Bei dem australischen Rüstungsunternehmen Electro Optic Systems Holdings (EOS) gab es in jüngster Zeit keine klassische Verwässerung durch eine große öffentliche Kapitalerhöhung, sondern vielmehr strategische Verschiebungen und operative Erfolge: Keine neuen Aktienemissionen 2025/2026: Im Gegensatz zu früheren Jahren, in denen das Unternehmen teils unter finanziellem Druck stand, wurden zuletzt keine neuen Aktien zur allgemeinen Kapitalbeschaffung ausgegeben. Die Anzahl der ausstehenden Aktien blieb zum Jahreswechsel 2026 stabil bei rund 175,41 bis 192,95 Millionen (je nach Einbeziehung von Optionen/Mitarbeiteraktien). Akquisition MARSS Group (Januar 2026): Eine bedeutende Kapitalmaßnahme war die Übernahme des europäischen Drohnenabwehrgeschäfts der MARSS Gruppe. EOS zahlte dafür 36 Millionen USD (ca. 54 Mio. AUD) in bar. Dies wurde durch den stark verbesserten Cashflow und Barreserven von über 100 Millionen AUD finanziert, ohne neue Aktien auszugeben. Aktien-Haltepflicht für Management (Januar 2026): Ab sofort gilt eine neue Regelung ("Minimum Shareholding Policy"), nach der Führungskräfte verpflichtet sind, einen bestimmten Teil ihres Gehalts in EOS-Aktien zu halten, um die Interessen von Management und Aktionären stärker aneinander zu binden. Starker Cashflow & Auftragslage: Anstatt neues Kapital aufzunehmen, generiert EOS derzeit massiv Liquidität aus dem operativen Geschäft. Der Auftragsbestand stieg bis Ende 2025 auf rekordverdächtige 459 Millionen AUD. Fazit: Das Unternehmen hat sich von der Phase der Kapitalnot (2022/2023) befreit und finanziert sein Wachstum aktuell aus eigenen Mitteln und Großaufträgen. |