IMMOFINANZ: Starker FFO, aber verschlechterte Bilanz - Aktienanalyse




31.03.23 10:04
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - IMMOFINANZ-Aktienanalyse von der Raiffeisen Bank International AG:

Oliver Simkovic, Analyst der Raiffeisen Bank International AG (RBI), nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der IMMOFINANZ AG (ISIN: AT0000A21KS2, WKN: A2JN9W, Ticker-Symbol: IMO1, Wiener Börse-Symbol: IIA) unter die Lupe.

Die GJ 22-Ergebnisse der IMMOFINANZ aus G&V-Sicht seien insgesamt solide gewesen, wobei das Ergebnis aus laufender Immobilienbewirtschaftung (FFO I) mit EUR 146,1 Mio. ca. EUR 10 Mio. über der Prognose und den Analystenschätzungen gelegen habe. Die Bilanz habe sich durch die Akquisition der S IMMO (ISIN AT0000652250 / WKN 902388) jedoch verschlechtert, wobei der LTV um 7 Prozentpunkte auf 40,7% gestiegen sei. Das Management werde daher keine Dividende für GJ 22 vorschlagen.

Die Mieteinnahmen der IMMOFINANZ seien im Jahresvergleich um 5% auf EUR 300 Mio. gestiegen, was auf die jüngsten Erweiterungen des Einzelhandelsportfolios (Akquisitionen und Entwicklungen) und das Mietwachstum (13% in Q4) zurückzuführen sei. Obwohl die Erträge mit EUR 422 Mio. um 12,6% höher gewesen seien als im Vorjahr, sei dies teilweise durch höhere Betriebskosten kompensiert worden, die mit EUR 226 Mio. um 7% höher gelegen hätten als im Vorjahr und die Analystenschätzungen (EUR 221 Mio.) leicht übertroffen hätten. Ein geringeres Ergebnis aus der Immobilienentwicklung habe dazu beigetragen, dass die EBITDA-Schätzung des Analysten leicht verfehlt worden sei (EUR 154 Mio., RBIe EUR 164 Mio.). Der FFO I habe mit EUR 146,1 Mio. um ca. EUR 10 Mio. über den Analystenerwartungen und dem Ausblick des Unternehmens gelegen.

Der Erwerb des 50%+1 Anteils an der S IMMO gegen Ende des 4. Quartals habe zu einem einmaligen Gewinn von EUR 215 Mio. (Erwerb unter NAV, Badwill) geführt, der im Bewertungsergebnis verbucht worden sei und die negativen Bewertungseffekte von EUR 111 Mio. auf bestehende Beteiligungen kompensiert habe (EUR -179 Mio. in Q4). Der positive Effekt aus dem Badwill sei jedoch durch eine Wertminderung der S IMMO-Beteiligung, die bereits zuvor als assoziiertes Unternehmen gehalten worden sei (zuvor zu EPRA NTA bilanziert), kompensiert worden und habe zu einem Ergebnis aus assoziierten Unternehmen in Höhe von EUR -152 Mio. geführt.

Da der Erwerb der S IMMO-Beteiligung mit einem Darlehen der CPIPG in Höhe von ca. EUR 330 Mio. finanziert worden sei, habe sich der Verschuldungsgrad der IMMOFINANZ (ohne S IMMO) entsprechend erhöht. Zusammen mit dem höheren LTV der S IMMO (41,3%) habe dies zu einem Anstieg des LTV im Quartalsvergleich von 33,7% auf 40,7% und zu einem Rückgang der Eigenkapitalquote von 58% auf 47,9% geführt, was aber weiterhin relativ solide sei.

Nach dem Verzicht auf eine Dividendenausschüttung für das GJ 21 habe das Management vor dem Hintergrund des sich verschlechternden Immobilienumfelds und zur Stärkung der Kapitalisierung erneut beschlossen, keine Gewinne an die Aktionäre auszuschütten. Dies sei von vielen Marktteilnehmern bereits erwartet worden und sollte nicht völlig überraschend kommen.

Trotz der soliden GuV und des starken FFO sind wir geneigt, die Veröffentlichung eher negativ zu sehen, da (1) die sich verschlechternde Bilanz und (2) der Verzicht auf die Dividende, obwohl nicht völlig unerwartet, zu einer gedämpften Stimmung führen könnten, so Oliver Simkovic, Analyst der RBI. Dennoch werde das Unternehmen zu 44% des IFRS-NAV und 39% des EPRA-NTA gehandelt. Somit sollten die meisten negativen Erwartungen bereits eingepreist sein. (Analyse vom 30.03.2023)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:

Offenlegungen

3. RBI oder eine mit ihr verbundene juristische Person ist Market Maker oder Specialist oder Designated Sponsor oder Stabilisierungsmanager oder sonstiger Liquiditätsspender in den Finanzinstrumenten des Emittenten.

7. Der zuständige Analyst oder eine sonstige an der Erstellung der Finanzanalyse mitwirkende natürliche Person oder eine sonstige natürliche Person von Raiffeisen Research besitzt Finanzinstrumente des von ihm analysierten Emittenten.

Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity

Börsenplätze IMMOFINANZ-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs IMMOFINANZ-Aktie:
12,36 EUR +8,90% (30.03.2023, 22:26)

Wiener Börse-Aktienkurs IMMOFINANZ-Aktie:
12,39 EUR +3,16% (31.03.2023, 09:32)

ISIN IMMOFINANZ-Aktie:
AT0000A21KS2

WKN IMMOFINANZ-Aktie:
A2JN9W

Ticker-Symbol IMMOFINANZ-Aktie:
IMO1

Wiener Börse-Symbol IMMOFINANZ-Aktie:
IIA

Kurzprofil IMMOFINANZ AG:

Die IMMOFINANZ (ISIN: AT0000A21KS2, WKN: A2JN9W, Ticker-Symbol: IMO1, Wiener Börse-Symbol: IIA) ist ein gewerblicher Immobilienkonzern und fokussiert ihre Aktivitäten auf die Segmente Büro und Einzelhandel in acht Kernmärkten in Europa: Österreich, Deutschland, Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien und die Adriatic-Region. Zum Kerngeschäft zählen die Bewirtschaftung und die Entwicklung von Immobilien. Dabei setzt die IMMOFINANZ stark auf ihre Marken STOP SHOP (Einzelhandel), VIVO! (Einzelhandel) und myhive (Büro), die ein Qualitäts- und Serviceversprechen darstellen. Das Unternehmen besitzt ein Immobilienvermögen von rund EUR 5,1 Mrd., das sich auf rund 210 Objekte verteilt. Das Unternehmen ist an den Börsen Wien (Leitindex ATX) und Warschau gelistet. Weitere Information: http://www.immofinanz.com. (31.03.2023/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.








 
 
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