Kupfer: Fallende Preise ein böses Omen?




17.07.18 16:27
Bank Vontobel Europe AG

München (www.aktiencheck.de) - US-Präsident Donald Trump hat mit seiner protektionistischen Handelspolitik einen Ausverkauf bei Industriemetallen hervorgerufen, so die Analysten der Bank Vontobel Europe AG.

Seit Anfang/Mitte Juni würden die Preise immer weiter in den Keller rauschen. Auch Kupfer habe stark an Wert verloren. Vergangene Woche sei die Notierung auf ein Jahrestief gefallen. Aktuell notiere das rote Metall um fast 1.200 US-Dollar unter dem Jahreshoch von 7.330 Dollar/ Tonne, das erst am 07. Juni erreicht worden sei.

Könne man nun Trump für den jüngsten Preisabfall alleine verantwortlich machen? Eine schwierig zu beantwortende Frage, er bzw. seine Politik sei jedoch ohne Zweifel verantwortlich für eine Eintrübung der Stimmung. Befürchtet werde am Markt nun, dass die globale Wirtschaft als Folge der Handelskonflikte Schaden nehmen könnte, was sich auch ungünstig auf die Nachfrage nach konjunkturabhängigen Metallen wie eben Kupfer auswirken könnte.

Das rote Metall gelte als verlässlicher Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung. Die Notierung reagiere in Allgemeinen sehr sensitiv auf konjunkturelle Umschwünge. Kupfer werde u. a. für Bau- und Infrastrukturinvestitionen benötigt und zudem stark von der Auto- Maschinenbau- und Elektroindustrie nachgefragt. Eine mögliche Auftragszurückhaltung der Unternehmen schlage sich somit unmittelbar in einem fallenden Kupferpreis nieder. (17.07.2018/ac/a/m)






 
 
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