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United Airlines Aktie hebt ab - Anleger feiern Quartalsgewinn und Zwei-Prognosen-Strategie
16.04.25 17:25
Der Aktionär
Kulmbach (www.aktiencheck.de) - United Airlines-Aktienanalyse von "Der Aktionär":
Martin Mrowka vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie von United Airlines Holdings Inc. (ISIN: US9100471096, WKN: A1C6TV, Ticker-Symbol: UAL1, NASDAQ-Symbol: UAL) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.
Der von Donald Trump entfachte globale Handelskrieg führe zu massiven Marktverwerfungen. Die große US-Fluggesellschaft United Airlines gebe nun in ihrem Ausblick deshalb gleich zwei Prognosen ab. Das sorge bei den Anlegern für gute Kauflaune. Doch auch die Zahlen für das erste Quartal könnten sich sehen lassen.
Trumps Handelspolitik und seine weitreichenden Zölle hätten einen globalen Handelskrieg ausgelöst und die Wahrscheinlichkeit einer weltweiten Rezession erhöht, was viele Verbraucher zögern lasse, Geld für Reisen auszugeben. Die Erwartung eines sich wohl verschlechternden Nachfrage-Umfelds veranlasse die US-Fluggesellschaften, bei der Kapazitäts- und Kostenkontrolle einen vorsichtigen Ansatz zu verfolgen. Mehrere US-Fluggesellschaften würden bereits Flüge streichen, um eine Senkung von Flugpreisen zu vermeiden und so ihre Gewinnspannen zu schützen.
United Airlines, drittgrößte US-Fluggesellschaft, habe indes für das abgelaufene Quartal gestern nachbörslich einen über den Erwartungen liegenden Gewinn gemeldet. Trotz der unsicheren Rahmenbedingungen habe der Luftfahrtkonzern im ersten Quartal einen Anstieg der Passagierzahlen um 3,8 Prozent auf 40,8 Millionen verzeichnet. Die Umsätze seien um 5,4 Prozent und erreichten 13,2 Milliarden Dollar gestiegen.
Der Nettogewinn von United (UAL) habe sich auf 387 Millionen Dollar belaufen - ein bemerkenswerter Anstieg im Vergleich zu einem Verlust von 124 Millionen Dollar im Vorjahr. Der Gewinn pro Aktie habe 0,91 Dollar erreicht und die Analysten-Schätzungen deutlich übertroffen.
Im Januar habe das Unternehmen für das Jahr 2025 ehrgeizig einen bereinigten Gewinn von 11,50 bis 13,50 Dollar je Aktie prognostiziert. Ein Sprecher des Unternehmen habe nun gesagt, dass es immer noch davon ausgehe, diese Schätzung zu erreichen, wenn das Nachfrageumfeld stabil bleibe und die Treibstoffpreise auf dem derzeitigen Niveau bleiben würden.
Doch die wirtschaftliche Unsicherheit sei nach dem Zoll-Rundumschlag von Donald Trump so groß, dass UAL für das laufende Jahr zwei Prognosen abgegeben habe. Es gebe keine einhellige Meinung zur künftigen Konjunktur-Entwicklung mehr, habe United den ungewöhnlichen Schritt begründet. Deswegen müsse man sowohl für eine schwächere, aber stabile US-Wirtschaft als auch für eine Rezession planen.
Für den letzteren Fall einer schrumpfenden Wirtschaft rechne United mit einem Gewinn von 7 bis 9 Dollar pro Aktie. Bleibe die Wirtschaft stabil, dürften es weiterhin 11,50 bis 13,50 Dollar pro Aktie werden. Einige US-Ökonomen würden befürchten, dass die von Donald Trump ausgerufenen hohen Importzölle die US-Wirtschaft abwürgen könnten. Vom dritten Quartal an sollten die Kapazitäten bei Flügen innerhalb der USA um 4 Prozent reduziert werden, habe United angekündigt.
Für das laufende Quartal bis Juni erwarte die in Chicago ansässige Fluggesellschaft einen bereinigten Gewinn im Bereich von 3,25 bis 4,25 Dollar pro Aktie. Der Mittelwert der Prognose liege bei 3,75 Dollar pro Aktie, verglichen mit der durchschnittlichen Schätzung der Analysten von 3,93 Dollar, laut LSEG-Daten.
Die Prognose von United komme Tage, nachdem Branchen-Primus Delta Air Lines und Frontier Airlines ihre Prognosen für das Gesamtjahr zurückgenommen hätten, mit der Begründung, dass die Reisenachfrage angesichts der zunehmenden wirtschaftlichen Unsicherheit "weitgehend zum Stillstand gekommen ist".
Die schwächelnde Verbrauchernachfrage habe auch die Preissetzungsmacht der Branche untergraben. Nach Angaben des US-Arbeitsministeriums seien die Flugpreise in den USA im März um 5,3 Prozent gegenüber dem Vormonat gefallen und hätten damit den stärksten monatlichen Rückgang seit September 2021 verzeichnet.
United Airlines-Aktien seien in diesem Jahr bereits um gut 30 Prozent gefallen. Ein Zeichen für die pessimistische Stimmung der Anleger sei, dass das Short-Interesse an den Aktien des Unternehmens seit Mitte Februar um 45 Prozent gestiegen sei.
Am heutigen Mittwoch würden UAL-Aktien jedoch kräftig zulegen. Anleger hätten den Schritt mit der doppelten Prognose honoriert. Bis auf 70,74 Dollar steige die Aktie im frühen Handel, notiere zuletzt noch 3,4 Prozent im Plus bei 69,28 Dollar.
Die Analysten von Bank of America Securities hätten heute ihr Vertrauen in United Airlines bekräftigt. Analyst Andrew Didora habe die Leistung von United Airlines im ersten Quartal 2025 hervorgehoben und die Kaufempfehlung sowie das Kursziel von 100 US-Dollar für die Aktien des Unternehmens bestätigt. Der Gewinn pro Aktie von 0,91 Dollar habe seine Schätzung von 0,70 Dollar und auch die Konsensschätzung von 0,66 Dollar deutlich übertroffen.
"Dies war ein gut durchgeführtes Quartal, und wir erwarten, dass UAL angesichts seiner Premium-Umsatzbasis, seines starken Kundenbindungsprogramms und seiner soliden Bilanz überdurchschnittlich abschneiden wird", so die BofA in einer Mitteilung. Das "buy"-Rating für die Aktie sei beibehalten worden.
Barclays habe in einer Notiz geschrieben: "Stabile Buchungstrends in den letzten Wochen und ein geringeres Kapazitätswachstum im zweiten Halbjahr dürften den EPS in der vorherigen Spanne halten, ein starker Ausblick nach Monaten zunehmender fundamentaler Ängste bei Fluggesellschaften und speziell bei UAL-Aktien."
Das Geschäft von US-Fluggesellschaften im allgemeinen und von United Airlines im speziellen bleibe im Spannungsfeld zwischen globaler Handelsstreitigkeiten ungewiss. Der jüngste Rückgang von US-Reisen europäischer Fluggäste dürfte ein erstes Indiz für ein schwächeres zweites Quartal sein.
Anleger bleiben angesichts der Unsicherheiten besser an der Seitenlinie, so Martin Mrowka von "Der Aktionär" zur United Airlines-Aktie. (Analyse vom 16.04.2025)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (16.04.2025/ac/a/n)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Martin Mrowka vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie von United Airlines Holdings Inc. (ISIN: US9100471096, WKN: A1C6TV, Ticker-Symbol: UAL1, NASDAQ-Symbol: UAL) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.
Der von Donald Trump entfachte globale Handelskrieg führe zu massiven Marktverwerfungen. Die große US-Fluggesellschaft United Airlines gebe nun in ihrem Ausblick deshalb gleich zwei Prognosen ab. Das sorge bei den Anlegern für gute Kauflaune. Doch auch die Zahlen für das erste Quartal könnten sich sehen lassen.
Trumps Handelspolitik und seine weitreichenden Zölle hätten einen globalen Handelskrieg ausgelöst und die Wahrscheinlichkeit einer weltweiten Rezession erhöht, was viele Verbraucher zögern lasse, Geld für Reisen auszugeben. Die Erwartung eines sich wohl verschlechternden Nachfrage-Umfelds veranlasse die US-Fluggesellschaften, bei der Kapazitäts- und Kostenkontrolle einen vorsichtigen Ansatz zu verfolgen. Mehrere US-Fluggesellschaften würden bereits Flüge streichen, um eine Senkung von Flugpreisen zu vermeiden und so ihre Gewinnspannen zu schützen.
United Airlines, drittgrößte US-Fluggesellschaft, habe indes für das abgelaufene Quartal gestern nachbörslich einen über den Erwartungen liegenden Gewinn gemeldet. Trotz der unsicheren Rahmenbedingungen habe der Luftfahrtkonzern im ersten Quartal einen Anstieg der Passagierzahlen um 3,8 Prozent auf 40,8 Millionen verzeichnet. Die Umsätze seien um 5,4 Prozent und erreichten 13,2 Milliarden Dollar gestiegen.
Der Nettogewinn von United (UAL) habe sich auf 387 Millionen Dollar belaufen - ein bemerkenswerter Anstieg im Vergleich zu einem Verlust von 124 Millionen Dollar im Vorjahr. Der Gewinn pro Aktie habe 0,91 Dollar erreicht und die Analysten-Schätzungen deutlich übertroffen.
Im Januar habe das Unternehmen für das Jahr 2025 ehrgeizig einen bereinigten Gewinn von 11,50 bis 13,50 Dollar je Aktie prognostiziert. Ein Sprecher des Unternehmen habe nun gesagt, dass es immer noch davon ausgehe, diese Schätzung zu erreichen, wenn das Nachfrageumfeld stabil bleibe und die Treibstoffpreise auf dem derzeitigen Niveau bleiben würden.
Doch die wirtschaftliche Unsicherheit sei nach dem Zoll-Rundumschlag von Donald Trump so groß, dass UAL für das laufende Jahr zwei Prognosen abgegeben habe. Es gebe keine einhellige Meinung zur künftigen Konjunktur-Entwicklung mehr, habe United den ungewöhnlichen Schritt begründet. Deswegen müsse man sowohl für eine schwächere, aber stabile US-Wirtschaft als auch für eine Rezession planen.
Für den letzteren Fall einer schrumpfenden Wirtschaft rechne United mit einem Gewinn von 7 bis 9 Dollar pro Aktie. Bleibe die Wirtschaft stabil, dürften es weiterhin 11,50 bis 13,50 Dollar pro Aktie werden. Einige US-Ökonomen würden befürchten, dass die von Donald Trump ausgerufenen hohen Importzölle die US-Wirtschaft abwürgen könnten. Vom dritten Quartal an sollten die Kapazitäten bei Flügen innerhalb der USA um 4 Prozent reduziert werden, habe United angekündigt.
Für das laufende Quartal bis Juni erwarte die in Chicago ansässige Fluggesellschaft einen bereinigten Gewinn im Bereich von 3,25 bis 4,25 Dollar pro Aktie. Der Mittelwert der Prognose liege bei 3,75 Dollar pro Aktie, verglichen mit der durchschnittlichen Schätzung der Analysten von 3,93 Dollar, laut LSEG-Daten.
Die schwächelnde Verbrauchernachfrage habe auch die Preissetzungsmacht der Branche untergraben. Nach Angaben des US-Arbeitsministeriums seien die Flugpreise in den USA im März um 5,3 Prozent gegenüber dem Vormonat gefallen und hätten damit den stärksten monatlichen Rückgang seit September 2021 verzeichnet.
United Airlines-Aktien seien in diesem Jahr bereits um gut 30 Prozent gefallen. Ein Zeichen für die pessimistische Stimmung der Anleger sei, dass das Short-Interesse an den Aktien des Unternehmens seit Mitte Februar um 45 Prozent gestiegen sei.
Am heutigen Mittwoch würden UAL-Aktien jedoch kräftig zulegen. Anleger hätten den Schritt mit der doppelten Prognose honoriert. Bis auf 70,74 Dollar steige die Aktie im frühen Handel, notiere zuletzt noch 3,4 Prozent im Plus bei 69,28 Dollar.
Die Analysten von Bank of America Securities hätten heute ihr Vertrauen in United Airlines bekräftigt. Analyst Andrew Didora habe die Leistung von United Airlines im ersten Quartal 2025 hervorgehoben und die Kaufempfehlung sowie das Kursziel von 100 US-Dollar für die Aktien des Unternehmens bestätigt. Der Gewinn pro Aktie von 0,91 Dollar habe seine Schätzung von 0,70 Dollar und auch die Konsensschätzung von 0,66 Dollar deutlich übertroffen.
"Dies war ein gut durchgeführtes Quartal, und wir erwarten, dass UAL angesichts seiner Premium-Umsatzbasis, seines starken Kundenbindungsprogramms und seiner soliden Bilanz überdurchschnittlich abschneiden wird", so die BofA in einer Mitteilung. Das "buy"-Rating für die Aktie sei beibehalten worden.
Barclays habe in einer Notiz geschrieben: "Stabile Buchungstrends in den letzten Wochen und ein geringeres Kapazitätswachstum im zweiten Halbjahr dürften den EPS in der vorherigen Spanne halten, ein starker Ausblick nach Monaten zunehmender fundamentaler Ängste bei Fluggesellschaften und speziell bei UAL-Aktien."
Das Geschäft von US-Fluggesellschaften im allgemeinen und von United Airlines im speziellen bleibe im Spannungsfeld zwischen globaler Handelsstreitigkeiten ungewiss. Der jüngste Rückgang von US-Reisen europäischer Fluggäste dürfte ein erstes Indiz für ein schwächeres zweites Quartal sein.
Anleger bleiben angesichts der Unsicherheiten besser an der Seitenlinie, so Martin Mrowka von "Der Aktionär" zur United Airlines-Aktie. (Analyse vom 16.04.2025)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (16.04.2025/ac/a/n)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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| 80,00 € | 80,00 € | - € | 0,00% | 17.04./08:30 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| US9100471096 | A1C6TV | 101,80 € | 56,24 € | |
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
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80,00 € | 0,00% | 16.04.26 |
| Nasdaq | 95,01 $ | +0,78% | 16.04.26 |
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