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Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Rezession plus Inflation: Eine solche Prognose ist das Schlimmste, das einer Volkswirtschaft widerfahren kann, so Dr. Eberhardt Unger von "fairesearch".
Für eine drohende Rezession gebe es ebenso wie bei Inflation wissenschaftliche Handlungskonzepte. Bei einer Rezession gelte für Zentralbank und Regierung: Leitzinsen senken, Geldmenge erhöhen, Deficit Spending. Bei drohender Inflation das Gegenteil: Leitzinsen erhöhen, restriktive Geldpolitik, staatliche Ausgaben kürzen. Doch was sei zu tun, wenn eine Rezession bei gleichzeitigen inflationären Tendenzen drohe? Eine wahre Zwickmühle für Zentralbank und Regierung! Aktuell würden die Weltwirtschaft, die USA, China, die Eurozone und Deutschland genau in diesem Problem stecken.
Der IMF habe seine Prognosen für die Weltwirtschaft auf 2,7% BIP-Wachstum gekürzt. Dabei stelle er aber eine zunehmende Unsicherheit über das Wachstum heraus. Die Szenarien würden von 1 bis 4% reichen. Für 2022 werde ein reales Wachstum von 3,2% angenommen. Die Eurozone stehe dabei am Schlusslicht mit nur noch 0,5% im nächsten Jahr.
In den USA würden die restriktivere Geldpolitik und die angespannten Finanzkonditionen zu einem Rückgang des BIP Wachstums auf 1% führen. Ende September habe der CPI bei 8,3% und der zeitlich vorauslaufende Produzentenpreisindex bei 8,5% verharrt. Das ursprüngliche Ziel der Zentralbank für Preisstabilität des CPI habe bei 2% gelegen. Für China habe der IWF seine Konjunkturprognosen für nächstes Jahr auf 4,4% gesenkt. Die Eurozone sei hauptsächlich durch den Krieg in der Ukraine und die Energieknappheit betroffen. Der Frühindikator der europäischen Kommission habe seinen Abwärtstrend in letzter Zeit sogar noch verstärkt.
Die Preiserwartungen würden für beide Regionen unverändert ansteigen. Von einer sich abzeichnenden Stabilisierung könne noch keine Rede sein. Doch der Basiseffekt dürfte im nächsten Jahr trotzdem die Inflationsraten wieder drücken. In der Zwischenzeit aber sei ein noch weiterer Anstieg möglich. Das ursprüngliche Ziel der EZB für Preisstabilität habe bei knapp unter 2% gelegen.
Wie sehr eine Abkehr von den wissenschaftlichen Handlungskonzepten eine Volkswirtschaft in eine desaströse Lage führen könne, zeige das gegenwärtige Beispiel Großbritannien. Brexit, Zollgrenze mit Irland, unausgewogene Coronapolitik, ultra-expansive Geldpolitik, Inflation, erneuter Zinsanstieg durch Leitzinserhöhungen, Crash an den Rentenmärkten, Notenbank kaufe Anleihen, Fall des Pfund Sterling, Ankündigung von Unternehmenssteuersenkungen, Umschalten auf Unternehmenssteuererhöhungen usw.
Die EZB stehe vor oder bereits in einer ähnlichen Problematik. Zu lange sei an der lockeren Geldpolitik festgehalten und nur zögerlich die Leitzinsen erhöht worden. Der Euro sei besonders schwach und heize die Inflationsgefahren weiter an. Die Konjunkturentwicklung spreche gegen weitere Zinserhöhungen, doch die Teuerung erzwinge sie. So würden wohl noch weitere zwei Leitzinserhöhungen von jeweils 0,75% noch in diesem Jahr zu erwarten sein.
Für die Wirtschafts- und Geldpolitik bedeute eine Konjunkturberuhigung bei immer noch hoher Inflation eine Zwickmühle. In diesem Umfang sei sie neu, und es gebe kein Rezept der Wissenschaft, um aus dieser Lage schnell herauszukommen. Die Zentralbanken hätten zu spät von ihrer ultra-expansiven Geldpolitik umgeschaltet auf eine neutrale Haltung. Die jetzt bevorstehenden Erhöhungen der Leitzinsen würden die Finanzmärkte nach einiger Zeit weiter belasten. Die EZB dürfte noch zweimal ihren Leitzins um je 0,75% erhöhen.
Festgeldzinsen seien immer noch sehr viel niedriger als die Inflationserwartungen, würden aber in nächster Zeit steigen. Am Aktienmarkt belaste allgemein die Aussicht auf sinkende Unternehmensgewinne. Einzige Ausnahmen seien erneuerbare Energien und Edelmetalle. Am Rentenmarkt seien die längeren Renditen so niedrig, dass keine reale Verzinsung erzielt werden könne und Kursverluste drohen würden. (Ausgabe vom 16.10.2022) (17.10.2022/ac/a/m)
Für eine drohende Rezession gebe es ebenso wie bei Inflation wissenschaftliche Handlungskonzepte. Bei einer Rezession gelte für Zentralbank und Regierung: Leitzinsen senken, Geldmenge erhöhen, Deficit Spending. Bei drohender Inflation das Gegenteil: Leitzinsen erhöhen, restriktive Geldpolitik, staatliche Ausgaben kürzen. Doch was sei zu tun, wenn eine Rezession bei gleichzeitigen inflationären Tendenzen drohe? Eine wahre Zwickmühle für Zentralbank und Regierung! Aktuell würden die Weltwirtschaft, die USA, China, die Eurozone und Deutschland genau in diesem Problem stecken.
Der IMF habe seine Prognosen für die Weltwirtschaft auf 2,7% BIP-Wachstum gekürzt. Dabei stelle er aber eine zunehmende Unsicherheit über das Wachstum heraus. Die Szenarien würden von 1 bis 4% reichen. Für 2022 werde ein reales Wachstum von 3,2% angenommen. Die Eurozone stehe dabei am Schlusslicht mit nur noch 0,5% im nächsten Jahr.
In den USA würden die restriktivere Geldpolitik und die angespannten Finanzkonditionen zu einem Rückgang des BIP Wachstums auf 1% führen. Ende September habe der CPI bei 8,3% und der zeitlich vorauslaufende Produzentenpreisindex bei 8,5% verharrt. Das ursprüngliche Ziel der Zentralbank für Preisstabilität des CPI habe bei 2% gelegen. Für China habe der IWF seine Konjunkturprognosen für nächstes Jahr auf 4,4% gesenkt. Die Eurozone sei hauptsächlich durch den Krieg in der Ukraine und die Energieknappheit betroffen. Der Frühindikator der europäischen Kommission habe seinen Abwärtstrend in letzter Zeit sogar noch verstärkt.
Wie sehr eine Abkehr von den wissenschaftlichen Handlungskonzepten eine Volkswirtschaft in eine desaströse Lage führen könne, zeige das gegenwärtige Beispiel Großbritannien. Brexit, Zollgrenze mit Irland, unausgewogene Coronapolitik, ultra-expansive Geldpolitik, Inflation, erneuter Zinsanstieg durch Leitzinserhöhungen, Crash an den Rentenmärkten, Notenbank kaufe Anleihen, Fall des Pfund Sterling, Ankündigung von Unternehmenssteuersenkungen, Umschalten auf Unternehmenssteuererhöhungen usw.
Die EZB stehe vor oder bereits in einer ähnlichen Problematik. Zu lange sei an der lockeren Geldpolitik festgehalten und nur zögerlich die Leitzinsen erhöht worden. Der Euro sei besonders schwach und heize die Inflationsgefahren weiter an. Die Konjunkturentwicklung spreche gegen weitere Zinserhöhungen, doch die Teuerung erzwinge sie. So würden wohl noch weitere zwei Leitzinserhöhungen von jeweils 0,75% noch in diesem Jahr zu erwarten sein.
Für die Wirtschafts- und Geldpolitik bedeute eine Konjunkturberuhigung bei immer noch hoher Inflation eine Zwickmühle. In diesem Umfang sei sie neu, und es gebe kein Rezept der Wissenschaft, um aus dieser Lage schnell herauszukommen. Die Zentralbanken hätten zu spät von ihrer ultra-expansiven Geldpolitik umgeschaltet auf eine neutrale Haltung. Die jetzt bevorstehenden Erhöhungen der Leitzinsen würden die Finanzmärkte nach einiger Zeit weiter belasten. Die EZB dürfte noch zweimal ihren Leitzins um je 0,75% erhöhen.
Festgeldzinsen seien immer noch sehr viel niedriger als die Inflationserwartungen, würden aber in nächster Zeit steigen. Am Aktienmarkt belaste allgemein die Aussicht auf sinkende Unternehmensgewinne. Einzige Ausnahmen seien erneuerbare Energien und Edelmetalle. Am Rentenmarkt seien die längeren Renditen so niedrig, dass keine reale Verzinsung erzielt werden könne und Kursverluste drohen würden. (Ausgabe vom 16.10.2022) (17.10.2022/ac/a/m)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 23.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||
Werte im Artikel
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
| Bundesbank | 2,70 % | +42,11% | 31.03.26 |
= Realtime
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