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Rheinmetall Aktie: Jahresendrally nicht zu stoppen




02.12.24 09:38
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Rheinmetall-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Maximilian Völkl vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Rheinmetall AG (ISIN: DE0007030009, WKN: 703000, Ticker-Symbol: RHM, NASDAQ OTC-Symbol: RNMBF) unter die Lupe.

Die Jahresendrally bei Rheinmetall sei derzeit nicht zu stoppen. Und es deute viel darauf hin, dass die Börsenparty noch nicht vorbei sei. Denn die Nachfrage in der Branche sei weiter riesig. So hätten die 100 größten Rüstungskonzerne der Erde angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, des Gaza-Kriegs und zahlreicher weiterer Konflikte in der Welt wieder deutlich mehr schwere Waffen verkauft.

Ihr Umsatz aus dem Verkauf von Rüstungsgütern und Militärdienstleistungen sei im Jahr 2023 nach einem Rückgang im Vorjahr um währungsbereinigte 4,2 Prozent auf insgesamt 632 Milliarden Dollar (knapp 600 Milliarden Euro) gewachsen. Das habe das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri in einem am Montag veröffentlichten Bericht mitgeteilt. Die vier deutschen gelisteten Konzerne hätten zusammen um 7,5 Prozent auf insgesamt 10,7 Milliarden Dollar (10,1 Milliarden Euro) zugelegt.

Viele Rüstungskonzerne hätten ihre Produktion hochgefahren, um damit auf die wachsende Nachfrage zu reagieren, würden die Friedensforscher schreiben. 2024 dürfte sich der deutliche Anstieg der Rüstungsverkäufe nach Einschätzung des Sipri-Experten Lorenzo Scarazzato weiter fortsetzen. Die Einnahmen spiegelten noch immer nicht das vollständige Ausmaß der Nachfrage wider und viele der Unternehmen hätten Rekrutierungskampagnen gestartet - das deute darauf hin, dass sie zuversichtlich auf ihre künftigen Verkaufszahlen blickten.

Etwa die Hälfte der weltweiten Rüstungseinnahmen seien auf das Konto von Konzernen mit Hauptsitz in den USA gegangen: Sie hätten die ersten fünf Plätze und insgesamt 41 der Unternehmen in den Top 100 ausgemacht und seien nach einem Zuwachs um 2,5 Prozent auf einen Gesamtwert von 317 Milliarden Dollar gekommen. Die beiden größten Rüstungskonzerne der Erde - Lockheed Martin und RTX (ehemals Raytheon Technologies) - hätten jedoch leichte Rückgänge verzeichnet.

Kleinere Waffenproduzenten seien nach Sipri-Angaben generell effizienter dabei gewesen, die Nachfrage zu decken, die durch Ukraine- und Gaza-Krieg sowie Spannungen in Ostasien und diverse Aufrüstungsprogramme entstanden sei. Großkonzerne wie Lockheed Martin und RTX seien dagegen oft auf komplexe, mehrstufige Lieferketten angewiesen, was sie 2023 anfällig für anhaltende Lieferkettenprobleme gemacht habe, habe der Sipri-Experte Nan Tian erklärt. Dies sei vor allem im Luftfahrtsektor und bei Raketen der Fall gewesen.

In keiner Weltregion sei der Anstieg der Rüstungsverkäufe dagegen kleiner als in Europa (ohne Russland) gewesen. Dort hätten sie um lediglich 0,2 Prozent auf 133 Milliarden Dollar zugenommen. Dahinter verberge sich jedoch ein differenzierteres Bild, hätten die Friedensforscher angemerkt: Die europäischen Konzerne hätten in erster Linie ältere Verträge für komplexe Waffensysteme mit längeren Vorlaufzeiten abgearbeitet, womit ihre Zahlen nicht den Anstieg der Neuaufträge widergespiegelt hätten.

Zugleich hätten es einige europäische Rüstungshersteller geschafft, die Nachfrage im Zuge des Ukraine-Kriegs zu bedienen - darunter auch deutsche: Rheinmetall (Platz 26) zum Beispiel als größter Rüstungskonzern der Bundesrepublik habe nach Sipri-Angaben seine Kapazitäten für die Produktion von 155-mm-Munition gesteigert und seinen Umsatz mit der Lieferung von Leopard-Panzern sowie Neuaufträgen ankurbeln können. Die Folge: ein Plus von zehn Prozent auf 5,5 Milliarden Dollar.

Die Friedensorganisation Greenpeace habe von einer "massiven Dominanz" von Konzernen aus den USA und Europa gesprochen, die rund zwei Drittel der Unternehmen in den Top 100 ausgemacht hätten. "Die Zahlen stehen im offenen Widerspruch zu der angeblich unzureichenden Verteidigungsfähigkeit des Westens und Forderungen nach mehr und mehr Aufrüstung", habe Greenpeace-Abrüstungsexperte Alexander Lurz moniert.

Rheinmetall profitiere von den weltweit hohen Ausgaben für Verteidigung. Volle Auftragsbücher dürften Umsatz und Marge weiter steigen lassen. Die Bewertung der Aktie lasse weiter Raum nach oben.

Anleger lassen die Gewinne laufen, so Maximilian Völkl von "Der Aktionär". (Analyse vom 02.12.2024)

Mit Material von dpa-AFX

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Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Rheinmetall. (02.12.2024/ac/a/d)

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