Erweiterte Funktionen
London (www.aktiencheck.de) - Aurora Cannabis-Aktienanalyse von eToro:
Ben Laidler, Global Markets Strategist bei eToro, nimmt die Aktie von Aurora Cannabis Inc. (ISIN: CA05156X8504, WKN: A4ZZ0W, Ticker-Symbol: 21P, Toronto Stock Exchange-Symbol: ACB, NASDAQ-Symbol: ACB) unter die Lupe.
Die Aktie von Aurora Cannabis habe seit 2018 einen katastrophalen Absturz erlebt. Trotzdem werde das Wachstumspotenzial des globalen Cannabis-Marktes ähnlich hoch eingeschätzt wie das der künstlichen Intelligenz. Es bestehe also die Möglichkeit, dass das kanadische Unternehmen eine zweite Chance erhalte. Obwohl die Aktie seit Jahresbeginn den breiten Markt übertroffen habe, stecke sie derzeit in einer größeren Seitwärtsphase fest. Ein Ausbruch hänge nun von den bevorstehenden Quartalszahlen sowie den nächsten regulatorischen Anpassungen ab.
Am Donnerstag, den 20. Juni, werde Aurora Cannabis seine Zahlen für das erste Quartal vorlegen. Nach einem Kursanstieg von 35 Prozent seit Jahresbeginn und aufgrund einer geringen Marktkapitalisierung von 0,33 Milliarden Dollar könnte die Veröffentlichung hohe Volatilität auslösen. Zum Vergleich: Der kleinste DAX-Wert (Zalando) sei 18 Mal größer. Anleger würden auf Zeichen einer Wende hoffen, doch erwartet werde ein Verlust von 0,18 Dollar je Aktie. Aurora müsse profitabel werden, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen. Fortschritte bei der Kostensenkung seien erzielt worden, dennoch sei 2023 ein Nettoverlust von 225,90 Millionen Dollar geblieben, der nahezu dem Gesamtumsatz von 250 Millionen Dollar entsprochen habe.
Ähnlich wie der Kryptomarkt sei auch der Cannabis-Markt noch jung, wodurch außergewöhnliche Wachstumsraten möglich seien - vergleichbar mit dem jüngsten Boom der künstlichen Intelligenz. Laut Fortune Business Insights solle der weltweite Cannabis-Markt von 57,18 Milliarden Dollar im Jahr 2023 auf 444,34 Milliarden Dollar bis 2030 wachsen, was einer jährlichen Wachstumsrate von 34 Prozent entspreche. Hohe Wachstumsraten würden jedoch auch erhebliche Risiken mit sich bringen. Besonders relevant seien Fragen zur Marktregulierung, zum Wettbewerb und zur Produktqualität. Von einem konservativen Anlagestandpunkt aus betrachtet, wäre es ratsam, Cannabis-Aktien nicht zu übergewichten und auf etablierte, größere Unternehmen im Cannabis-Sektor zu setzen. Nordamerika dominiere den Markt mit einem Anteil von 81,79 Prozent, doch regulatorische Änderungen könnten die Marktzugangsbedingungen in den nächsten Jahren drastisch ändern. In Deutschland seien die gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Gebrauch und Handel von Cannabis seit dem 1. April gelockert worden. Diese Änderungen würden Staaten potenziell eine Win-Win-Situation bieten: Die Entkriminalisierung könne den illegalen Handel verringern und gleichzeitig Arbeitsplätze schaffen sowie Steuereinnahmen erhöhen. Für Deutschland könnten diese Maßnahmen zusätzliche Einnahmen von 4,7 Milliarden Euro generieren.
Die Aktie von Aurora Cannabis habe sich mittelfristig stabilisiert und schwanke seit über einem Jahr um die 6-Dollar-Marke. Diese Bodenbildung könnte als Sprungbrett für einen neuen Aufwärtstrend dienen. Eine nachhaltige Rückkehr über diese Marke würde das technische Bild deutlich aufhellen. Anschließend müsste das Jahreshoch von 9,31 Dollar überwunden werden. Mit einem Anstieg von 35 Prozent seit Jahresbeginn schlage Aurora den breiten Markt um ein Vielfaches - der DAX komme lediglich auf 10 Prozent. Zwischenzeitlich habe sich die Marktkapitalisierung von Aurora sogar verdoppelt. Trotz dieser Erholung habe die Aktie seit ihrem Rekordhoch 99 Prozent an Wert verloren und rangiere nur noch auf Platz 13 der größten Cannabis-Firmen nach Marktkapitalisierung.
Es sei notwendig, wirksame Regulierungen für den legalen Verkauf von Cannabis einzuführen, um den illegalen Handel einzudämmen. Deutschland zeige exemplarisch, dass die Schaffung eines rechtlichen Rahmens für Cannabis langwierig sei und viele Fragen offenlassen könne, etwa wie es sich mit dem Autofahren nach dem Konsum verhalte. Je mehr Länder jedoch einen offeneren Umgang mit Cannabis pflegen würden, sei es für medizinische oder nicht-medizinische Anwendungen, desto mehr steige die gesellschaftliche Akzeptanz. Eine Marktöffnung könnte Unternehmen wie Aurora Cannabis auch für institutionelle Investoren attraktiver machen. Diese dürften größere Investitionen tätigen, sobald die Marktdynamik und die Wachstumsperspektiven klarer würden. Für Unternehmen ist das Einhalten der Qualitätsstandards entscheidend, während regulatorische Änderungen mehr Kurspotenzial freisetzen könnten, so Ben Laidler, Global Markets Strategist bei eToro. (Analyse vom 17.06.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.
Börsenplätze Aurora Cannabis-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs Aurora Cannabis-Aktie:
5,395 EUR +0,47% (17.06.2024, 10:20)
TSX-Aktienkurs Aurora Cannabis-Aktie:
7,87 CAD -3,32% (14.06.2024, 22:00)
NASDAQ-Aktienkurs Aurora Cannabis-Aktie:
5,74 USD -2,71% (14.06.2024, 22:00)
ISIN Aurora Cannabis-Aktie:
CA05156X8504
WKN Aurora Cannabis-Aktie:
A4ZZ0W
Ticker-Symbol Aurora Cannabis-Aktie:
21P
TSX-Symbol Aurora Cannabis-Aktie:
ACB
NASDAQ-Symbol Aurora Cannabis-Aktie:
ACB
Kurzprofil Aurora Cannabis Inc.:
Aurora Cannabis Inc. (ISIN: CA05156X8504, WKN: A4ZZ0W, Ticker-Symbol: 21P, Toronto Stock Exchange-Symbol: ACB, NASDAQ-Symbol: ACB) ist ein in Kanada ansässiges Unternehmen für medizinischen Cannabis. Die Hauptgeschäftsbereiche des Unternehmens konzentrieren sich auf die Produktion, den Vertrieb und den Verkauf von Cannabisprodukten in Kanada und international. (17.06.2024/ac/a/n)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Ben Laidler, Global Markets Strategist bei eToro, nimmt die Aktie von Aurora Cannabis Inc. (ISIN: CA05156X8504, WKN: A4ZZ0W, Ticker-Symbol: 21P, Toronto Stock Exchange-Symbol: ACB, NASDAQ-Symbol: ACB) unter die Lupe.
Die Aktie von Aurora Cannabis habe seit 2018 einen katastrophalen Absturz erlebt. Trotzdem werde das Wachstumspotenzial des globalen Cannabis-Marktes ähnlich hoch eingeschätzt wie das der künstlichen Intelligenz. Es bestehe also die Möglichkeit, dass das kanadische Unternehmen eine zweite Chance erhalte. Obwohl die Aktie seit Jahresbeginn den breiten Markt übertroffen habe, stecke sie derzeit in einer größeren Seitwärtsphase fest. Ein Ausbruch hänge nun von den bevorstehenden Quartalszahlen sowie den nächsten regulatorischen Anpassungen ab.
Am Donnerstag, den 20. Juni, werde Aurora Cannabis seine Zahlen für das erste Quartal vorlegen. Nach einem Kursanstieg von 35 Prozent seit Jahresbeginn und aufgrund einer geringen Marktkapitalisierung von 0,33 Milliarden Dollar könnte die Veröffentlichung hohe Volatilität auslösen. Zum Vergleich: Der kleinste DAX-Wert (Zalando) sei 18 Mal größer. Anleger würden auf Zeichen einer Wende hoffen, doch erwartet werde ein Verlust von 0,18 Dollar je Aktie. Aurora müsse profitabel werden, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen. Fortschritte bei der Kostensenkung seien erzielt worden, dennoch sei 2023 ein Nettoverlust von 225,90 Millionen Dollar geblieben, der nahezu dem Gesamtumsatz von 250 Millionen Dollar entsprochen habe.
Ähnlich wie der Kryptomarkt sei auch der Cannabis-Markt noch jung, wodurch außergewöhnliche Wachstumsraten möglich seien - vergleichbar mit dem jüngsten Boom der künstlichen Intelligenz. Laut Fortune Business Insights solle der weltweite Cannabis-Markt von 57,18 Milliarden Dollar im Jahr 2023 auf 444,34 Milliarden Dollar bis 2030 wachsen, was einer jährlichen Wachstumsrate von 34 Prozent entspreche. Hohe Wachstumsraten würden jedoch auch erhebliche Risiken mit sich bringen. Besonders relevant seien Fragen zur Marktregulierung, zum Wettbewerb und zur Produktqualität. Von einem konservativen Anlagestandpunkt aus betrachtet, wäre es ratsam, Cannabis-Aktien nicht zu übergewichten und auf etablierte, größere Unternehmen im Cannabis-Sektor zu setzen. Nordamerika dominiere den Markt mit einem Anteil von 81,79 Prozent, doch regulatorische Änderungen könnten die Marktzugangsbedingungen in den nächsten Jahren drastisch ändern. In Deutschland seien die gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Gebrauch und Handel von Cannabis seit dem 1. April gelockert worden. Diese Änderungen würden Staaten potenziell eine Win-Win-Situation bieten: Die Entkriminalisierung könne den illegalen Handel verringern und gleichzeitig Arbeitsplätze schaffen sowie Steuereinnahmen erhöhen. Für Deutschland könnten diese Maßnahmen zusätzliche Einnahmen von 4,7 Milliarden Euro generieren.
Die Aktie von Aurora Cannabis habe sich mittelfristig stabilisiert und schwanke seit über einem Jahr um die 6-Dollar-Marke. Diese Bodenbildung könnte als Sprungbrett für einen neuen Aufwärtstrend dienen. Eine nachhaltige Rückkehr über diese Marke würde das technische Bild deutlich aufhellen. Anschließend müsste das Jahreshoch von 9,31 Dollar überwunden werden. Mit einem Anstieg von 35 Prozent seit Jahresbeginn schlage Aurora den breiten Markt um ein Vielfaches - der DAX komme lediglich auf 10 Prozent. Zwischenzeitlich habe sich die Marktkapitalisierung von Aurora sogar verdoppelt. Trotz dieser Erholung habe die Aktie seit ihrem Rekordhoch 99 Prozent an Wert verloren und rangiere nur noch auf Platz 13 der größten Cannabis-Firmen nach Marktkapitalisierung.
Es sei notwendig, wirksame Regulierungen für den legalen Verkauf von Cannabis einzuführen, um den illegalen Handel einzudämmen. Deutschland zeige exemplarisch, dass die Schaffung eines rechtlichen Rahmens für Cannabis langwierig sei und viele Fragen offenlassen könne, etwa wie es sich mit dem Autofahren nach dem Konsum verhalte. Je mehr Länder jedoch einen offeneren Umgang mit Cannabis pflegen würden, sei es für medizinische oder nicht-medizinische Anwendungen, desto mehr steige die gesellschaftliche Akzeptanz. Eine Marktöffnung könnte Unternehmen wie Aurora Cannabis auch für institutionelle Investoren attraktiver machen. Diese dürften größere Investitionen tätigen, sobald die Marktdynamik und die Wachstumsperspektiven klarer würden. Für Unternehmen ist das Einhalten der Qualitätsstandards entscheidend, während regulatorische Änderungen mehr Kurspotenzial freisetzen könnten, so Ben Laidler, Global Markets Strategist bei eToro. (Analyse vom 17.06.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.
Börsenplätze Aurora Cannabis-Aktie:
5,395 EUR +0,47% (17.06.2024, 10:20)
TSX-Aktienkurs Aurora Cannabis-Aktie:
7,87 CAD -3,32% (14.06.2024, 22:00)
NASDAQ-Aktienkurs Aurora Cannabis-Aktie:
5,74 USD -2,71% (14.06.2024, 22:00)
ISIN Aurora Cannabis-Aktie:
CA05156X8504
WKN Aurora Cannabis-Aktie:
A4ZZ0W
Ticker-Symbol Aurora Cannabis-Aktie:
21P
TSX-Symbol Aurora Cannabis-Aktie:
ACB
NASDAQ-Symbol Aurora Cannabis-Aktie:
ACB
Kurzprofil Aurora Cannabis Inc.:
Aurora Cannabis Inc. (ISIN: CA05156X8504, WKN: A4ZZ0W, Ticker-Symbol: 21P, Toronto Stock Exchange-Symbol: ACB, NASDAQ-Symbol: ACB) ist ein in Kanada ansässiges Unternehmen für medizinischen Cannabis. Die Hauptgeschäftsbereiche des Unternehmens konzentrieren sich auf die Produktion, den Vertrieb und den Verkauf von Cannabisprodukten in Kanada und international. (17.06.2024/ac/a/n)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
|
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 3,62 $ | 3,61 $ | 0,01 $ | +0,28% | 17.04./01:44 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| CA05156X8504 | A4ZZ0W | 6,66 $ | 3,08 $ | |
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
|
|
3,10 € | -1,27% | 16.04.26 |
| Düsseldorf | 3,10 € | +5,01% | 16.04.26 |
| München | 3,112 € | +4,01% | 16.04.26 |
| Hannover | 3,132 € | +1,49% | 16.04.26 |
| Hamburg | 3,11 € | +0,78% | 16.04.26 |
| Frankfurt | 3,082 € | +0,72% | 16.04.26 |
| Nasdaq | 3,62 $ | +0,28% | 16.04.26 |
| AMEX | 3,65 $ | +0,27% | 16.04.26 |
| Stuttgart | 3,066 € | -1,79% | 16.04.26 |
| NYSE | 3,62 $ | -2,29% | 16.04.26 |
= Realtime
Aktuell
|
Meistgelesene Artikel
Aktuelle Diskussionen
| Antw. | Thema | Zeit |
| 5047 | Aurora Cannabis - Kanada & d. | 15.04.26 |
| Christina Lake Cannabis eine A. | 09.02.25 | |
| 2 | aurora--stopp-los | 25.03.22 |
| aurorara-tief | 25.01.22 | |
| wolke 777-zu aurora | 05.01.22 |








