CSL Ltd.
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neuester Beitrag: 20.04.26 23:40
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| eröffnet am: | 31.01.07 16:04 von: | Nimbus2007 | Anzahl Beiträge: | 34 |
| neuester Beitrag: | 20.04.26 23:40 von: | MrTrillion3 | Leser gesamt: | 26399 |
| davon Heute: | 25 | |||
| bewertet mit 2 Sternen |
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Mir scheint der langfristige Aufwärtstrend für CSL weiter intakt, auch wenn es in den letzten Monaten abwärts ging.
Finanziell ist CSL ja ohnehin ziemlich robust mit konstant leicht steigenden Umsätzen und Gewinnen.
Ich halte meine Position deswegen weiter, gibt ja auch zweimal pro Jahr eine kleine Dividende...
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3 trial of long-acting rFIX CSL654 in haemophilia B
These results compare favourably to once-weekly prophylaxis with
Alprolix and are in line with Novo Nordisk’s N9-GP. CSL has submitted
for US and EU approval, allowing for a potential approval Q4 2015 and
Q1 2016, respectively.
Comment: CSL654 is expected to be the second long-acting rFIX in
the US and potentially the first in EU. CSL aims to differentiate CSL654
from Biogen’s Alprolix by emphasising the longer dosing interval of up
to every 14 days, compared to up to 10-day dosing.
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CSL112 enthält infundierbares, aus Plasma gewonnenes apolipoprotein A-I (apoA-I). Bei diesem Therapieansatz geht es nicht primär darum, den HDL-Spiegel im Blut zu erhöhen. Es wird das Ziel verfolgt, die Funktion der HDL beim sogenannten reversen Cholesterintransport aus der Körperperipherie zur Leber zu optimieren, indem die HDL-vermittelte Cholesterinefflux-Kapazität gesteigert wird. In der AEGIS-I-Studie (Apo-I Event Reducing in Ischemic Syndromes I) konnte bereits gezeigt werden, dass eine CSL112-Infusion zumindest auf kurze Sicht sicher und gut verträglich ist und den Cholesterinefflux akut erhöht.
Am 5. Dezember 2017 meldete CSL, dass die Studie Anfang 2018 starten werde. In die AEGIS-II-Studie sollen weltweit an rund 1000 Zentren mehr als 17.000 Patienten mit akutem Myokardinfarkt aufgenommen werden. Geprüft wird, ob sich durch CSL112-Infusion die Inzidenz erneuter klinischer Ereignisse in der kritischen Phase der ersten drei Monate nach dem akuten Myokardinfarkt verringern lässt. Die Studienlaufzeit wird mit rund vier Jahren veranschlagt.
Die Initiatoren der Studie zeigen sich optimistisch, damit einen neuen Ansatz in der Lipidtherapie etablieren zu können. Das Beispiel REVEAL lehrt allerdings, dass dafür mehr als nur eine positive Studie erforderlich könnte.
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Outlook
Following the release of its half year report, CSL now expects FY19 net profit after tax to be at the upper end of its target range of US$1,880-$1,950 million.
Share price
The market's initial reaction has been negative, as investors held greater expectations for its guidance. CSL shares tumbled by as much as 3.9% to be among the main weights on the broader ASX200 index for the day.
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Bin übrigens seit Juli in CSL investiert (meine zweiten Aktien überhaupt, die ich in mein Depot gelegt habe:))
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Ich steig mal wieder ein, sieht charttechnisch nicht so schlecht aus.
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| Boardmail an "proxima" |
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| Boardmail an "proxima" |
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| Boardmail an "rolliv" |
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Auf der Suche nach interessanten Unternehmen aus dem Gesundheitssektor in Ozeanien schlug ChatGPT mir heute CSL vor. Liest sich interessant, nehme sie mal mit auf die Watchlist:
CSL Limited Einstieg Juni 2025 Analyse und Strategie kompakt
CSL ist ein weltweit fuehrendes Biotechunternehmen mit Schwerpunkt auf Plasmaprodukten und Impfstoffen Die Produktpalette ist hochspezialisiert technologisch anspruchsvoll und regulatorisch geschuetzt Dies verschafft CSL starke Marktpositionen insbesondere im Plasmaproteinmarkt mit rund 25 bis 30 Prozent Weltmarktanteil sowie als fuehrender Anbieter von Grippeimpfstoffen ueber die Tochtergesellschaft Seqirus
Das Geschaeftsmodell ist defensiv und margenstark mit stabiler Dividendenpolitik und hoher Kundenbindung Die Aktie konsolidiert seit rund fuenf Jahren weitgehend seitwaerts Hauptgruende sind eine zuvor sehr hohe Bewertung pandemiebedingte Rueckgaenge bei Plasmaspenden gestiegene Betriebskosten fehlende neue Wachstumstreiber und eine Anlegerrotation in wachstumsstarke Sektoren
Aktuelle Fundamentaldaten Juni 2025 Kurs ca 242 AUD KGV rund 28 Dividendenrendite etwa 17 Prozent Umsatz ca 246 Mrd AUD Jahresgewinn ca 444 Mrd AUD operative Marge etwa 26 Prozent Free Cash Flow solide Verschuldung moderat Beta 035 Die Bewertung liegt ueber dem historischen Durchschnitt aber deutlich unter frueheren Hoechststaenden
Ein Einstieg ist derzeit fundamental vertretbar wenn auch nicht guenstig Ein klarer Aufwaertskatalysator fehlt Dennoch bleibt CSL aufgrund seines stabilen Geschaeftsmodells und der globalen Marktstellung fuer langfristig orientierte Anleger mit Ertragsfokus attraktiv
Empfohlene Einstiegsstrategie bei Direktkauf ohne Sparplan Tranchenmodell 40 Prozent sofort 30 Prozent bei Kursrueckgang um 5 bis 8 Prozent 30 Prozent bei technischer Bestaetigung oberhalb 255 bis 260 AUD oder alternativ in Q3 oder Q4 je nach Newslage Dies reduziert das Timingrisiko und erhoeht die Flexibilitaet bei volatilen Maerkten
Fazit CSL ist aktuell eine defensive Halteposition mit stabilem Fundament begrenztem kurzfristigem Kurspotenzial und langfristigem Ertragspotenzial Ein gestaffelter Einstieg bietet den besten RisikoErtragsKompromiss
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| Boardmail an "MrTrillion3" |
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| Boardmail an "MrTrillion3" |
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CSL ist aus meiner Sicht zum Stand 20.04.2026 eines der qualitativ stärksten Gesundheitsunternehmen Australiens, aber aktuell keine „schöne“ Aktie. Operativ steckt hinter dem Unternehmen nach wie vor ein weltweit führender Biopharma-Konzern mit starker Stellung bei Plasmatherapien, Influenza-Impfstoffen sowie Therapien gegen Eisenmangel und Nierenerkrankungen. An der Börse ist CSL dagegen seit Monaten unter Druck, weil 2025/26 mehrere Probleme gleichzeitig sichtbar wurden: schwächere Dynamik in Teilen des Kerngeschäfts, Gegenwind bei Impfstoffen in den USA, Belastungen bei CSL Vifor, hohe Restrukturierungskosten, Abschreibungen und ein Führungswechsel an der Spitze. Genau das macht den Titel interessant, aber eben auch anspruchsvoll. Es ist kein kaputtes Unternehmen, sondern ein sehr gutes Unternehmen in einer operativ und strategisch unruhigen Phase. (CSL)
Zur Einordnung der Geschichte: CSL geht auf das Jahr 1916 zurück, als es in Australien gegründet wurde, um die medizinische Versorgung eines durch den Krieg isolierten Landes sicherzustellen. Später wurde das Unternehmen 1991 als CSL Limited inkorporiert und 1994 an der ASX börsennotiert. Aus dem früheren Commonwealth Serum Laboratories ist über Jahrzehnte ein globaler Spezialpharmakonzern geworden. Wichtige Entwicklungsschritte waren die Übernahme von Aventis Behring 2004, mit der das Plasmageschäft massiv ausgebaut wurde, der Erwerb des Novartis-Influenzaimpfstoffgeschäfts 2015, aus dem Seqirus geformt wurde, und die Übernahme von Vifor Pharma, die 2022 finalisiert wurde und CSL stärker in Eisenmangel und Nephrologie verankert hat. Diese Historie zeigt: CSL ist nicht durch Hype groß geworden, sondern durch lange operative Disziplin, internationale Expansion und gezielte Zukäufe. (CSL)
Die Geschäftsfelder sind heute klar gegliedert. Das wichtigste Segment ist CSL Behring mit Plasmaprodukten und Spezialtherapien für seltene und schwere Erkrankungen, darunter Immundefekte, Hämophilie, hereditäres Angioödem und perioperative Blutungen; dazu gehört auch das große Plasma-Sammelnetz von CSL Plasma. Das zweite große Standbein ist CSL Seqirus, einer der weltweit größten Anbieter von Influenza-Impfstoffen. Das dritte ist CSL Vifor, wo es um Eisenmangeltherapien und nephrologische Produkte geht. Genau diese Aufstellung macht das Geschäftsmodell grundsätzlich robust: seltene Erkrankungen, chronische Therapien, hohe regulatorische Eintrittsbarrieren, komplexe Herstellung und starke globale Vertriebsstrukturen. Das ist strukturell ein deutlich besseres Profil als bei vielen klassischen Pharmawerten, die stark an wenigen Patenten hängen. (CSL)
Fundamental war das Geschäftsjahr 2024/25 auf den ersten Blick stark. Der Umsatz stieg von 14,8 auf 15,56 Milliarden US-Dollar, währungsbereinigt auf 15,59 Milliarden US-Dollar; der operative Gewinn legte auf 6,83 Milliarden US-Dollar zu, die NPATA auf 3,219 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 3,303 Milliarden US-Dollar bei konstanten Wechselkursen. Der den CSL-Aktionären zurechenbare Gewinn nach Steuern lag bei 3,086 Milliarden US-Dollar. Zugleich verbesserte sich der ROIC von 10,5 auf 11,5 Prozent, der operative Cashflow stieg auf 3,56 Milliarden US-Dollar und der freie Cashflow auf 2,87 Milliarden US-Dollar. Für ein Unternehmen dieser Größe sind das starke Zahlen. Sie zeigen, dass das Grundgeschäft 2024/25 intakt war und dass CSL operativ immer noch hohe Qualität besitzt.
Auch die Segmentzahlen für 2024/25 lesen sich ordentlich. CSL Behring steigerte den Umsatz auf 11,16 Milliarden US-Dollar und den operativen Ergebnisbeitrag auf 4,70 Milliarden US-Dollar; die Bruttomarge stieg dort von 49,7 auf 51,0 Prozent. Seqirus kam auf 2,23 Milliarden US-Dollar Umsatz und 1,03 Milliarden US-Dollar operatives Ergebnis. CSL Vifor erzielte im Geschäftsjahr 2,23 Milliarden US-Dollar Umsatz, getragen von Nephrologie und trotz zunehmender Generikakonkurrenz bei Eisenprodukten. Dazu kamen 2024/25 Forschungs- und Entwicklungsausgaben von 1,359 Milliarden US-Dollar. Das ist wichtig, weil CSL kein bloßer Cashflow-Abschöpfer ist, sondern weiter substanziell in Pipeline und Indikationserweiterungen investiert.
Das Problem ist: Der Markt schaut nicht mehr auf FY25, sondern auf das, was danach schiefgelaufen ist. Im ersten Halbjahr 2025/26 sank der Konzernumsatz auf 8,33 Milliarden US-Dollar, währungsbereinigt minus 4 Prozent. Die zugrunde liegende NPATA ging auf 1,946 Milliarden US-Dollar für CSL-Aktionäre zurück, währungsbereinigt minus 7 Prozent. Der ausgewiesene Gewinn brach sogar massiv ein: Der berichtete, den Aktionären zurechenbare NPAT lag nur noch bei 401 Millionen US-Dollar, ein Rückgang um 81 Prozent. Ursache waren vor allem Restrukturierungskosten und Wertminderungen, außerdem politische und marktseitige Belastungen. Genau hier liegt der Grund für den Kursverfall: Nicht weil das Unternehmen grundsätzlich schwach wäre, sondern weil 2026 sichtbar wurde, dass Management, Portfolio und Marktumfeld gleichzeitig unter Druck geraten können.
In den einzelnen Bereichen sieht man die Baustellen klar. Bei CSL Behring lag der Halbjahresumsatz bei 5,5 Milliarden US-Dollar, 7 Prozent unter Vorjahr; insbesondere Immunglobuline litten unter Vergleichen mit einer starken Vorperiode und unter Medicare-Part-D-Reformen, Albumin unter politischen Änderungen in China. Positiv ist, dass neue Produkte wie ANDEMBRY bereits Traktion zeigen und laut Unternehmen schon von mehr als 1.000 Patienten genutzt werden. Seqirus meldete 1,6 Milliarden US-Dollar Umsatz, 2 Prozent weniger, was unter anderem daran lag, dass im Vorjahr nicht wiederkehrende Erlöse aus der Vogelgrippe enthalten waren. Vifor wuchs im Halbjahr auf 1,2 Milliarden US-Dollar Umsatz, plus 12 Prozent, bleibt aber bei Eisenprodukten durch Generikakonkurrenz unter Druck. Anders gesagt: Behring ist das Herzstück und muss wieder sauber auf Kurs kommen; Seqirus ist zyklischer und politischer, als vielen lieb ist; Vifor liefert Wachstum, aber nicht friktionsfrei.
Hinzu kamen 2026 zwei klare Warnsignale. Erstens musste CSL die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2026 bereits im Herbst 2025 zurücknehmen: Statt ursprünglich höherer Wachstumsziele peilt das Unternehmen seitdem nur noch etwa 2 bis 3 Prozent Umsatzwachstum und 4 bis 7 Prozent NPATA-Wachstum zu konstanten Wechselkursen an. Zweitens trat Paul McKenzie im Februar 2026 ab; Gordon Naylor übernahm zunächst interimistisch und wird auf der offiziellen Führungsseite aktuell als CEO und Managing Director geführt. Solche Wechsel passieren nicht im luftleeren Raum. Das ist ein Zeichen dafür, dass der Aufsichtsrat mit der Entwicklung unzufrieden war. Das muss man klar sagen. Für die Aktie ist das kurzfristig belastend, kann langfristig aber auch der Startpunkt für eine operative Bereinigung sein. (Reuters)
Bei der Dividende ist CSL kein klassischer Hochdividendenwert, sondern eher ein moderater Ausschütter mit Wachstumscharakter. Für 2025 wurden 145 US-Cent Schlussdividende und 130 US-Cent Zwischendividende gezahlt, zusammen also 275 US-Cent je Aktie. Für 2026 wurde bereits eine Interimdividende von 130 US-Cent angekündigt beziehungsweise gezahlt. Die Dividenden sind überwiegend unfranked oder niedrig frankiert; für viele deutsche Anleger ist also eher die absolute Ausschüttung als die steuerliche Attraktivität entscheidend. Bei einem Kurs um 137 bis 139 AUD lag die laufende Dividendenrendite zuletzt grob bei gut 2 Prozent. Das ist solide, aber nicht der Kaufgrund. Der Kaufgrund wäre eine operative Erholung bei einem gegenüber der Historie abgesunkenen Bewertungsniveau. (CSL Limited)
Zur Bewertung: Am 20.04.2026 lag der Kurs laut Yahoo Finance bei rund 137,38 AUD; Reuters zeigte für denselben Zeitraum eine Marktkapitalisierung von rund 66,6 Milliarden AUD, ein KGV von etwa 34 und eine Dividendenrendite von rund 2,17 Prozent. ASX nennt ähnliche Relationen mit einem KGV um 34,3 auf Basis der veröffentlichten Kennzahlen. Diese Bewertung wirkt auf den ersten Blick nicht billig, wenn man nur auf den gemeldeten 2026er Einbruch schaut. Im historischen Kontext ist sie aber deutlich niedriger als in vielen früheren Jahren, in denen CSL oft mit erheblichen Qualitätsaufschlägen gehandelt wurde. Morningstar zeigte Mitte April 2026 einen Kurs von 137,13 AUD und wies weiterhin einen Fair-Value-Ansatz aus, der über dem Börsenkurs lag. Übersetzt: Die Aktie ist nicht objektiv „spottbillig“, aber sie ist für ein Unternehmen dieses Kalibers klar günstiger geworden als es der Markt lange gewohnt war. (finance.yahoo.com)
Bei den Kurszielen ist wichtig: Das sind externe Schätzungen, keine Tatsachen. Der Analystenkonsens bei MarketScreener lag im April 2026 bei einem durchschnittlichen Ziel von rund 141,95 US-Dollar für das in den USA quotierte Papier, bei 16 Analysten und einer Konsenseinstufung „Buy“. Reuters und Morningstar deuten ebenfalls darauf hin, dass viele Beobachter die Aktie nach dem Absturz eher als Erholungskandidaten sehen als als strukturelles Problem. Man sollte solche Ziele aber nicht überhöhen. Sie sagen vor allem, dass der Markt bei Normalisierung wieder deutlich höhere Bewertungen für möglich hält. Für mich ist die entscheidende Frage nicht, ob ein 12-Monats-Kursziel 10 oder 15 Prozent höher liegt, sondern ob CSL in zwei bis drei Jahren wieder glaubwürdig als verlässliche Qualitätsmaschine wahrgenommen wird. (MarketScreener)
Für die nächsten 5 bis 15 Jahre bleiben die strukturellen Aussichten meines Erachtens gut. Plasma ist ein anspruchsvolles Geschäft mit hohen Eintrittsbarrieren, komplexer Logistik, regulatorischer Tiefe und starker Skalierung. Gerade in Immunglobulinen, Albumin und Spezialprodukten besitzt CSL weltweit starke Positionen. Die alternde Bevölkerung, bessere Diagnose seltener Erkrankungen, steigende Nachfrage nach spezialisierten Biologika und die globale Expansion hochwertiger Therapien sprechen grundsätzlich für den Konzern. Seqirus hat zudem strategischen Wert, weil Impfstoffproduktion nicht nur kommerziell, sondern auch gesundheitspolitisch relevant ist. Vifor gibt Zugang zu weiteren Indikationsfeldern außerhalb der klassischen Plasmawelt. Wenn CSL seine Transformation sauber umsetzt, die Margen im Plasmafeld weiter hebt und bei neuen Produkten besser liefert als zuletzt, ist das Unternehmen auch 2030 noch sehr wahrscheinlich ein Schwergewicht der globalen Biopharmaindustrie.
Die Risiken sind trotzdem real und nicht klein. Erstens ist das Plasmageschäft trotz hoher Qualität operativ komplex; Ausbeuten, Spenderkosten, Erstattungssysteme und geografische Nachfrage können die Profitabilität spürbar verschieben. Zweitens ist Seqirus politischer und volatiler, als ein reiner Qualitätsstempel vermuten lässt; niedrigere US-Impfquoten oder regulatorisch-politische Störungen schlagen schnell durch. Drittens bleibt bei Vifor der Preisdruck durch Generika ein Thema. Viertens ist die Pipeline nicht frei von Enttäuschungsrisiken. Und fünftens muss das Management nach der abrupten CEO-Ablösung erst wieder Vertrauen aufbauen. Das sind keine Nebengeräusche, sondern die zentrale Investmentfrage für die nächsten zwei Jahre.
Mein Fazit ist deshalb klar: CSL ist für mich kein kaputtes, sondern ein angeschlagenes Qualitätsunternehmen. Wer nur auf die letzten zwölf Monate schaut, sieht Gewinnrückgang, Abschreibungen, Führungschaos und eine schwache Aktie. Wer tiefer schaut, sieht aber weiterhin ein hochprofitables, global führendes Biopharmahaus mit starkem Burggraben, erheblichem Cashflow-Potenzial und guten langfristigen Wachstumstreibern. Für die nächsten 5 bis 15 Jahre halte ich das Unternehmen weiterhin für attraktiv. Für die Aktie gilt aber: Sie ist derzeit eher ein Turnaround im Qualitätsmantel als eine sorgenfreie Dauerläufer-Story. Genau deshalb kann sie interessant sein. Man kauft hier Stand 20.04.2026 nicht Perfektion, sondern die Hoffnung auf operative Normalisierung eines sehr guten Unternehmens. Ob das ein guter Einstieg ist, hängt vor allem davon ab, ob man dem neuen Führungsrahmen und der laufenden Transformation zutraut, das alte CSL-Niveau bei Kapitalrendite, Verlässlichkeit und Wachstum wiederherzustellen. Meine Einschätzung: langfristig positiv, kurzfristig klar belastet, insgesamt eher ein Kauf für geduldige Anleger als für Nervöse.
Autor: ChatGPT
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