Die Schulter-Kopf-Schulter-Formation (SKS) ist eines der bekanntesten und zuverlässigsten Umkehrmuster in der technischen Chartanalyse. Sie signalisiert das Ende eines Aufwärtstrends und den Beginn eines Abwärtstrends. Stell dir vor, der Kurs versucht verzweifelt, den Aufstieg fortzusetzen, verliert aber nach und nach die Puste. Der Aufbau einer SKS-Formation Das Muster besteht aus vier entscheidenden Komponenten: * Linke Schulter: Der Kurs steigt auf ein neues Hoch (den ersten Gipfel) und fällt dann wieder ab. * Kopf: Der Kurs steigt erneut und bildet ein noch höheres Hoch (den höchsten Punkt der Formation), bevor er wieder auf das Niveau des vorherigen Tiefs zurückfällt. * Rechte Schulter: Ein dritter Anstieg folgt, erreicht aber nicht mehr die Höhe des Kopfes, sondern bleibt meist auf dem Niveau der linken Schulter hängen. Das zeigt: Die Käufer haben keine Kraft mehr. * Nackenlinie: Das ist die Unterstützungslinie, die unter den Tiefpunkten (den „Tälern“) zwischen den Schultern und dem Kopf gezeichnet wird. Die Bedeutung für Trader Die SKS ist ein Trendwendemuster. Sobald der Kurs die Nackenlinie nach unten durchbricht, gilt das Muster als bestätigt. Das ist für viele Trader das Signal zum Verkauf oder für den Einstieg in eine Short-Position. So berechnet man das Kursziel Oft wird die Höhe der Formation genutzt, um das Mindestkursziel nach dem Ausbruch zu bestimmen. Die Formel lautet vereinfacht: > Wichtig: Eine SKS-Formation ist erst dann gültig, wenn die Nackenlinie wirklich durchbrochen wurde. Vorher ist es nur eine Vermutung – der Markt liebt es, Trader in die Falle zu locken! > Die „Umgekehrte SKS“ Es gibt das Ganze natürlich auch spiegelverkehrt am Ende eines Abwärtstrends. Man nennt sie die inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation. Sie signalisiert den Übergang von fallenden zu steigenden Kursen.
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