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Dürr bleibt auf Wachstumskurs




14.06.11 09:53
aktiencheck.de EXKLUSIV

Stuttgart (aktiencheck.de AG) - Die Stuttgarter Dürr AG, ein weltweit tätiger Anbieter von Produkten, Systemen und Dienstleistungen vor allem für die Automobilfertigung, hat aufgrund der anhaltend starken Nachfrage in seinen Märkten die Prognosen für Umsatz und Ergebnis im Geschäftsjahr 2011 nach oben revidiert. Beim Umsatz rechnet die Gesellschaft nun mit einem Anstieg gegenüber dem Geschäftsjahr 2010 von 30% auf etwa 1,65 Mrd. EUR, nachdem man zuvor noch von einem Plus von mindestens 15% ausgegangen war. Das Ziel für die EBIT-Marge liegt unverändert bei 3,5 bis 4%.

aktiencheck.de EXKLUSIV führte ein kurzes Interview mit Herrn Ralph Heuwing, dem CFO der Dürr AG.

aktiencheck.de EXKLUSIV: Ihre Gesellschaft hat den Ausblick für das Geschäftsjahr 2011 stark erhöht. Die sehr positive Geschäftsentwicklung der Dürr AG ist hauptsächlich auf die starke Nachfrage aus der Automobilindustrie zurückzuführen, die ihre Produktionskapazitäten weiter ausbaut und modernisiert. Wie nachhaltig ist Ihrer Meinung nach diese Entwicklung und welche Risiken sehen Sie eventuell für die Fortsetzung dieses Trends?

Dürr: Nach Einschätzung vieler Marktexperten steht die Automobilindustrie vor einer Dekade stärkeren Wachstums. Hauptursache hierfür ist die zunehmende Bedeutung der Emerging Markets und ihres Anteils am Weltmarkt. Stieg das Automobilproduktionsvolumen zwischen 2005 und 2010 in der Welt um 7 Mio. Einheiten, so soll der Zuwachs von 2010 bis 2015 26 Mio. Fahrzeuge betragen. Wir verspüren eine anhaltend hohe Nachfrage für neue Produktionskapazitäten aus Ländern wie China, Indien, Brasilien und Russland und können derzeit keine Abschwächung feststellen. Auch der nordamerikanische Markt hat seinen Tiefpunkt überwunden und die OEMs investieren wieder in die Modernisierung und den Ausbau ihrer Anlagen.

aktiencheck.de EXKLUSIV: Der chinesische Markt wird für die Dürr AG immer wichtiger, denn nach Ihren eigenen Angaben dürfte der China-Anteil am Auftragsbestand inzwischen bei 30% liegen. Die Experten halten sogar einen weiteren Anstieg auf 50% für möglich, weil die Lackieranlagen Ihres Unternehmens für die Chinesen der einzige Weg seien, an die höchstwertige Technologie für die eigene Produktion heranzukommen. Wird auf absehbare Zeit der chinesische Markt zum Hauptfeiler Ihres Geschäfts oder wollen Sie sich langfristig vielleicht verstärkt um eine breitere Diversifizierung kümmern, damit sich die Dürr AG nicht zu stark vom Konjunkturzyklus einer mächtigen Volkswirtschaft abhängig macht?

Dürr: Im ersten Quartal betrug der Auftragseingang aus China lediglich 16%.; wir konnten ein hohes Ordervolumen aus den verschiedenen Regionen der Welt erzielen. Der Aufschwung konzentriert sich mittlerweile nicht nur auf China. Aber dennoch spielt der größte Automobilmarkt der Welt für unsere Strategie eine sehr wichtige Rolle und es wäre fatal auf diesem wichtigen Markt nicht ausreichend präsent zu sein. Wir bauen daher unsere starke Stellung dort weiter aus und verdoppeln unsere Kapazitäten bis 2013. Wir erwarten mittelfristig einen Beitrag des China-Geschäfts von gut 25%.

aktiencheck.de EXKLUSIV: Ihre Gesellschaft will in den nächsten Jahren die Ausgaben für Forschung und Entwicklung weiter erhöhen. Seit ein paar Monaten bieten Sie auch Montagelinien für komplette Elektroauto-Batterien an und haben schon Aufträge aus der Automobilindustrie erhalten. Wollen Sie demnächst verstärkt in die Forschung und Entwicklung dieser Produktionstechnik investieren, um sich auf dem Wachstumsmarkt für Elektromobilität noch besser positionieren zu können?

Dürr: Die E-Mobilität ist nur ein Aspekt unserer Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Wichtigster Schwerpunkt ist die Entwicklung neuer Produkte und Verfahren mit höherer Energie- und Materialeffizienz und geringeren Stückkosten für unsere Kunden. So reduzieren wir mit unserem Green Paintshop Konzept den Energie- und Lackverbrauch erheblich und können so zu einer deutlichen Senkung des CO2-Ausstosses beitragen. Bei einer konsequenten Umsetzung aller Technologien wird im Green Paintshop pro Karosse nur noch 500 kWh an Energie verbraucht, in der Vergangenheit lagen diese Werte zwischen 750 und 1.000 kWh.

aktiencheck.de EXKLUSIV: Zur Innovationsstrategie Ihrer Gesellschaft gehören auch gezielte Akquisitionen, die das Technologieportfolio der Dürr AG sinnvoll ergänzen. Sind in näherer Zukunft weitere Zukäufe geplant und wenn ja, welche Geschäftsbereiche sind dann für Ihr Unternehmen in dieser Hinsicht interessant?

Dürr: Bereits in der Krise 2009/2010 haben wir vier Akquisitionen getätigt. In diesem Jahr kamen zwei Akquisitionen und eine Kapitalbeteiligung hinzu; im weiteren Jahresverlauf könnten noch ein bis zwei weitere Unternehmen hinzukommen. Wir setzen unsere weltweite Präsenz und unser Engineering-Know-how gezielt ein, um in Geschäftsfeldern zu wachsen, die technologisch an das Kerngeschäft anknüpfen. Immer wichtiger wird dabei unsere Kompetenz, energiesparende Produktionsprozesse zu realisieren. Wir werden daher insbesondere unsere Energieeffizienz-Aktivitäten ausbauen, die im Unternehmensbereich Clean Technology Systems gebündelt sind. Ein wichtiger Aspekt hierbei ist, dass wir uns auf kleinere Technologieunternehmen konzentrieren und deren Technologien optimieren und verbessern. Durch unsere internationale Präsenz können wir rasch neue Kundenpotenziale und Absatzmärkte erschließen, die diesen Unternehmen bislang verschlossen blieben.

aktiencheck.de EXKLUSIV bedankt sich für dieses Interview und wünscht der Dürr AG weiterhin viel geschäftlichen Erfolg. (14.06.2011/ac/e/i)




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