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Evonik: Ganz große Sorgen um Versorgungssicherheit mit Erdgas gehören der Vergangenheit an - Aktienanalyse




23.05.24 13:53
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Evonik-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Thorsten Küfner vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Evonik Industries AG (ISIN: DE000EVNK013, WKN: EVNK01, Ticker-Symbol: EVK) unter die Lupe.

Über viele Monate hinweg hätten sich Chemiekonzern wie Evonik gesorgt, ob man auch dauerhaft genügend Erdgas für den Betrieb der Anlagen in Deutschland und anderen europäischen Ländern haben werde. Doch laut einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts DIW wäre die Gasversorgung in der EU selbst bei einem kompletten Einfuhrverbot von russischem Erdgas nicht gefährdet. Und dies auch im Falle einer dauerhaft hoch bleibenden Gasnachfrage bis zum Jahr 2030, heiße es in der Studie, die der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag vorab vorgelegen habe. "Der Gasbedarf könnte durch Pipeline-Importe aus anderen Ländern und LNG ohne Ausbau der Infrastruktur in fast allen Szenarien gedeckt werden", würden die Autoren schreiben. Auch in sehr von russischem Erdgas abhängigen mittel- und osteuropäischen EU-Ländern wie Österreich und Ungarn könnte die Versorgung sichergestellt werden. "Die Versorgungssicherheit steht also weiteren EU-Sanktionen gegen Russland nicht im Weg", heiße es in der Untersuchung. Grundlage der Studie seien Modelle gewesen, die sowohl mit schnell als auch mit langsam sinkender Erdgasnachfrage rechnen würden.

Zwar importiere die EU nach dem russischen Angriff auf die Ukraine nur noch ein Viertel der ursprünglichen Menge aus Russland. "Dennoch bleibt das Land Exporteur von Flüssigerdgas (LNG) nach Europa und hat auch noch einige Länder Mittel- und Osteuropas energiepolitisch im Griff." So decke Russland EU-weit aktuell noch 14% der Erdgasnachfrage. "Doch Deutschland und Europa kämen in den kommenden Jahrzehnten auch ohne Importe aus Russland aus, selbst die stark von russischem Erdgas abhängigen Länder wie Österreich und Ungarn", habe Autorin Franziska Holz erklärt. In Österreich seien im März 2024 nach Angaben des Bundesministeriums für Energie 93% der Gasimporte aus Russland gekommen, im Dezember 2023 sogar 98%.

Würde die EU doch noch Sanktionen gegen russisches Erdgas verhängen, würde die Lücke v.a. über Norwegen und die USA geschlossen, so die Studie weiter. "Aber auch Länder wie Algerien, Katar, Nigeria und Aserbaidschan würden den Wegfall des russischen Erdgases ersetzen - selbst dann, wenn die Nachfrage in der EU nicht so schnell wie geplant sinken würde."

Die Studie belege einmal mehr, dass die ganz großen Sorgen um die Versorgungssicherheit mit Erdgas mittlerweile der Vergangenheit angehören würden. Wichtig für die weitere Kursentwicklung von Evonik wäre nun v.a., dass die Weltwirtschaft wieder richtig Fahrt aufnehme. Geschehe dies, dürfte es mit der Aktie deutlich nach oben gehen. Mutige Anleger könnten bei der günstig bewerteten Dividendenperle zugreifen. Der Stoppkurs sollte bei 16 Euro belassen werden, so Thorsten Küfner vom Anlegermagazin "Der Aktionär" in einer aktuellen Aktienanalyse. (Analyse vom 23.05.2024)

(Mit Material von dpa-AFX)

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BASF.

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze Evonik-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Evonik-Aktie:
20,20 EUR -0,49% (23.05.2024, 17:29)

XETRA-Aktienkurs Evonik-Aktie:
20,19 EUR -0,25% (23.05.2024, 17:23)

ISIN Evonik-Aktie:
DE000EVNK013

WKN Evonik-Aktie:
EVNK01

Ticker-Symbol Evonik-Aktie:
EVK

Kurzprofil Evonik Industries AG:

Evonik (ISIN: DE000EVNK013, WKN: EVNK01, Ticker-Symbol: EVK) ist ein weltweit führendes Unternehmen der Spezialchemie. Der Konzern ist in über 100 Ländern aktiv und erwirtschaftete 2023 einen Umsatz von 15,3 Mrd. Euro und ein Ergebnis (bereinigtes EBITDA) von 1,66 Mrd. Euro. Dabei geht Evonik weit über die Chemie hinaus, um den Kunden innovative, wertbringende und nachhaltige Lösungen zu schaffen. Mehr als 33.000 Mitarbeiter verbindet dabei ein gemeinsamer Antrieb: Das Leben besser machen, Tag für Tag. (23.05.2024/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.








 
 
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