DWS Aktie: Greenwashing-Skandal weitet sich aus - BaFin startet Sonderprüfung




23.12.24 15:28
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - DWS-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Michael Herrmann vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie der DWS Group GmbH & Co. KGaA (ISIN: DE000DWS1007, WKN: DWS100, Ticker-Symbol: DWS) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.

Neuer Ärger für die Fondsgesellschaft DWS. Gegen die Tochter der Deutschen Bank sei laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" eine Sonderprüfung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eingeleitet worden. Dabei gehe es erneut Greenwashing-Vorwürfe.

Im Fokus der Untersuchung, die von Deloitte durchgeführt werde, stehe der sogenannte Engagement-Prozess der DWS. Dieser Prozess solle sicherstellen, dass die Fondsgesellschaft mit problematischen Unternehmen in ihrem Portfolio in einen kritischen Dialog trete, um deren Umwelt- und Sozialstandards zu verbessern.

Die DWS betone, auch in kontroverse Unternehmen zu investieren, jedoch durch aktiven Einfluss eine nachhaltigere Ausrichtung dieser Firmen zu fördern. Die BaFin untersuche nun, ob die DWS dieses Versprechen auch wirklich einhalte. Besonders brisant: Die Sonderprüfung stehe angeblich im Zusammenhang mit Bedenken, die von einer DWS-Führungskraft selbst zum Engagement-Prozess geäußert worden sein sollten.

Auf Anfrage habe die DWS erklärt, keine Stellungnahmen zu Aufsichtsbehörden oder internen Mitarbeiteranliegen abzugeben, jedoch betont, dass sie ihre Beschäftigten ermutige, Missstände zu melden. Die BaFin habe eine Stellungnahme abgelehnt.

Das Eingreifen der BaFin sei bemerkenswert, weil die deutsche Finanzaufsicht bislang keine zentrale Rolle im sogenannten Greenwashing-Skandal rund um die DWS gespielt habe. Während die US-Börsenaufsicht SEC der DWS im Herbst 2023 eine Millionenstrafe auferlegt habe und die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittele, habe sich die BaFin zurückgehalten. Besondere Brisanz erhalte die Sonderprüfung, weil die Verdachtsmomente möglicherweise auf Mängel hinweisen würden, die erst nach der SEC-Einigung aufgetreten seien oder nicht behoben worden seien.

Anleger der DWS Group sollten sich von der BaFin-Ermittlung nicht verunsichern lassen. Die Greenwashing-Vorwürfe seien alles andere als neu und längst im Kurs eingepreist. Daran ändere auch eine BaFin-Prüfung nichts. Die Perspektiven für den günstig bewerteten Vermögensverwalter seien gut. Zudem biete die Aktie eine attraktive Dividende von 6,1 Prozent.

Dividendenjäger greifen an schwachen Tagen weiter zu und setzen den Stopp bei 30,00 Euro, so Michael Herrmann von "Der Aktionär" zur DWS-Aktie. (Analyse vom 23.12.2024)


Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (23.12.2024/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.








 
 
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