ALNO will seine Schulden systematisch abbauen




22.07.11 15:49
aktiencheck.de EXKLUSIV

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Einer der weltweit größten Einbauküchenhersteller, die Düsseldorfer ALNO AG (ISIN DE0007788408 / WKN 778840), leidet zurzeit unter dem massiven Preiskampf in seiner Branche, die auf ein breites Marktangebot und eine nur mäßige Nachfrage zurückzuführen ist. Diese schwierigen Rahmenbedingungen haben die Gesellschaft im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2011 in die Verlustzone geführt. Der Umsatz ging um 5,2% auf 108,7 Mio. EUR zurück und es wurde ein Verlust in Höhe von 7,5 Mio. EUR erwirtschaftet. Die Geschäftsführung bleibt allerdings zuversichtlich, im Gesamtjahr 2011 ein besseres Ergebnis als in 2010 (1 Mio. EUR) erzielen zu können.

aktiencheck.de EXKLUSIV führte ein kurzes Interview mit der ALNO AG.

aktiencheck.de EXKLUSIV: Anfang März 2011 hat die ALNO AG eine Kapitalerhöhung im Volumen von 26,1 Mio. EUR durchgeführt. Wofür sollen die finanziellen Mittel aus dieser Maßnahme verwendet werden?

ALNO: Die Mittel aus der Kapitalerhöhung wurden zur Stärkung der Eigenkapitalquote und zur Sicherung der Liquidität der ALNO AG verwendet. Zudem diente die Kapitalerhöhung zur weiteren Finanzierung des Zukunftskonzepts "ALNO 2013".

aktiencheck.de EXKLUSIV: Der Wettbewerbsdruck in Ihrer Branche ist derzeit sehr hoch. Viele Hersteller drängen mit Billigprodukten auf den Markt und auch die Nachfrage der Konsumenten lässt zu wünschen übrig. Auch die ALNO AG konnte sich diesen schwierigen Rahmenbedingungen nicht entziehen und ist in die roten Zahlen gerutscht. Dennoch gehen Sie auf der Ergebnisseite für das Gesamtjahr 2011 von einer Verbesserung gegenüber dem Geschäftsjahr 2010 aus. Worauf basiert Ihre Zuversicht für die Geschäftsentwicklung in den kommenden Quartalen?

ALNO: Nach Einschätzung des Branchenverbandes VdDK wird der deutsche Küchenmarkt 2011 um 3% wachsen. Wir gehen trotz eines schwierigen 1. Quartals für den Konzern davon aus, dass wir davon im weiteren Jahresverlauf profitieren werden. Neben einem wachsenden Markt sind für das 2. Halbjahr eine Reihe von Vertriebsmaßnahmen geplant, die der rückläufigen Umsatzentwicklung im 1. Quartal entgegenwirken werden.

aktiencheck.de EXKLUSIV: Die Anlaufprobleme beim neuen WELLMANN-Sortiment haben den Umsatz Ihrer Gesellschaft in den vergangenen Quartalen erheblich belastet. Wann hoffen Sie diesen für Ihre Geschäftsentwicklung belastenden Faktor endgültig beheben zu können?

ALNO: Das neue WELLMANN-Sortiment wurde viel besser und schneller vom Markt angenommen, als wir erwartet hatten. Durch die gegenüber der Planung höhere Nachfrage und produktionsbedingte Lieferverzögerungen konnten wir diese große Nachfrage nicht bedienen. Bis Ende August sollten wir dieses Thema gelöst haben.

aktiencheck.de EXKLUSIV: Im Geschäftsjahr 2010 hat das Exportgeschäft der ALNO AG unter der anhaltenden Immobilienkrise in Südeuropa und Großbritannien stark gelitten. Die Marktsituation bleibt in diesen Regionen auch im Jahr 2011 schwierig. Sind Ihrer Meinung nach im laufenden Geschäftsjahr vielleicht schon Anzeichen einer Erholung für Ihr Auslandsgeschäft erkennbar, die auf eine bessere Entwicklung in den kommenden Quartalen hoffen lassen?

ALNO: Es ist richtig, dass insbesondere die Marke ALNO unter der schwachen Entwicklung des Exportgeschäfts aufgrund der wirtschaftlich angespannten Situation in einigen südeuropäischen Ländern und Großbritannien gelitten hat. Dennoch liegt in unserem Auslandsgeschäft noch viel Potenzial, das wir heben möchten. In einigen Ländern sehen wir bereits positive Umsatzentwicklungen, dort wurde frühzeitig und konsequent am Umbau der ehemaligen Tochtergesellschaften gearbeitet und mit unserer neuen Vertriebsstruktur Vertrauen aufgebaut. Insbesondere in Frankreich liegen wir über dem Vorjahr und wachsen schnell. Auch in Großbritannien liegt der Umsatz wieder deutlich im Plus. Schwieriger ist es im Moment noch in der Schweiz, dort arbeiten wir mit Hochdruck am Umbau alter Strukturen.

aktiencheck.de EXKLUSIV: Die Verschuldung der ALNO AG bleibt hoch. Welche Strategie verfolgt die Unternehmensführung in dieser Hinsicht? Gibt es einen Plan zum kontinuierlichen Abbau der Verbindlichkeiten?

ALNO: Die Sanierungsvereinbarung II führt unter Mitwirkung der Gesellschafter zu einer Entschuldung des Konzerns um 50 Mio. EUR bis spätestens zum 31.12.2011. Im laufenden Geschäftsjahr sind Sondertilgungen von Darlehen in Höhe von ca. 10 Mio. EUR geplant, die ebenso zu einer Entschuldung des Konzerns führen. In den Folgejahren ist vorgesehen, die Verschuldung aus eigener Kraft weiter zurückzuführen.

aktiencheck.de EXKLUSIV bedankt sich für dieses Interview und wünscht der ALNO AG weiterhin viel geschäftlichen Erfolg. (22.07.2011/ac/e/i)




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