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Evonik Aktie: Gute Nachricht für konjunkturabhängige Aktiengesellschaften




04.10.24 09:25
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Evonik-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Thorsten Küfner vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie der Evonik Industries AG (ISIN: DE000EVNK013, WKN: EVNK01, Ticker-Symbol: EVK) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.

Der gute Lauf der Chemieaktien von BASF und Evonik habe sich auch in dieser Woche fortgesetzt. Die Stimmung in den Börsen bleibe freundlich. Und nun sei auch eine potenziell ernste Bedrohung vom Tisch, ein lang andauernder Streit der Hafenarbeiter in den USA. Denn dieser hätte unter Umständen zu einer deutlichen Beeinträchtigung der weltwirtschaftlichen Entwicklung beitragen können.

Doch nun hätten zehntausende Hafenarbeiter an der US-Ostküste haben ihren Streik nach wenigen Tagen gestoppt. Die Laufzeit des aktuellen Vertrages sei bis zum 15. Januar verlängert worden, um weiter zu verhandeln, wie die Gewerkschaft ILA mitgeteilt habe. Die großflächige Arbeitsniederlegung nur wenige Wochen hätte Sorgen vor Lieferengpässen ausgelöst.

"Der Streik ist vorbei", habe der lokale Gewerkschaftschef Scott Cowan in Baltimore dem Sender CBS gesagt. Nach seinen Angaben wolle die Gewerkschaft das Angebot einer Einkommenserhöhung um 61,5 Prozent über die sechsjährige Laufzeit des Vertrages annehmen. Außerdem sollten in den kommen Monaten Maßnahmen ausgehandelt werden, die einen Abbau von Arbeitsplätzen durch Automatisierung verhindern würden.

Die Arbeiter seien in der Nacht zum 1. Oktober in den Streik getreten. Auch ein neues Arbeitgeber-Angebot mit einer Einkommenserhöhung von nahezu 50 Prozent habe sie nicht davon abgehalten. In den USA habe der Streik Panikkäufe von Toilettenpapier ausgelöst. Käufer hätten auf Online-Plattformen von leeren Regalen oder schwindendem Angebot in großen Läden wie Walmart oder Costco berichtet - ganz ähnlich wie zu Beginn der Corona-Krise. Dabei würden mehr als 90 Prozent des in den USA verkauften Toilettenpapiers im Land selbst produziert.

Die US-Regierung habe die Parteien auch zu einer schnellen Einigung und einem Ende des Streiks aufgerufen, um das Verderben von in Containern verladenen Nahrungsmitteln zu verhindern. Unter anderem erreiche ein großer Teil der in den USA verkauften Bananen das Land über Ostküsten-Häfen.

Über die Ostküsten-Häfen werde rund die Hälfte des Containerumschlags im US-Außenhandel abgewickelt. Der Streik Zehntausender Mitglieder der Gewerkschaft International Longshoremen's Association (ILA) dürfte mehrere hundert Millionen Dollar pro Tag gekostet haben. Zudem brauche man pro Streiktag sieben bis zehn Tage, um den Stau in den Häfen abzubauen, habe etwa der Chef des Logistikers Flexport, Ryan Petersen, dem TV-Sender CNBC gesagt. Da der Streik schon seit Monaten absehbar gewesen sei, hätten viele Unternehmen Vorräte zumindest für einige Wochen aufgebaut.

Dass der Streik in den USA habe abgewendet werden können, sei eine gute Nachricht für sämtliche konjunkturabhängige Aktiengesellschaften, also eben auch für BASF und Evonik. Dementsprechend würden sich die Chartbilder weiterhin in einer guten Verfassung präsentieren.

Angesichts der mittel- bis langfristig betrachtet relativ guten Perspektiven sowie der gerade im historischen Vergleich günstigen Bewertungen können Anleger zugreifen, so Thorsten Küfner. Dabei sollten die Stoppkurse bei 16,00 Euro (Evonik) beziehungsweise 39,00 Euro (BASF) beachtet werden. (Analyse vom 04.10.2024)

Mit Material von dpa-AFX

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