Constantin Medien-Aktie: Die Medienposse geht weiter - Aktienanalyse




28.09.16 10:53
Vorstandswoche.de

Haar (www.aktiencheck.de) - Constantin Medien-Aktienanalyse von "Vorstandswoche.de":

Die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" nehmen in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Constantin Medien AG (ISIN: DE0009147207, WKN: 914720, Ticker-Symbol: EV4) unter die Lupe.

Nach dem Ende der Ferien gehe es bei der Constantin Medien AG wieder zur Sache. Bernhard Burgener, der mit seinem Aktienpool knapp 30% der Stimmrechte an der Münchener Medienfirma kontrolliere, habe nach Informationen der Vorstandswoche nach § 122 Aktiengesetz die Einberufung einer Hauptversammlung verlangt. Inhalt der Einberufung solle unter anderem die Abwahl aller amtierenden Mitglieder des Aufsichtsrats der Constantin Medien AG sein inklusive Neuwahl.

CM-CEO Fred Kogel habe somit nach dem Gesetz zur Hauptversammlung einzuladen. Bis heute habe Kogel nicht reagiert. Werde dem Verlangen nicht entsprochen, so könnte Burgener mit Hilfe des Gerichts die Ermächtigung erhalten, zur Hauptversammlung einzuladen. Überhaupt würden sich die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de", weshalb Kogel nicht schon längst zu einer neuen Hauptversammlung eingeladen habe, nachdem die skandalträchtige Versammlung im Juli dieses Jahres kurz vor Mitternacht ergebnislos habe abgebrochen werden müssen. Die abgebrochene Hauptversammlung sei knapp 3 Monate her. Die Aktionäre hätten von ihrem CEO erwarten können, dass er unverzüglich neu einlade oder wenigstens seine Anteilseigner über das Einberufungsverlangen per Ad-hoc Mitteilung informiere.

Aber Kogel scheine Besseres zu tun zu haben. Er schreibe der Finanzaufsicht BaFin lieber Briefe. Dies sei jüngst über die für solche Themen gerne adressierbare "Wirtschaftswoche" lanciert worden. In dem Schreiben an die BaFin werde Burgener und dessen Umfeld angeblich vorgeworfen, Meldungen über den Erwerb von Aktien zu spät abgegeben, sich heimlich und unerlaubterweise abgestimmt zu haben, um Einfluss auf die Strategie zu nehmen, soweit die "Wirtschaftswoche".

Burgener, der stets schweizerisch akkurat arbeite, dürfte an dieser Stelle aber keinen Fehler gemacht haben, würden der "Vorstandswoche.de" Personen bestätigen, die mit der Materie zu tun hätten. Allerdings würden derartige Vorwürfe dazu dienen, dass bei der Finanzaufsicht automatisch Mechanismen losgetreten würden, die zu Nachforschungen führen würden. Seit STADA und dem Angriff aktivistischer Investoren gehöre es wohl zum neuen Sport von Vorständen und den sie beratenden Anwälten, dass unliebsame oder kritische Aktionäre, die Veränderungen herbeiführen wollten, bei der BaFin angeschwärzt würden. Die Finanzbehörde sollte sich hierzu aber nicht instrumentalisieren lassen.

Ähnlich wie bei STADA dürfte eine eventuelle Untersuchung der BaFin bei Burgener ebenfalls ergebnislos verlaufen. Wenngleich die Kommunikation mit anderen Dritten Aktionären der CM schwieriger sei, um nicht der Gefahr eines "Acting in Concert" zu unterlaufen. Allerdings sei es weder nach Satzung noch nach Aktiengesetz verboten, dass sich Aktionäre im Vorfeld von Hauptversammlungen austauschen und ihr Stimmverhalten abstimmen würden. Die BaFin scheine dies aber ein wenig anders zu sehen.

Die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" hätten das Unternehmen jüngst mit einigen Fragen konfrontiert. Leider sei keine einzige Frage auch nur im Ansatz von der Gesellschaft beantwortet worden. Die Presseabteilung von CM erscheine ihnen daher überflüssig, die Aufwendungen könnten zugunsten der Aktionäre eingespart werden. Überflüssig könnte übrigens Kogel selbst werden. Sofern Burgener sich durchsetze, dürfte die Amtszeit von Kogel als CEO beendet werden. Er habe jüngst bereits sein Vorstandsmandat bei Constantin Film, die zu 100% zu Highlight gehöre, niedergelegt. Offiziell habe es in einer Pressemitteilung geheißen, dass er sich künftig auf seine Aufgabe bei der Constantin Medien AG konzentrieren wolle. Die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" würden die Meldung für geschönt halten. Aufsichtsratsvorsitzender von Constantin Film AG sei nämlich Burgener. Sein Stellvertreter Paul Graf, der ein Weggefährte Burgeners sei. Und Dieter Hahn. Burgeners Gegner bei CM, der ebenfalls knapp 30% der CM Anteile halte.

Die Konstellation dürfte Kogel noch nie wirklich gefallen haben. Wenn Kogel allerdings nicht mehr für das Filmgeschäft zuständig sei, wo er eine immense Erfahrung habe, würden sich die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" fragen, weshalb CM ihn als CEO überhaupt noch brauche? Das Film- und Sport-Eventgeschäft (Team) sei Bestandteil der Highlight-Gruppe und werde von Burgener geführt. Hier habe Kogel keine direkte Funktion und sitze noch nicht einmal in den Organen, sondern dürfe über die Mehrheitsbeteiligung von CM an Highlight allenfalls wachen. Das Geschäft rund um Sport1, welches unter CM angesiedelt sei, werde von Olaf Schröder als Vorstand geleitet. Und für einen reinen Vorsteher der CM, die genau genommen nur eine Holdingfunktion habe, sei Kogel, einer der Gallionsfiguren der Münchener Medienszene, eh viel zu teuer.

Der Kampf um CM werde bald in die nächste Runde gehen. Die anstehende Hauptversammlung, sofern Kogel endlich dazu einlade, dürfte erneut sehr spannend werden. Aktuell bestehe der Aufsichtsrat der CM aus 5 anstatt 6 Mitgliedern. Rechtsanwalt Bernd Kuhn, bisher stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft, habe sein Amt schon im Juli, also kurz nach der Hauptversammlung, niedergelegt. Warum er zurückgetreten sei? Dazu hätten die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" noch keine Information. Habe er etwa kalte Füße bekommen? Fortsetzung der Medienposse folge…, so die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" in einer aktuellen Aktienanalyse zur Constantin Medien-Aktie. (Analyse vom 28.09.2016)

Börsenplätze Constantin Medien-Aktie:

XETRA-Aktienkurs Constantin Medien-Aktie:
2,085 EUR -0,24% (28.09.2016, 17:36)

Tradegate-Aktienkurs Constantin Medien-Aktie:
2,146 EUR +3,12% (28.09.2016, 10:33)

ISIN Constantin Medien-Aktie:
DE0009147207

WKN Constantin Medien-Aktie:
914720

Ticker-Symbol Constantin Medien-Aktie:
EV4

Kurzprofil Constantin Medien AG:

Die Constantin Medien AG (ISIN: DE0009147207, WKN: 914720, Ticker-Symbol: EV4) ist ein international agierendes Medienunternehmen mit Sitz in Ismaning bei München. Ausgerichtet ist der Konzern auf das Segment Sport sowie über die Beteiligung an dem Schweizer Medienunternehmen Highlight Communications AG auf die Segmente Film, Sport- und Event-Marketing sowie das Segment Übrige Geschäftsaktivitäten.

Das Segment Sport beinhaltet die Aktivitäten im Bereich Fernsehen mit dem Free-TV-Sender SPORT1, dem Pay-TV-Sender SPORT1+ und seit 1. August 2013 auch dem neuen Pay-TV-Sender SPORT1 US. Darüber hinaus zählen das Online-Portal SPORT1.de, die mobilen SPORT1-Applikationen für iPhone/iPad und Android sowie seit 19. Juli 2013 das neue digitale Sportradio SPORT1.fm zum Portfolio unter der Dachmarke SPORT1. Weitere wesentliche Konzerngesellschaft ist PLAZAMEDIA, die mit ihren Tochterunternehmen umfangreiche Dienstleistungen im Bereich Produktion anbietet. Zudem ist der Zentralvermarkter Constantin Sport Marketing für die integrierte und plattformübergreifende Vermarktung der konzerneigenen Marken des Sportsegments verantwortlich und als Drittvermarkter auch für externe Anbieter und deren Plattformen tätig.

Im Segment Film sind die Aktivitäten der Constantin Film AG und deren Tochtergesellschaften sowie der Highlight Communications-Tochtergesellschaften Rainbow Home Entertainment zusammengefasst. Die Constantin Film-Gruppe ist der bedeutendste unabhängige deutsche Hersteller und Verleiher von Kinofilmen. Das Tätigkeitsfeld der Constantin Film AG umfasst die Produktion von Filmen sowie die Auswertung von eigenproduzierten und erworbenen Filmrechten. Zur Verwertung der Videorechte an Eigen- und Lizenztiteln verfügt die Highlight Communications AG über eine eigene Vertriebsorganisation. In der Schweiz und in Österreich erfolgt der Vertrieb über die Gesellschaften der Rainbow Home Entertainment. Im deutschen Markt arbeitet die Highlight Communications (Deutschland) GmbH mit der Paramount Home Entertainment zusammen.

Das Segment Sport- und Event-Marketing umfasst die Aktivitäten der Team Holding AG (TEAM) und deren Tochtergesellschaften. Die TEAM-Gruppe ist auf die globale Vermarktung internationaler Sport-Großveranstaltungen spezialisiert. Als eine der weltweit führenden Agenturen auf diesem Gebiet vermarktet sie im Auftrag des Europäischen Fußballverbands (UEFA) exklusiv sowohl die UEFA Champions League als auch die UEFA Europa League und den UEFA Super Cup.

Das Segment Übrige Geschäftsaktivitäten umfasst die Aktivitäten der Highlight Event & Entertainment AG. Das Unternehmen agiert im Event- und Entertainment-Geschäft und besitzt die Vermarktungsmandate für den Eurovision Song Contest und die Wiener Philharmoniker. Die Highlight Communications-Tochtergesellschaft Rainbow Home Entertainment hält einen Anteil von 50,004 Prozent an der Full-Service-Agentur Pokermania GmbH, Köln, die sich auf die Entwicklung von online-Gaming-Geschäftsmodellen und auf den Markt der Social Games spezialisiert hat. Die Pokermania-Aktivitäten werden dennoch weiterhin dem Segment Übrige Geschäftsaktivitäten zugerechnet.

Zusammen mit der Highlight Communications-Gruppe verfolgt der Constantin Medien-Konzern das strategische Ziel, einen im deutschsprachigen Raum führenden Medienkonzern zu formen. (28.09.2016/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.








 
 
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