Rohstoffe: Preisanstiege wie bei Rohöl sind eher die Ausnahme




08.07.24 11:00
DekaBank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - An den Rohstoffmärkten zeichnete sich in den vergangenen Wochen ein getrübtes Stimmungsbild ab, so die Analysten der DekaBank.

Vor allem bei den Edel- und den Industriemetallen hätten die Preise in der gesamten Breite nachgegeben. Im Bereich der Industriemetalle seien Kupfer und Nickel weiter unter Druck geraten, was auch Ausdruck der weiterhin gedämpften wirtschaftlichen Aktivität in China sein dürfte. Dies habe auch der jüngst veröffentlichte chinesische Einkaufsmanagerindex bestätigt, der im Juni im kontraktiven Bereich gelegen und die schlechte Stimmung damit unterstrichen habe. Bei den Edelmetallen habe Palladium das höchste Monatsplus verzeichnen können, wohingegen Platin und Silber nachgegeben hätten und Gold im Monatssaldo weitgehend unverändert geblieben sei. Damit scheine der Aufwärtstrend bei Gold erstmal vorbei zu sein, der Markt verharre momentan in einer Warteposition. Während der Erdgaspreis im Juni weitestgehend auf der Stelle getreten sei und die europäischen Speicher weiter sukzessive aufgefüllt würden, habe der Rohölpreis nach seiner Schwächephase von Anfang Juni wieder zugelegt. Der Kakaopreis habe im Juni zu den größten Verlierern gehört. Die Angebotssorgen aufgrund klimabedingter schwacher Ernten in den beiden wichtigsten Produzentenländern Ghana und der Elfenbeinküste schienen etwas nachgelassen zu haben.

Perspektiven: Ein nur moderates Wachstum, eine strukturell etwas erhöhte Inflation, vergleichsweise hohe Zinsen und anhaltende geopolitische Konflikte dürften die Entwicklung bis Ende 2025 prägen. Die konjunkturelle Schwächephase werde im Verlauf von 2024 überwunden werden. Aber das für den Rohstoffbereich sehr relevante chinesische Wachstum dürfte aufgrund hausgemachter Probleme auf absehbare Zeit schwach bleiben. Das neue globale Gleichgewicht werde längerfristig von stärkeren regionalen Produktionsmustern geprägt sein, und die Weltwirtschaft als Ganzes werde sich in den kommenden Jahren auf einem flachen Wachstumspfad bewegen. Somit sei insgesamt mit einer nur moderaten Zunahme der globalen Rohstoffnachfrage zu rechnen. Dies gelte insbesondere für konjunktursensible Rohstoffbereiche wie die Industriemetalle. Der Umbau hin zu einem nachhaltigeren Wirtschaften dürfte die Energiepreise strukturell erhöhen. Die Edelmetalle würden ab der zweiten Jahreshälfte 2024 durch die Geldpolitik etwas Unterstützung erfahren, und die geopolitische Risikoprämie könnte für längere Zeit erhöht bleiben. Grundsätzlich gelte es zu beachten, dass bei Rohstoffanlagen jederzeit starke Wertschwankungen auftreten könnten. (Volkswirtschaft Rohstoffe vom 04.07.2024) (08.07.2024/ac/a/m)






 
 
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