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Vienna Insurance Group Aktie: Post-Q3-Modell-Update, Ausblick unverändert
29.11.24 18:15
Raiffeisen Bank International AG
Wien (www.aktiencheck.de) - Vienna Insurance Group-Aktienanalyse von der Raiffeisen Bank International AG:
Rok Stibric, Analyst der Raiffeisen Bank International AG (RBI), rät die Aktie der Vienna Insurance Group AG (VIG) (ISIN: AT0000908504, WKN: A0ET17, Ticker-Symbol: WSV2, Wiener Börse-Symbol: VIG) nach wie vor zu kaufen.
Die Versicherungserlöse seien im dritten Quartal um 8% auf EUR 3.042 Mio. gestiegen, wobei Österreich (+6% auf EUR 2.642 Mio., getrieben durch Wachstum in der Nichtlebensversicherung), Polen (+14% auf EUR 1.026 Mio., angeführt von Sach- und Krankenversicherung) und die erweiterte CEE-Region um 14% auf EUR 2.645 Mio. gewachsen seien (getrieben von Rumänien, der Slowakei, den baltischen Staaten, Bulgarien und Ungarn). Auch die Spezialmärkte hätten einen deutlichen Anstieg um 21% auf EUR 634 Mio. verzeichnet, vor allem getrieben durch Wachstum in der Kfz- und Sachversicherung in der Türkei und der Krankenversicherung in Georgien.
Die Schade-/Kostenquote sei mit 94,3% im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben. Die Bruttoschäden durch den Sturm Boris würden auf rund EUR 600 Mio. geschätzt und hätten zu Nettoauswirkungen von rund EUR 70 Mio. geführt. Am stärksten betroffen seien Österreich, Tschechien und Polen gewesen. Ursprünglich habe Stibric mit Nettoauswirkungen von EUR 80-100 Mio. gerechnet, wobei sich gezeigt habe, dass die VIG über eine sehr gute Rückversicherungsdeckung verfüge. Die Solvency-II-Quote sei im Vergleich zum Vorquartal um sechs Prozentpunkte auf 259% gesunken und liege weiterhin deutlich über den regulatorischen und internen Zielen. Der Gewinn vor Steuern habe in den ersten neun Monaten 2024 EUR 667 Mio. erreicht, verglichen mit EUR 614 Mio. im Geschäftsjahr 2023.
Stibric habe seine Prognosen für das Geschäftsjahr 2024-2026 aktualisiert, um dem höheren Umsatzwachstum aus inflationsindexierten Prämien in Österreich und starken Vertragserneuerungen in Mittel- und Osteuropa Rechnung zu tragen. Aufgrund gestiegener Schäden aus Naturkatastrophen habe Stibric seine Prognose für das versicherungstechnische Ergebnis jedoch gesenkt. Die Schätzungen für das Nettoanlageergebnis seien aufgrund anhaltend höherer Zinsen angehoben worden, während für das Geschäftsjahr 2024 ein konservativerer Ansatz bei Wertminderungen erwartet werde. Die Analystenprognosen hinsichtlich der Dividendenausschüttungsquote würden unverändert bleiben.
Ausblick: Das Management habe seine Prognose für den Gewinn vor Steuern für das Geschäftsjahr 2024 bestätigt und peile das obere Ende der Bandbreite von EUR 825 bis 875 Mio. an. Mit Blick auf die Zukunft werde mit einer Verlangsamung des Umsatzwachstums in den kommenden Jahren gerechnet, da von sinkenden Inflationsraten in wichtigen Märkten auszugehen sei - insbesondere in Österreich, wo ein flacheres Wachstum erwartet werde. Das Management habe betont, dass die ersten positiven Effekte der Unternehmenskonsolidierungsbemühungen in Polen in Form von Profitabilitätsverbesserungen bereits sichtbar seien. Während zudem in Polen und Tschechien mit anhaltend hartem Wettbewerb gerechnet werde, sehe die VIG im Jahr 2025 Potenzial für Prämienerhöhungen in der Sach- und Betriebsversicherung. Der Rückversicherungsmarkt werde höchstwahrscheinlich angespannt bleiben, insbesondere aufgrund der zunehmenden Naturkatastrophen in Mitteleuropa. Das Management habe angekündigt, die Prognose für das Geschäftsjahr 2025 zusammen mit den Ergebnissen für das Geschäftsjahr 2024 im März 2025 vorzulegen.
Die Vienna Insurance Group habe im abgelaufenen Quartal eine solide Entwicklung der Versicherungserträge erzielt und habe es geschafft, die Nettobelastung durch den Sturm Boris auf ein Minimum zu begrenzen. Der Quartalsausblick stimme ebenso positiv.
Dementsprechend bestätigt Rok Stibric, Analyst der Raiffeisen Bank International AG, seine "Kauf"-Empfehlung für die Vienna Insurance Group-Aktie, die das Aufwärtspotenzial von 17% auf sein Kursziel von 34,00 EUR (unverändert) widerspiegele. Stibric stütze seine Bewertung auf den gewichteten beizulegenden Zeitwert gemäß dem Dividend Discount Gordon Growth Model (DDM GG), einer mehrwertbasierten Bewertung mit dem KGV der Vergleichsgruppe und einer PB/ROE-Regression. (Analyse vom 29.11.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:
Offenlegungen
3. RBI oder eine mit ihr verbundene juristische Person ist Market Maker oder Specialist oder Designated Sponsor oder Stabilisierungsmanager oder sonstiger Liquiditätsspender in den Finanzinstrumenten des Emittenten.
Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity (29.11.2024/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Rok Stibric, Analyst der Raiffeisen Bank International AG (RBI), rät die Aktie der Vienna Insurance Group AG (VIG) (ISIN: AT0000908504, WKN: A0ET17, Ticker-Symbol: WSV2, Wiener Börse-Symbol: VIG) nach wie vor zu kaufen.
Die Versicherungserlöse seien im dritten Quartal um 8% auf EUR 3.042 Mio. gestiegen, wobei Österreich (+6% auf EUR 2.642 Mio., getrieben durch Wachstum in der Nichtlebensversicherung), Polen (+14% auf EUR 1.026 Mio., angeführt von Sach- und Krankenversicherung) und die erweiterte CEE-Region um 14% auf EUR 2.645 Mio. gewachsen seien (getrieben von Rumänien, der Slowakei, den baltischen Staaten, Bulgarien und Ungarn). Auch die Spezialmärkte hätten einen deutlichen Anstieg um 21% auf EUR 634 Mio. verzeichnet, vor allem getrieben durch Wachstum in der Kfz- und Sachversicherung in der Türkei und der Krankenversicherung in Georgien.
Die Schade-/Kostenquote sei mit 94,3% im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben. Die Bruttoschäden durch den Sturm Boris würden auf rund EUR 600 Mio. geschätzt und hätten zu Nettoauswirkungen von rund EUR 70 Mio. geführt. Am stärksten betroffen seien Österreich, Tschechien und Polen gewesen. Ursprünglich habe Stibric mit Nettoauswirkungen von EUR 80-100 Mio. gerechnet, wobei sich gezeigt habe, dass die VIG über eine sehr gute Rückversicherungsdeckung verfüge. Die Solvency-II-Quote sei im Vergleich zum Vorquartal um sechs Prozentpunkte auf 259% gesunken und liege weiterhin deutlich über den regulatorischen und internen Zielen. Der Gewinn vor Steuern habe in den ersten neun Monaten 2024 EUR 667 Mio. erreicht, verglichen mit EUR 614 Mio. im Geschäftsjahr 2023.
Stibric habe seine Prognosen für das Geschäftsjahr 2024-2026 aktualisiert, um dem höheren Umsatzwachstum aus inflationsindexierten Prämien in Österreich und starken Vertragserneuerungen in Mittel- und Osteuropa Rechnung zu tragen. Aufgrund gestiegener Schäden aus Naturkatastrophen habe Stibric seine Prognose für das versicherungstechnische Ergebnis jedoch gesenkt. Die Schätzungen für das Nettoanlageergebnis seien aufgrund anhaltend höherer Zinsen angehoben worden, während für das Geschäftsjahr 2024 ein konservativerer Ansatz bei Wertminderungen erwartet werde. Die Analystenprognosen hinsichtlich der Dividendenausschüttungsquote würden unverändert bleiben.
Ausblick: Das Management habe seine Prognose für den Gewinn vor Steuern für das Geschäftsjahr 2024 bestätigt und peile das obere Ende der Bandbreite von EUR 825 bis 875 Mio. an. Mit Blick auf die Zukunft werde mit einer Verlangsamung des Umsatzwachstums in den kommenden Jahren gerechnet, da von sinkenden Inflationsraten in wichtigen Märkten auszugehen sei - insbesondere in Österreich, wo ein flacheres Wachstum erwartet werde. Das Management habe betont, dass die ersten positiven Effekte der Unternehmenskonsolidierungsbemühungen in Polen in Form von Profitabilitätsverbesserungen bereits sichtbar seien. Während zudem in Polen und Tschechien mit anhaltend hartem Wettbewerb gerechnet werde, sehe die VIG im Jahr 2025 Potenzial für Prämienerhöhungen in der Sach- und Betriebsversicherung. Der Rückversicherungsmarkt werde höchstwahrscheinlich angespannt bleiben, insbesondere aufgrund der zunehmenden Naturkatastrophen in Mitteleuropa. Das Management habe angekündigt, die Prognose für das Geschäftsjahr 2025 zusammen mit den Ergebnissen für das Geschäftsjahr 2024 im März 2025 vorzulegen.
Dementsprechend bestätigt Rok Stibric, Analyst der Raiffeisen Bank International AG, seine "Kauf"-Empfehlung für die Vienna Insurance Group-Aktie, die das Aufwärtspotenzial von 17% auf sein Kursziel von 34,00 EUR (unverändert) widerspiegele. Stibric stütze seine Bewertung auf den gewichteten beizulegenden Zeitwert gemäß dem Dividend Discount Gordon Growth Model (DDM GG), einer mehrwertbasierten Bewertung mit dem KGV der Vergleichsgruppe und einer PB/ROE-Regression. (Analyse vom 29.11.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:
Offenlegungen
3. RBI oder eine mit ihr verbundene juristische Person ist Market Maker oder Specialist oder Designated Sponsor oder Stabilisierungsmanager oder sonstiger Liquiditätsspender in den Finanzinstrumenten des Emittenten.
Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity (29.11.2024/ac/a/a)
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Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 67,10 € | 66,50 € | 0,60 € | +0,90% | 17.04./21:59 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| AT0000908504 | A0ET17 | 68,80 € | 39,20 € | |
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
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67,10 € | +0,90% | 17.04.26 |
| Hannover | 67,00 € | +1,36% | 17.04.26 |
| Hamburg | 66,90 € | +1,21% | 17.04.26 |
| Stuttgart | 66,70 € | +0,60% | 17.04.26 |
| Düsseldorf | 66,30 € | +0,45% | 17.04.26 |
| Frankfurt | 66,70 € | -1,48% | 17.04.26 |
| München | 66,60 € | -1,77% | 17.04.26 |
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