RÖDER AG - sehr effizient und flexibel aufgestellt




05.04.11 15:25
aktiencheck.de EXKLUSIV

Büdingen-Wolferborn (aktiencheck.de AG) - Die RÖDER AG (ISIN DE0007066003 / WKN 706600) aus Büdingen, einer der Weltmarktführer in der Zeltbranche, konnte von der überraschend kräftigen Belebung des Veranstaltungsmarkts nach dem Krisenjahr 2009 stark profitieren und für das Geschäftsjahr 2010 sehr gute Zahlen vorweisen. "Auch wenn wir für 2010 eine gewisse Erholung erwarteten, hat uns das vergangene Jahr doch positiv überrascht. Mit unseren flexiblen Kostenstrukturen konnten wir wieder voll durchstarten und so von der anhaltend guten Entwicklung überdurchschnittlich profitieren. Vor diesem Hintergrund wird die Verwaltung der Hauptversammlung voraussichtlich wieder die Ausschüttung einer attraktiven Dividende, ähnlich wie im Vorjahr, vorschlagen", so der Vorstandsvorsitzende der RÖDER AG Rüdiger Blasius.

aktiencheck.de EXKLUSIV führte ein kurzes Interview mit Herrn Rüdiger Blasius, dem Vorstandsvorsitzenden der RÖDER AG.

aktiencheck.de EXKLUSIV: Nach dem Krisenjahr 2009 konnte sich der Veranstaltungsmarkt 2010 überraschend gut erholen und Ihre Gesellschaft dadurch das Geschäft deutlich ausweiten und gute Gewinne erzielen. Gehen Sie für das Geschäftsjahr 2011 von der Fortsetzung dieser positiven Entwicklung aus oder rechnen Sie vielleicht sogar damit, noch bessere Ergebnisse präsentieren zu können?

RÖDER AG: Nach derzeitigem Kenntnisstand können wir auch für das Jahr 2011 von einem guten Jahr für den Eventmarkt ausgehen, auch wenn die Zuwächse sich normalisieren werden. Speziell für unser Leistungsangebot spielen beispielsweise die "Automobiler" unmittelbar über Firmenveranstaltungen und mittelbar über Sport-Sponsoring eine bedeutende Rolle. Und denen geht es derzeit prächtig.

aktiencheck.de EXKLUSIV: Die wesentlichen Absatzimpulse kamen 2010 über die Vermietung und aus dem Auslandsgeschäft. Für welche Geschäftsbereiche der RÖDER AG sind Sie für das Jahr 2011 besonders zuversichtlich?

RÖDER AG: Derzeit hat der Verkauf aufgeholt, aber die Vermietung bleibt dominanter. Es dauert nach wirtschaftlich schwierigeren Zeiten immer länger, bis der Investitionsmarkt "Verkauf" nachzieht. Ist also ganz normal. Regional bleibt das Ausland dominant und wichtig.

aktiencheck.de EXKLUSIV: Der Umsatz der RÖDER AG ist 2010 um etwa 18% auf 55 Mio. EUR gestiegen. Dieses Wachstum wurde aus eigener Kraft generiert; weder Akquisitionen noch irgendwelche einmaligen Sonderumsätze (z.B. aus Großveranstaltungen) haben dazu beigetragen. Insofern kann man hier von einer echten Markterholung sprechen. Wollen Sie nach wie vor, zumindest was die nähere Zukunft angeht, ausschließlich organisch wachsen oder kommen für die RÖDER AG demnächst auch Zukäufe infrage?

RÖDER AG: Wir, das Management, haben uns 2007 mit unserem Partner Zurmont Madison Management AG, Zürich, zusammengetan, um zukünftig auch vermehrt externes Wachstum über Akquisitionen generieren zu können. Wir tun dies aber sehr bewusst mit Augenmaß und kaufen nicht gerade "was nicht schnell genug auf die Bäume kommt". Also: Strategisch attraktive Targets interessieren uns schon sehr, aber es muss wirklich Sinn machen.

aktiencheck.de EXKLUSIV: Die Kosten sind in absoluten Zahlen infolge der verbesserten Absatzlage gestiegen. Als prozentualer Anteil an der Gesamtleistung haben sich dagegen alle Kostenpositionen verbessert. Die Rohgewinnmarge hat auf 51% zugenommen. Mit einer Betriebsergebnismarge von 6,2% bewegt sich Ihre Gesellschaft damit wieder im Korridor der langfristigen Zielsetzung von 5% bis 10%. Plant die RÖDER AG aufgrund der in den letzten Monaten allgemein wieder etwas stärker steigenden Preisen die erhöhten Kosten an Ihre Kunden weiterzugeben oder wollen Sie an der Preisschraube auf gar keinen Fall drehen? Wie stark ist momentan der Wettbewerbsdruck in Ihrer Branche insgesamt?

RÖDER AG: Der Wettbewerbsdruck war und ist in unserer Branche groß, und das wurde durch das Krisenjahr 2009 sicher nicht entspannt. Wir sind aber sehr effizient und flexibel aufgestellt und brauchen uns da sicher nicht zu verstecken. Außerdem, glaube ich, gibt es kaum noch Branchen ohne erheblichen Wettbewerbsdruck. Dieses "Schicksal" teilen wir mit vielen anderen. Die steigenden Rohstoffpreise lassen sich recht gut an den Markt weitergeben, da die wesentlichen Wettbewerber mit den gleichen Technologien und Werkstoffen arbeiten und insofern alle Anbieter einem vergleichbaren Kostendruck unterliegen.

aktiencheck.de EXKLUSIV: Das Konzerneigenkapital ist mit 37,8 Mio. EUR fast unverändert geblieben und die Eigenkapitalquote hat bei 67% gelegen. Diese Zahlen sehen auch recht ordentlich aus. Will die RÖDER AG dennoch Ihr Eigenkapital in Zukunft weiter stärken oder gibt sich die Unternehmensführung in dieser Hinsicht mit dem bisherigen Stand zufrieden?

RÖDER AG: Die derzeitige quotale Eigenkapitalausstattung ist sicher sehr auskömmlich. Deshalb haben wir uns ja auch für eine sehr aktionärsfreundliche Dividendenpolitik entschieden. Im Falle von größeren Akquisitionen entsteht aber natürlich Kapitalbedarf, den wir anteilig auch über ein höheres Eigenkapital darstellen würden - sowohl aus internen wie externen Quellen.

aktiencheck.de EXKLUSIV bedankt sich für dieses Interview und wünscht der RÖDER AG weiterhin viel geschäftlichen Erfolg. (05.04.2011/ac/e/i)




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