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CTS Eventim: Startschuss für das Comeback?




17.04.26 13:30
DER AKTIONÄR

CTS Eventim hat Ende März mit einem verhaltenen Ausblick die Anleger verschreckt. Die Aktie ging um rund 25 Prozent in die Knie. Firmengründer und Vorstandschef Klaus-Peter Schulenberg hat den Rücksetzer genutzt, um massiv CTS-Aktien zu kaufen. Mittlerweile hat sich die Aktie des Ticketvermarkters und Konzertveranstalters von den damaligen Tiefstständen gelöst. Analysten sehen weiteres Erholungspotenzial.


Im abgelaufenen Jahr lief es für CTS Eventim operativ eigentlich noch recht solide. Die anhaltend hohe Nachfrage nach Konzerten im In- und Ausland ließ den Umsatz erstmals über die Marke von drei Milliarden Euro steigen. Das bereinigte EBITDA erhöhte sich um knapp acht Prozent auf 584 Millionen Euro. Marge: 19 Prozent.

Unterm Strich ging der Gewinn jedoch um 13 Prozent auf 277,3 Millionen Euro zurück. Auch wenn sich die Nachfrage nach Live-Events grundsätzlich robust zeigt, plant das Unternehmen für das laufende Jahr vorerst nur mit einem leichten Anstieg bei Umsatz und EBITDA. Mit Blick auf die geopolitischen Spannungen, hohe Energiepreise und steigende Inflation – alles Punkte, die die Konsumlaune und damit die Nachfrage nach Tickets belasten könnten – eine bewusst konservative, aber vertretbare erste Planung.


Analysten haben ihre Schätzungen umgehend überarbeitet. Tenor: Der Kurseinbruch ist überzogen und stellt eine Kaufgelegenheit dar – selbst wenn man künftig moderatere Wachstumsraten unterstellt. Vom Rekordhoch im Mai 2025 bei 114,10 Euro hat sich der Börsenwert mehr als halbiert und liegt nun nur noch bei 4,8 Milliarden Euro.

Firmengründer und Vorstandschef Klaus-Peter Schulenberg, der über seine KPS Stiftung knapp 40 Prozent der Anteile hält, hat nach Buchverlusten von mehr als einer halben Milliarde Euro den Rückgang genutzt und für rund zehn Millionen Euro Aktien nachgekauft.


Ebenfalls wichtig: Der rasante Fortschritt bei KI-generierter Musik könnte auf Sicht indirekte Effekte haben. Eine stärkere Fragmentierung des Musikangebots, neue virtuelle Formate oder personalisierte Inhalte könnten Teile der Nachfrage verschieben. Kurzfristig scheint der Live-Markt jedoch noch robust. Zu diesem Schluss kommt auch Bernstein-Analystin Annick Maas. Sie verweist in einem Update darauf, dass Live-Veranstaltungen mit physischer Präsenz zu den KI-resistentesten Bereichen der gesamten Unterhaltungsbranche zählen. Gleichzeitig könne KI dabei helfen, Events effizienter zu planen und besser auszulasten. Nach dem Rücksetzer bleibt Maas zuversichtlich und bestätigt ihre Einstufung mit „Outperform“ und einem Kursziel von 94 Euro.








 
 
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