Campari-leckere Alkoholika

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neuester Beitrag:  17.04.26 19:58
eröffnet am: 09.01.20 21:14 von: sandwedge Anzahl Beiträge: 15
neuester Beitrag: 17.04.26 19:58 von: MrTrillion3 Leser gesamt: 12369
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09.01.20 21:14 #1 Campari-leckere Alkoholika
Moin

ausser mir jemand in Davide Campari investiert?

kursverlauf zuletzte seitwärts- woran liegt es??  
21.03.20 08:52 #2 Dividendenrendite?
Der Kurs wäre ja interessant, die Dividendenrendite aber unter jeder Kritik. Alle Aktien unter 1,5% Dividendenrendite sind für mich nicht relevant. Die reine Kursspekulation ist mir zu wenig nachhaltig.  
17.12.21 19:55 #3 Noch
jemand da?  
31.10.22 14:59 #4 So langsam wieder interessant
02.12.24 09:55 #5 Kauf Campari
Bei einem Kurs von jetzt 5,66 Euro hat Campari innerhalb eines Jahres fast die Hälfte seines Wertes verloren.
Das sieht aus, als wäre es ein Sanierungsfall, was aber keinesfalls zutrifft.

Die Branche allgemein konsolidiert gerade; bei Campari kommt hinzu dass der CEO nach gut fünf Monaten hingeworfen hat, was für Verunsicherung sorgt. Aber mit 47% Kursrückgang hat man das Kind mit dem Bad ausgeschüttet. Campari ist gut aufgestellt, hat gerade die viertgrößte Cognacmarke dazugekauft und steht vor weiterem Wachstum.
Ich bin hier eingestiegen!  
20.12.24 11:32 #6 Starker Rückgang...
der in der Tat zu einem Nachkauf verlockt. Kennt jemand die aktuellsten Schätzungen zum EPS für 2025? Die Zahlen von anderen Plattformen weisen immer noch ein relativ hohes KGV und eine sehr mickrige Dividendenrendite aus, das spricht für mich jetzt nicht dafür hier unbedingt einzusteigen.

Nur meine Meinung und keine Anlageempfehlung.  
17.01.25 19:24 #7 Kauf Campari, zum Zweiten
Den italienischen Aperol-Produzenten habe ich in dieser Woche bei 5,50 Euro nochmal massiv aufgestockt.

Auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 15. Januar wurde nun endlich auch der neue CEO gekürt:
Simon Hunt ist seit 30 Jahren bei Spirituosenfirmen tätig, kennt die Branche in-und auswendig und war auch bereits bei Pernod Ricard und Diageo.

Da bin ich für die Zukunft sehr optimistisch und sehe auf diesem ausgebombten Kursniveau großes Potenzial.  
04.02.25 10:01 #8 Moin
wo läuft die kiste hin?......  
11.03.25 00:34 #9 Nach oben...
... weiter geht es mit Campari!

Ungeachtet des heutigen Ausverkaufs bei amerikanischen High-tech und Momentum-Aktien läuft es beim italienischen Aperol-Hersteller.

Der neue CEO Simon Hunt hat kürzlich bei der Vorstellung des 2024 Jahresergebnisses erklärt, dass er von der Übernahmepolitik der letzten Jahre abrücken und die bestehenden Marken deutlich ausbauen will.
2025 sei daher ein Jahr des Übergangs.
Die Auswirkungen der von Trump angeordneten oder angedrohten Zölle werden auf maximal 100 Mio. Euro geschätzt.

Ich bin überzeugt, bei Campari ist endlich ein Manager am Ruder der weiß was zu tun ist, und sehe gerade bei Aperol in Asien und Amerika noch riesiges Wachstumspotenzial.
Aber auch die Tequila- und Cognac-Marken sind international stark.  
28.08.25 10:31 #10 Campari...
... hat mittlerweile eine schöne Bodenbildung und Trendwende hingelegt.
Bei heute 6,75 Euro bin ich jetzt 20% im Plus. Die gute Arbeit des neuen CEO wird sich aber erst in Zukunft noch deutlicher zeigen.
Läuft!  
10.09.25 16:31 #11 ...und weg.
Zuerst eine schöne Untertassenformation und dann ein schneller Abstieg vom 6,75 bis 5,75 Euro. Da zieh ich die Notbremse und Campari ist aus dem Depot.  
01.11.25 17:06 #12 Kritisch
Gespannt wie der Markt am Montag diese Meldung einordnet….

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/...tien-beschlagnahmung-100.html  
02.11.25 11:22 #13 Steuerhinterziehung...
...bei Campari ?

Die mutmaßlich hinterzogenen Steuern bei Campari in Höhe von 1,3 Mrd. Euro machen ca. 16 Prozent der Marktkapitalisierung aus.
Dementsprechend würde ich mal einen Kurs im weiten Bereich um 4,80 Euro schätzen. Wird spannend....  
17.04.26 19:48 #14 NL0015435975 - Campari-Milano

Campari-Milano ist für mich heute kein kaputtes Unternehmen, sondern ein gutes Markenhaus in einer schwachen Börsenphase. Genau das ist der Kern der Sache. Der Konzern besitzt mit Campari, Aperol, Wild Turkey, SKYY, Grand Marnier, Appleton Estate, Espolòn und seit 2024 auch Courvoisier ein starkes internationales Spirituosenportfolio. 2025 hat das operative Geschäft trotz schwierigem Umfeld organisch noch zugelegt: der Umsatz stieg organisch um 2,4 %, der bereinigte EBIT um 5,4 %, die bereinigte EBIT-Marge lag bei 20,9 %, der bereinigte Gewinn je Aktie bei 0,32 Euro. Zugleich sank die Nettoverschuldung zum Jahresende 2025 auf 1,958 Mrd. Euro und das Verhältnis Nettoschuld zu EBITDA-adjusted auf 2,5x, nachdem es nach der Courvoisier-Übernahme zeitweise 3,6x erreicht hatte. Für 2026 stellt das Management weiteres organisches Wachstum und eine leichte Margenverbesserung in Aussicht, allerdings mit Belastungen durch US-Zölle und einer stärkeren Gewichtung des Jahres auf das zweite Halbjahr.

Die Aktie selbst wirkt auf dem aktuellen Niveau eher interessant als teuer, aber sie ist kein offensichtliches Schnäppchen. Der Kurs lag am 17. April 2026 laut MarketWatch bei rund 6,63 Euro. Setzt man diesen Kurs ins Verhältnis zum bereinigten EPS 2025 von 0,32 Euro, landet man grob bei einem KGV von etwa 21. Rechnet man mit den 1,231 Mrd. börsennotierten Stammaktien, ergibt sich eine Marktkapitalisierung von rund 8,2 Mrd. Euro; zusammen mit der Nettoverschuldung ergibt das einen Enterprise Value von grob 10 Mrd. Euro. Das ist für ein Markenunternehmen mit hoher Kapitalrendite, starker Preissetzung und globaler Distribution nicht absurd, aber eben auch nicht billig, zumal die Dividendenrendite mit 0,10 Euro je Aktie nur ungefähr 1,5 % beträgt. Die Börse preist also bereits Qualität ein, gibt dem Unternehmen aber wegen Schulden, Zöllen, Währungsdruck und des allgemein schwächeren Spirituosenumfelds keinen Premium-Multiplikator mehr wie in früheren Jahren. (MarketWatch)

Historisch ist Campari weit mehr als nur ein einzelner Bitter. Die Wurzeln reichen bis 1860 zurück, als Gaspare Campari in Mailand den roten Bitter entwickelte. Ab 1888 baute Davide Campari die Marke systematisch aus; 1932 kam Campari Soda als früher Single-Serve-Aperitif hinzu. In den 1960er Jahren war die Distribution bereits in über 80 Ländern präsent. Der heutige Konzern entstand dann vor allem seit den späten 1990er Jahren durch Internationalisierung und Zukäufe; seit 2001 ist die Aktie börsennotiert. Aus einer Ein-Marken-Gesellschaft wurde so ein globaler Spirituosenkonzern mit Präsenz in über 190 Ländern. Diese Geschichte ist wichtig, weil sie erklärt, warum Campari heute strukturell anders dasteht als viele kleinere Getränkefirmen: Das Unternehmen kann Marken aufbauen, international ausrollen und Kategorien besetzen, in denen Ritual, Lifestyle und Cocktailkultur eine größere Rolle spielen als bloßer Preiswettbewerb. (camparigroup.com)

Strategisch gefällt mir an Campari vor allem dreierlei. Erstens ist Aperol ein Ausnahmegut. Die Marke profitiert seit Jahren davon, dass der Aperitif-Konsum sozial, leicht verständlich und international anschlussfähig ist. Zweitens hat Campari mit Espolòn, Wild Turkey, Appleton Estate und Courvoisier mehrere zusätzliche Wachstumssäulen, also nicht nur einen Treffer. Drittens hat das neue Management unter Simon Hunt die Kapitaldisziplin verschärft. 2025 wurden Cinzano/Frattina und später Averna/Zedda Piras jeweils für 100 Mio. Euro verkauft, um das Portfolio zu straffen, den Fokus auf Kernmarken zu erhöhen und Schulden zu senken. Reuters berichtete zudem vom Strategy Day 2025, dass Campari mittlere bis hohe einstellige Umsatzzuwächse im mittleren Zeithorizont anpeilt und M&A gegenüber Deleveraging klar nachrangig geworden ist. Das ist vernünftig. Campari war in der Vergangenheit oft dann am stärksten, wenn die Firma nicht jedem kleinen Deal hinterherlief, sondern wenige starke Marken global skalierte. (camparigroup.com)

Die Risiken sind trotzdem real und man sollte sie nicht verniedlichen. Campari hat einen hohen Amerika-Anteil, und genau dort treffen Zölle, Währungseffekte und Konsumzurückhaltung das Geschäft. Das Management selbst spricht für 2026 von Gegenwind durch US-Zölle. Reuters hatte schon 2025 auf potenzielle Belastungen durch US-Zölle hingewiesen; Ende 2025 hieß es dann, der Effekt sei niedriger als zunächst befürchtet, aber eben nicht verschwunden. Hinzu kommt: Nach der Courvoisier-Übernahme ist die Bilanz zwar deutlich besser als vor einem Jahr, aber noch nicht wieder so komfortabel wie früher. Außerdem ist Spirituosenkonsum kein völlig rezessionsfestes Geschäft. Premiumisierung hilft, aber sie schützt nicht vollständig, wenn Händler Lager abbauen, Konsumenten weniger ausgehen oder hochpreisige Kategorien wie Cognac schwächeln. Und schließlich ist Campari als Hersteller alkoholischer Getränke immer auch regulatorischen Risiken ausgesetzt, sei es über Werbebeschränkungen, Steuern oder gesellschaftlichen Gegenwind.

Mein Fazit ist daher klar: Campari ist für mich auf Sicht von 5 bis 15 Jahren eher ein Qualitätswert als ein Turnaround-Zock. Das Unternehmen hat sehr gute Marken, eine starke globale Distributionsbasis, hohe Cash-Generierung und mit Aperol eine der attraktivsten Plattformen im weltweiten Spirituosengeschäft. Die nächsten ein bis zwei Jahre dürften aber noch holprig bleiben, weil Bilanzreparatur, Portfoliobereinigung und externe Belastungen parallel laufen. Deshalb sehe ich die Aktie aktuell nicht als offensiven Hochwachstumswert, sondern als soliden Qualitätskandidaten mit moderatem Aufwärtspotenzial. Meine eigene Einschätzung für 12 bis 18 Monate lautet: bear case 5,50 Euro, Basisszenario 7,80 Euro, bull case 9,50 Euro. Das Basisszenario unterstellt, dass Campari 2026/27 organisch weiter wächst, die Marge leicht steigert und die Verschuldung weiter sinkt; das bull case setzt zusätzlich voraus, dass Zolldruck und Cognac-Schwäche schneller nachlassen und der Markt dem Titel wieder ein höheres Bewertungsniveau zugesteht. Das bear case greift, wenn das US-Geschäft schwächer läuft, Währungen weiter drücken und die Erholung sich länger zieht. Unter dem Strich halte ich Campari-Milano auf dem Niveau vom 17. April 2026 für eher unterbewertet bis fair bewertet, aber nicht für eindeutig billig. Es ist eine Aktie für Anleger, die Markenqualität und langen Atem schätzen, nicht für Leute, die in den nächsten zwei Quartalen ein Feuerwerk erwarten. (MarketWatch)

Autor: ChatGPT

 
17.04.26 19:58 #15 NL0015435975 - Campari-Milano

Stand heute ist daraus kein rechtskräftig festgestellter Steuerhinterziehungsfall bei Campari selbst geworden. Betroffen war Lagfin, die luxemburgische Holding der Garavoglia-Familie und Mehrheitsaktionärin von Campari, nicht der operative Campari-Konzern. Die Ermittler warfen Lagfin vor, bei der Verlagerung des steuerlichen Sitzes bzw. einer grenzüberschreitenden Umstrukturierung eine italienische „Exit Tax“ auf nicht erklärte stille Reserven bzw. Kapitalgewinne nicht gezahlt zu haben. Im Oktober 2025 wurden deshalb vorsorglich Campari-Aktien im Wert von 1,29 Mrd. Euro beschlagnahmt. (Reuters)

Der steuerliche Teil der Sache wurde im Dezember 2025 durch einen Vergleich beigelegt: Lagfin akzeptierte eine Zahlung von 405 Mio. Euro an die italienische Steuerbehörde, zahlbar über mehrere Jahre, mit einer ersten Rate von 152 Mio. Euro bis 31. Dezember 2025. Nach diesem Deal wurden die beschlagnahmten Aktien wieder freigegeben. (Reuters)

Wichtig ist der juristische Punkt: Dieser Vergleich hat den Steuerstreit erledigt, aber die strafrechtlichen Ermittlungen waren damit laut Reuters nicht automatisch beendet. Reuters schrieb ausdrücklich, dass die criminal investigation remains ongoing und die Folgen für das Strafverfahren noch unklar seien. Dazu habe ich keine verlässliche Information, dass es inzwischen zu einer Anklage, Verurteilung oder endgültigen Einstellung gekommen ist. (Reuters)

Kurz gesagt:
Aus der „Steuerhinterziehungssache 2025“ wurde bisher vor allem ein großer Steuervergleich über 405 Mio. Euro für Lagfin.
Campari selbst war laut Berichten nicht Beschuldigte der Sache.
Ob strafrechtlich noch etwas nachkommt, ist nach den belastbaren Quellen, die ich gefunden habe, weiterhin offen. (Reuters)

Autor: ChatGPT

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