Peugeot: Fusion zwischen PSA und FIAT Chrysler beschlossen - Aktienanalyse




18.12.19 12:46
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Peugeot-Aktienanalyse von Analyst Frank Schwope von der NORD LB:

Frank Schwope, Analyst der NORD LB, rät in einer aktuellen Aktienanalyse weiterhin zum Verkauf der Aktie des Autobauers PSA Peugeot Citroën S.A. (ISIN: FR0000121501, WKN: 852363, Ticker-Symbol: PEU, EN Paris: UG, NASDAQ OTC-Symbol: PEUGF) und senkt das Kursziel von 22 auf 19,50 Euro.

Der zweite Fusionsversuch sitze, nachdem FIAT Chrysler bereits Ende Mai dieses Jahres mit dem Vorschlag einer Fusion an den französischen Renault-Konzern herangetreten sei, so der Analyst in einer heute veröffentlichten Studie. Dieser Fusionsvorschlag sei aber bereits Anfang Juni von den Italienern zurückgezogen worden. Die jetzige Fusion komme nicht überraschend. FIAT Chrysler und der PSA-Konzern stünden in der aktuellen Automobilwelt relativ allein auf weiter Flur und würden insbesondere bei Zukunftstechnologien wie der Elektromobilität und dem Autonomen Fahren weit hinter der Konkurrenz herhinken. Mangels Größe im Vergleich zu anderen Autokonzernen seien beide Unternehmen bereits jetzt zu verstärkten Kooperationen gezwungen, um die Kosten zu senken. Auch wenn FIAT Chrysler kurz mit Renault geflirtet habe, erachte Schwope doch den PSA-Konzern aufgrund der gemeinsamen Produkthistorie als den "natürlicheren" Fusionspartner für FIAT Chrysler. Grundsätzlich mache eine Fusion von FIAT Chrysler und PSA absolut Sinn. Zusammen kämen Fiat Chrysler und PSA auf einen Absatz von rund 8,7 Mio. Autos pro Jahr und lägen damit trotzdem noch hinter den größten Automobilherstellern der Welt wie Volkswagen, Toyota und Renault/Nissan, die jeweils mehr als 10 Mio. Fahrzeuge pro Jahr verkaufen würden. Ob tatsächlich Synergien von 3,7 Mrd. Euro pro Jahr gehoben werden könnten, dürfe bezweifelt werden, ebenso, dass die Fusion ohne Werksschließungen auskomme. Die Fusion zwischen FCA und PSA könne der Auftakt zu weiteren Fusionsrunden in der Automobilindustrie sein.Hierfür in Frage kämen sicherlich Volkswagen und Ford, General Motors und Honda sowie das japanische Konglomerat aus Toyota, Subaru, Suzuki und Mazda, aber auch nicht zuletzt aufgrund ihrer relativ geringen Größe sowie ähnlicher Produktpaletten BMW und Daimler.

Frank Schwope, Analyst der NORD LB, empfiehlt, die "Fusionseuphorie" zum Ausstieg aus der Peugeot-Aktie zu nutzen und diese zu verkaufen. Das Kursziel wird von 11 auf 11,50 Euro angehoben. Das Kursziel wird von 22 auf 19,50 Euro reduziert. (Analyse vom 18.12.2019)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Offenlegung möglicher Interessenkonflikte bei der NORD/LB nach § 85 Abs. 1 WpHG i.V.m. Art. 20 der MAR sowie Artikel 5 und 6 der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958 der Kommission vom 9. März 2016 bei der Peugeot S.A.: Keine vorhanden.

Börsenplätze Peugeot-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Peugeot-Aktie:
22,49 EUR +1,72% (18.12.2019, 12:14)

Euronext Paris-Aktienkurs Peugeot-Aktie:
22,47 EUR +1,63% (18.12.2019, 12:11)

ISIN Peugeot-Aktie:
FR0000121501

WKN Peugeot-Aktie:
852363

Ticker-Symbol Peugeot-Aktie:
PEU

Euronext - Paris Ticker-Symbol Peugeot-Aktie:
UG

NASDAQ OTC Ticker-Symbol Peugeot-Aktie:
PEUGF

Kurzprofil PSA Peugeot Citroën S.A.:

PSA Peugeot Citroën S.A. (ISIN: FR0000121501, WKN: 852363, Ticker-Symbol: PEU, EN Paris: UG, NASDAQ OTC-Symbol: PEUGF) ist ein französischer Autokonzern mit den Marken Peugeot und Citroën. Der Konzern gehört zu den größten Automobilhersteller in Europa. Zum PSA-Konzern gehören neben Peugeot und Citroën auch folgende Unternehmen: Faurecia (ein Zulieferer für Sitze, Cockpits, Abgassystee und andere Komponenten), Banque PSA Finance (Finanzdienstleister mit den Zweigniederlassungen Peugeot Bank und Citroën Bank), Peugeot Motocycles, (Hersteller für Roller und Motorräder), Peugeot Citroën Moteurs (PCM) (Verkaufsunternehmen für Motoren) sowie Process Conception Ingénierie (PCI) (Unternehmen für die Konstruktion, Fertigung und Inbetriebnahme von Industrieanlagen). Der größte Aktionär von PSA Peugeot Citroën ist mit 25,4% die Familie Peugeot. (18.12.2019/ac/a/a)








 
 
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