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Rheinmetall Aktie: Für die Rüstungsaktien geht es wieder nach oben




23.12.24 12:45
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Rheinmetall-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Jan-Paul Fóri vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Rheinmetall AG (ISIN: DE0007030009, WKN: 703000, Ticker-Symbol: RHM, NASDAQ OTC-Symbol: RNMBF) unter die Lupe.

Für die Rüstungsaktien gehe es zum Start der vorletzten Handelswoche des Jahres wieder nach oben. Grund dafür sei ein Interview Mark Rutte. Der NATO-Generalsekretär habe sich darin zu Donald Trump, dem Ukraine-Krieg sowie der Ukraine-Politik von Bundeskanzler Scholz geäußert und damit für steigende Kurse bei Rheinmetall und Co gesorgt.

Der designierte US-Präsident plane, die anderen NATO-Staaten stärker finanziell in die Pflicht zu nehmen und habe in der Vergangenheit bereits mit einem Austritt der USA aus der NATO gedroht, sollten die säumigen Partner ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. 2% des Bruttoinlandsprodukts sollten alle Mitgliedsstaaten für die eigene Verteidigung ausgeben.

Der seit Oktober amtierende NATO-Generalsekretär Rutte sehe darin aber auch etwas Positives. Auf die Frage "Was kommt jetzt auf uns zu?" habe der Niederländer der Deutschen Presse-Agentur geantwortet: "Ich denke, wir können Donald Trump dafür dankbar sein, dass wir jetzt bei Verteidigungsausgaben in Höhe von zwei Prozent des BIP stehen - nicht jeder einzelne Verbündete ist bei zwei Prozent, aber in der Gesamtheit. Es war Trump, der 2017 den Anschub dafür gab, auch wenn wir natürlich selbst die Notwendigkeit gespürt haben und dann der Angriffskrieg in der Ukraine begann. Er wird wollen, dass wir mehr tun, und er hat recht damit. Wir müssen mehr tun. Wir sind jetzt in Europa bei zwei Prozent, aber in vier bis fünf Jahren haben wir ein Problem mit der Abschreckung, wenn wir nicht mehr ausgeben."

Deutschland habe in diesem Jahr insgesamt rund 71 Mrd. Euro für Verteidigung ausgegeben. Das entspreche rund 2,12% des BIPs. Damit habe Deutschland erstmals sein Ziel erreicht. Auch 2025 solle das Zwei-Prozent-Ziel mit geschätzten 2,1% knapp erreicht werden. Ermöglicht werde dies allerdings nur durch das Sondervermögen Bundeswehr, das eine temporäre Maßnahme darstelle. Nach dessen Ausschöpfung werde eine deutliche Erhöhung des regulären Verteidigungshaushalts erforderlich sein, um das Zwei-Prozent-Ziel auch in Zukunft zu erreichen.

Neben Deutschland würden voraussichtlich 22 weitere NATO-Mitgliedsstaaten von insgesamt 32 das Zwei-Prozent-Ziel erreichen. Im Gegensatz dazu würden Länder wie Spanien, Slowenien, Luxemburg, Belgien, Kanada, Italien oder Portugal deutlich unter diesem Wert bleiben. Ihre Militärausgaben dürften sich schätzungsweise zwischen 1,28 und 1,55% des BIPs bewegen. Diese Länder müssten demnach zukünftig noch mehr in Rüstung investieren.

Um die Ukraine in eine stärkere Verhandlungsposition gegenüber Russland zu bringen, die möglicherweise zu einem Waffenstillstand führen könnte, halte Rutte weitere Waffenlieferungen für notwendig. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur habe der NATO-Generalsekretär erklärt: "Wir müssen sicherstellen, dass die Ukraine, die sich derzeit in einer schwierigen Lage befindet, in eine starke Position kommt. Deshalb müssen wir dringend sicherstellen, dass wir zusätzliche militärische Unterstützung für die Ukraine bereitstellen."

Noch mehr Waffen für die Ukraine? Das gehe nur mit weiteren Aufträgen für Rheinmetall, RENK und HENSOLDT. Vor diesem Hintergrund könnten alle drei Rüstungsaktien am Montag wieder etwas zulegen. Setze sich diese Erholung bis zum Jahresende fort, könnte eine stärkere Korrektur vorerst abgewendet werden. "Der Aktionär" bleibe für Rheinmetall und RENK bullish gestimmt. Die HENSOLDT-Aktie sei hingegen keine laufende Empfehlung, so Jan-Paul Fóri vom Anlegermagazin "Der Aktionär" in einer aktuellen Aktienanalyse. (Analyse vom 23.12.2024)

(Mit Material von dpa-AFX)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (23.12.2024/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.








 
 
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