 % auf NZ$93,38 Millionen. Positiv sind aber der höhere operative Cashflow, die weiter laufenden Investitionen und der Umstand, dass Mainfreight über ein globales Netzwerk von 337 Standorten in 27 Ländern verfügt. Das Unternehmen ist längst kein kleiner neuseeländischer Spediteur mehr, sondern ein weltweit aufgestellter Logistiker, der über Jahrzehnte bewiesen hat, dass er im Aufschwung stärker skaliert als viele Wettbewerber. Das Management erwartet für die zweite Jahreshälfte bessere Geschäfte in Neuseeland und Australien, kleine Verbesserungen in Europa und länger anhaltenden Gegenwind in Amerika. Genau deshalb ist die Aktie interessant: nicht weil die Gegenwart glänzt, sondern weil die Basis für den nächsten Zyklus gelegt ist. Mein Kursziel liegt bei NZ$66. (nzx.com)

Als spekulative Sonderchance würde ich Ryman Healthcare nennen, aber ausdrücklich nur für Anleger mit hoher Risikotoleranz. Die Aktie lag zuletzt um NZ$2,00. Ryman hat 1H26 erstmals seit über einem Jahrzehnt wieder positiven freien Cashflow erzielt, konkret NZ$56,2 Millionen, hob die FY26-Vertriebsprognose auf 1.300 bis 1.400 ORA-Verkäufe an und peilt laut Update vom 15. April 2026 für das Gesamtjahr freien Cashflow von rund NZ$180 Millionen an. Das Unternehmen hat zudem seine Strategie überarbeitet, bis FY29 eine nachhaltige Cashflow-Verbesserung von NZ$150 Millionen und eine starke Kapitalfreisetzung zu erreichen. Dazu kommen 96,1 % Auslastung in reifen Care-Centres und eine inzwischen deutlich höhere DMF auf Neuverträge. Das klingt klar besser als noch vor einem Jahr. Trotzdem bleibt Ryman eine Turnaround-Wette mit Finanzierungs-, Immobilien- und Ausführungsrisiko. Mein Kursziel liegt bei NZ$2,80. Das ist für mich eine mögliche Kaufchance, aber keine Kernposition. (nzx.com)

Unterm Strich ist meine Einschätzung deshalb eindeutig: Der neuseeländische Aktienmarkt ist aktuell eher ein Jagdrevier für Einzeltitel als ein Markt für breites Draufhalten. Wer defensiven Cashflow und Dividenden sucht, ist mit Contact gut bedient. Wer den besten langfristigen Compounder im Land sucht, landet bei Fisher & Paykel Healthcare. Wer die stärkste Mischung aus Asset-Wert und Zukunftsthema will, sollte Infratil ansehen. Wer auf operative Normalisierung und Bewertungsaufholung setzt, findet in EBOS und Mainfreight gute Kandidaten. Und wer bewusst Turnaround-Risiko kaufen will, kann sich Ryman anschauen. Für die nächsten 5 bis 15 Jahre traue ich dem NZ-Markt insgesamt ordentliche, aber keine spektakulären Renditen zu; die wirklichen Outperformer dürften auch künftig aus einer kleinen Gruppe sehr guter Unternehmen kommen, nicht aus dem Durchschnitt des Marktes. (S&P Global)

Autor: ChatGPT

 
18.04.26 12:53 #14 NZIFTE0003S3 - Infratil

Infratil ist für mich zum Stand 17. April 2026 eine der interessantesten Infrastrukturaktien im pazifischen Raum, aber eben keine klassische „langweilige Versorger-Aktie“ mehr. Das Unternehmen wurde 1994 an der NZX gelistet, war einer der frühen börsennotierten Infrastrukturfonds überhaupt, wird seit seiner Gründung von Morrison gemanagt und ist heute ein globaler Infrastruktur-Investor mit Schwerpunkten auf Digitalinfrastruktur, erneuerbaren Energien, Healthcare und Flughäfen. Aus dem alten neuseeländischen Utility-/Airport-Profil ist Schritt für Schritt ein deutlich internationaleres Wachstumsvehikel geworden; Manawa bzw. früher Trustpower war die erste große Beteiligung, Wellington Airport kam 1998 dazu, und die eigentliche Neubeschleunigung kam ab 2016 mit CDC und Longroad. (Infratil)

Genau das ist heute die Investment-These: Infratil ist kein billiger Dividendenersatz, sondern ein aktiv gemanagtes Infrastruktur-Portfolio mit erheblichem Wachstumsanteil. Zum 30. September 2025 lag der Gesamtwert des Portfolios bei rund NZ$19 Milliarden; davon entfielen 66 % auf Digitalinfrastruktur, 21 % auf Renewables, 8 % auf Healthcare und 5 % auf Airports. Die größten Brocken waren CDC mit rund NZ$7,7 Milliarden, One NZ mit rund NZ$3,7 Milliarden und Longroad mit rund NZ$2,3 Milliarden. Gleichzeitig macht CDC laut Management inzwischen rund 40 bis 41 % des Portfoliowerts aus, also ist die Gesellschaft faktisch stark von einem einzigen Superstar-Asset abhängig. Das ist die große Chance – und das größte Klumpenrisiko.

Fundamental ist Infratil solide, aber man muss die richtigen Kennzahlen lesen. Für das Geschäftsjahr bis 31. März 2025 meldete Infratil ein proportionate operational EBITDAF von NZ$986,4 Millionen, Net Debt von NZ$2,19 Milliarden, eine Gearing-Quote von 17,9 % und verfügbare Liquidität von NZ$1,44 Milliarden. Der ausgewiesene Net Parent Loss von NZ$286,3 Millionen sieht auf den ersten Blick schwach aus, ist für Infratil aber nur begrenzt aussagekräftig, weil das Ergebnis stark von Neubewertungen geprägt ist. Relevanter ist hier der veröffentlichte Net Asset Value: NZ$16,1 Milliarden beziehungsweise NZ$16,65 je Aktie zum 31. März 2025. Im Halbjahr bis 30. September 2025 stieg das proportionate operational EBITDAF nochmals auf NZ$514 Millionen, also um 7 % gegenüber HY25, während der Portfoliowert um NZ$735 Millionen zulegte. Ende 2025 kam außerdem ein BBB+-Issuer-Rating von S&P mit stabilem Ausblick hinzu, was die Finanzierungsqualität verbessert.

Die Dividende ist ordentlich, aber nicht das Hauptargument. Infratil zahlte im Juni 2025 eine Schlussdividende von 13,25 NZ-Cent und im Dezember 2025 eine Zwischendividende von 7,25 NZ-Cent; historisch wurde die Ausschüttung in den letzten Jahren schrittweise angehoben. Auf Basis des zuletzt verfügbaren NZX-Kurses von rund NZ$12,05 lag die ausgewiesene Bruttodividendenrendite nur bei etwa 1,8 %. Das ist für einen Infrastrukturwert niedrig. Wer Infratil kauft, kauft in Wahrheit primär das Wachstum von CDC, Longroad und den übrigen Plattformen – nicht den laufenden Cash-Ertrag. Wichtig ist auch: Die FY26-Jahreszahlen und damit eine eventuelle Schlussdividende für FY26 waren am 17. April 2026 noch nicht veröffentlicht; angekündigt war die Veröffentlichung erst für den 26. Mai 2026. (Infratil)

Die Verwässerungsgefahr ist bei Infratil real und aus meiner Sicht höher als bei vielen anderen Infrastrukturwerten. Das Unternehmen hat in den letzten Jahren wiederholt neue Aktien ausgegeben: Im Geschäftsjahr 2025 stieg die Zahl der Aktien auf 968,1 Millionen nach 832,6 Millionen im Vorjahr, also um gut 16 %. Zum 18. April 2026 wies die NZX bereits 999,3 Millionen ausgegebene Aktien aus, also nochmals gut 3 % mehr seit März 2025 und rund 20 % mehr als ein Jahr zuvor. Treiber waren unter anderem die NZ$1,15-Milliarden-Kapitalerhöhung im Juni 2024, Aktienausgaben an Morrison für Management- bzw. Incentive Fees, die Ausgabe von 17,6 Millionen Aktien an TECT als Teil der Gegenleistung beim Ausbau der Contact-Beteiligung sowie die Dividend Reinvestment Plans, bei denen sogar ein 2-%-Abschlag auf den Strike Price gewährt wurde. Dazu kommt, dass Infratil 2025 sehr hohe Management Fees an Morrison verbuchte; allein die International Portfolio Incentive Fees lagen bei NZ$346,9 Millionen. Das ist kein Grund, die Aktie zu meiden, aber man sollte sich nichts vormachen: Bei Infratil gehört Verwässerung strukturell zum Modell, wenn große Wachstumschancen finanziert werden oder Incentive Fees in Aktien bezahlt werden.

Operativ ist der wichtigste Punkt derzeit CDC. Am 26. März 2026 hob CDC die FY27-EBITDAF-Guidance auf A$680 bis A$720 Millionen an; zuvor war von ungefähr A$660 Millionen die Rede. Am 8. April 2026 wurde die unabhängige CDC-Bewertung per 31. März 2026 auf A$15,0 Milliarden angehoben, womit Infratils 49,72-%-Anteil auf A$7,454 Milliarden kam. Positiv sind dabei die weiter wachsende Kapazität, die sehr starke Nachfrage nach Rechenzentrumsfläche in Australasien und die Tatsache, dass CDC offenbar weiter großvolumig finanziert werden kann. Negativ ist, dass selbst diese gute Bewertung schon zeigt, wo der Gegenwind sitzt: höhere Zinsen, höhere Fremdkapitalkosten, höhere Eigenkapitalkosten. Heißt auf Deutsch: Wenn der Datenzentrumssuperzyklus intakt bleibt, trägt CDC Infratil weiter kräftig. Wenn er abkühlt oder teurer finanziert werden muss, trifft das Infratil direkt ins Herz.

Für die nächsten fünf bis fünfzehn Jahre gefällt mir das Chancenprofil trotzdem. Das Management will kleinere oder nicht ausreichend skalierbare Assets eher abgeben, hat einen mittelfristigen Divestment-Zielwert von rund NZ$1 Milliarde formuliert und das frei werdende Kapital in hochüberzeugende Plattformen wie CDC und Longroad umschichten. Zugleich sollen Contact Energy, One NZ und Wellington Airport als Cashflow-Generatoren die laufenden Kosten und mittelfristig auch nachhaltige Dividenden stärker absichern. Strategisch ist das sinnvoll. Die großen Langfristtreiber – KI- und Cloud-Infrastruktur, Elektrifizierung, Dekarbonisierung, Connectivity und alternde Bevölkerung – sind real. Die Schwächen liegen ebenfalls offen auf dem Tisch: Neuseelands schwache Binnenkonjunktur belastet lokale Beteiligungen, Longroad bleibt anfällig für US-Regulierung und Kapitalkosten, und die Konzentration auf CDC ist höher, als es mir bei einem Infrastrukturwert ideal wäre. Mein Urteil deshalb: sehr gutes Unternehmen, aber keine sichere Witwen-und-Waisen-Aktie.

Zur Bewertung und zu den Kurszielen: Beim jüngsten verfügbaren NZX-Kurs von rund NZ$12,05 lag die Marktkapitalisierung bei rund NZ$12,0 Milliarden. Das ist für die Qualität der Assets nicht billig, aber gemessen an der Wachstumsdynamik von CDC auch nicht überzogen. Der von Marketscreener ausgewiesene Analystenkonsens lag zuletzt bei NZ$14,06. Meine eigene Einschätzung liegt leicht darüber beziehungsweise in derselben Größenordnung: Für die nächsten zwölf Monate halte ich einen fairen Bereich von etwa NZ$13,50 bis NZ$15,50 für plausibel, mit einem zentralen Ziel um NZ$14,50. Für fünf Jahre sehe ich bei guter Ausführung eher einen Bereich von NZ$17 bis NZ$20. Das passt grob zu Infratils eigener Aussage, dass bei Erreichen der Zielrendite eine Marktkapitalisierung von NZ$20 Milliarden in den nächsten fünf Jahren möglich wäre; bei der heutigen Aktienzahl entspräche das rechnerisch rund NZ$20 je Aktie, wobei weitere Verwässerung diesen Wert pro Aktie drücken würde. Für zehn bis fünfzehn Jahre traue ich Infratil weiter attraktive Renditen zu, aber da würde ich keine präzise Kurszahl vortäuschen. Dafür ist die Bandbreite aus Zinsen, Regulierung, Kapitalbedarf und Portfolio-Umschichtungen zu groß. Meine Einschätzung dafür in einem Satz: Auf Sicht von 10 bis 15 Jahren halte ich Infratil für einen guten Kandidaten für hohe einstellige bis niedrige zweistellige jährliche Gesamtrenditen – aber nur, wenn die Verwässerung nicht aus dem Ruder läuft und CDC seine dominante Stellung behält. (nzx.com)

Unterm Strich ist Infratil für mich aktuell ein Qualitätswert mit Wachstumscharakter, einem starken Management-Track-Record und sehr guten Assets – vor allem CDC. Die Aktie ist aus meiner Sicht eher ein Kauf für Anleger, die Infrastruktur mit Technologie- und Energiewende-Twist suchen und Schwankungen aushalten, nicht für Anleger, die primär eine hohe, planbare Ausschüttung wollen. Der größte Pluspunkt ist das Asset-Set. Der größte Minuspunkt ist, dass Infratil für Wachstum regelmäßig Kapital braucht und die Aktionäre dabei nicht selten mit neuen Aktien zahlen. Genau deshalb ist die Aktie gut, aber nicht harmlos. (Infratil)

Autor: ChatGPT

 
18.04.26 13:01 #15 NZIFTE0003S3 - Infratil
Bei der DKB ist Infratil nicht handelbar:  

Angehängte Grafik:
infratil_1.png (verkleinert auf 41%) vergrößern
infratil_1.png
18.04.26 15:11 #16 NZIFTE0003S3 - Infratil (Handelbarkeit)
Bei maxblue ist sie handelbar, Börsenplätze Frankfurt, Wellington, Sydney.  
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