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Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" halten die vwd-Aktie (ISIN DE0005204705 / WKN 520470) für ein vielversprechendes Investment.
Der Dienstleister für die Verbreitung und Aufbreitung von Finanzinformationen leide in diesem Jahr unter den Folgen der Finanzkrise und Sparmaßnahmen der Kunden für Finanzwerbung. Die vwd Vereinigte Wirtschaftsdienste AG unterteile ihre Geschäftsaktivitäten in drei Geschäftsfelder. Im Bereich Market Data Solutions (MDS) biete die Gruppe Banken, Finanzdienstleistern, Vermögensverwaltern, Unternehmen und Privatanlegern ein breites Angebot an Markdatensystemen, Applikationen und Portfoliomanagementlösungen an. Fokus seien Softwarelösungen wie zum Beispiel der vwd market manager, vwd portfolio manager, vwd data manager und der vwd trader.
Das Geschäftsfeld Technology Solutions (TS) biete Informations-, Technologie- und Transaktionslösungen sowie Consulting-Dienstleistungen für kundenspezifische Anforderungen des Finanzsektors. Dazu gehöre das Hosting von Internetpräsenzen von Banken, Online-Broker und Medien sowie die Konzeption und Bereitstellung von Kursteilen für Tageszeitungen und Finanzmagazine. Im Bereich Specialised Marketing Solutions (SMS) würden neben dem Zertifikate-Rating maßgeschneiderte Sonderwerbeformen für Emittenten in den Finanzmedien offeriert. Dieses Segment spüre die Auswirkungen der Finanzkrise am stärksten. Zum Portfolio der Frankfurter gehöre unter anderem das Portal finanztreff.
Das Unternehmen blicke insgesamt auf 3.200 Firmen- und institutionelle Kunden sowie über 12.500 Privatkunden. Die Zahl der Seitenaufrufe auf den von der Gruppe betriebenen Internet-Seiten liege aufsummiert bei über 250 Mio. pro Monat. Der Umsatz habe in den vergangenen fünf Jahren verdoppelt werden können. Im Jahr 2009 seien knapp 80 Mio. Euro Umsatz erzielt worden. Das EBITDA habe bei knapp zehn Mio. Euro und das EBIT bei 5,8 Mio. Euro gelegen. Dies entspreche einer Marge von 7,3 Prozent. Unterm Strich habe der Gewinn 3,1 Mio. Euro betragen.
In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres habe sich der Umsatz auf 18,4 Mio. Euro leicht reduziert. Das EBITDA hingegen sei indes von 2,7 auf 1,6 Mio. Euro gesunken. Von 1,8 auf rund 0,5 Mio. Euro habe sich das EBIT reduziert. Im EBIT seien allerdings auch Kaufpreisallokationen auf Zukäufe enthalten, die das operative im Gesamtjahr um circa 1,5 Mio. Euro schmälern würden. Bei ihrem Treffen in Frankfurt habe Vorstandschef Edmund J. Keferstein den Experten für das Jahr 2010 sinkende Umätze und Erträge angekündigt. "Das Geschäftsjahr wird schwierig und nur verhalten verlaufen", so der CEO. Die Einnahmen könnten sich durchaus um bis zu zehn Prozent verringern.
Ab dem zweiten Halbjahr 2010 dürfte es jedoch wieder bereits leicht aufwärts gehen. Sofern sich die gesamte Wirtschaft erhole, erwarte der Firmenchef ab 2011 wieder deutlich steigende Umsätze und viel bessere Margen. "In der Zukunft werden wir von den neuen Regulierungsbemühungen vieler EU-Staaten erheblich profitieren. Die Einführung von mehr Transparenz und Risikooptimierung im Anlagenprozess wird den Einsatz von Systemen notwendig machen, die wir im Portfolio haben. Zudem sollte der Tiefpunkt für die Nachfrage von Marketing- Kommunikationslösungen inzwischen erreicht sein", erkläre Keferstein.
Auf mittlere Sicht strebe Keferstein einen Umsatz von 100 Mio. Euro an sowie eine EBIT-Marge von bis zu 20 Prozent. Zum künftigen Umsatzwachstum könnten weitere Zukäufe beitragen.
Das Grundkapital sei in 25,7 Mio. Aktien eingeteilt. Der Börsenwert entspreche sodann rund 76 Mio. Euro. Zu den größten Anteilseignern gehöre die Beteiligungsgesellschaft Cornerstone, die zur Deutschen Balaton Gruppe gehöre. Zusammen mit einer Gesellschaft von SAP-Milliardär Dietmar Hopp gehöre diesen Aktionären mehr als 70 Prozent der Gesellschaft. Mit rund 15 Prozent zähle CEO Keferstein zu den Anteilseignern. Anleger könnten das Jahr 2010 getrost abhaken. Der Blick sollte sich auf 2011 richten. Da inzwischen alle negativen Nachrichten im Kurs enthalten sein sollten, böten sich bei Kursen unter drei Euro Käufe an.
Mittel- bis langfristig sei das Papier vielversprechend, zumal die Gruppe in der Zukunft solide Dividenden ausschütten dürfte. Nicht unspannend sei die Tatsache, dass Großaktionär Hopp für die Firma ein Pflichtangebot unterbreiten müsste. Bedingt durch die ihm zuzurechnenden Gesellschaften habe er den Schwellenwert von 30 Prozent überschritten. Bislang sei keine entsprechende Offerte publiziert worden. Derzeit seien die Anteile sodann weder stimm- noch dividendenberichtigt. Das dürfte bis zu dem Zeitpunkt so bleiben, bis Hopp seinen Verpflichtungen für ein Angebot nachgekommen sei.
Alternativ: Hopp könnte seinen Anteil komplett verkaufen. Nehme ein Investor das gesamte Paket, müsste er umgehend ebenfalls ein Übernahmeangebot an die freien Aktionäre unterbreiten. Das verschaffe dem Papier zusätzliche Fantasie und stütze den Kurs gut nach unten ab.
Mittel- bis langfristig ist die vwd-Aktie vielversprechend, so die Experten von "TradeCentre.de". (Analyse vom 18.06.2010) (18.06.2010/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Der Dienstleister für die Verbreitung und Aufbreitung von Finanzinformationen leide in diesem Jahr unter den Folgen der Finanzkrise und Sparmaßnahmen der Kunden für Finanzwerbung. Die vwd Vereinigte Wirtschaftsdienste AG unterteile ihre Geschäftsaktivitäten in drei Geschäftsfelder. Im Bereich Market Data Solutions (MDS) biete die Gruppe Banken, Finanzdienstleistern, Vermögensverwaltern, Unternehmen und Privatanlegern ein breites Angebot an Markdatensystemen, Applikationen und Portfoliomanagementlösungen an. Fokus seien Softwarelösungen wie zum Beispiel der vwd market manager, vwd portfolio manager, vwd data manager und der vwd trader.
Das Geschäftsfeld Technology Solutions (TS) biete Informations-, Technologie- und Transaktionslösungen sowie Consulting-Dienstleistungen für kundenspezifische Anforderungen des Finanzsektors. Dazu gehöre das Hosting von Internetpräsenzen von Banken, Online-Broker und Medien sowie die Konzeption und Bereitstellung von Kursteilen für Tageszeitungen und Finanzmagazine. Im Bereich Specialised Marketing Solutions (SMS) würden neben dem Zertifikate-Rating maßgeschneiderte Sonderwerbeformen für Emittenten in den Finanzmedien offeriert. Dieses Segment spüre die Auswirkungen der Finanzkrise am stärksten. Zum Portfolio der Frankfurter gehöre unter anderem das Portal finanztreff.
Das Unternehmen blicke insgesamt auf 3.200 Firmen- und institutionelle Kunden sowie über 12.500 Privatkunden. Die Zahl der Seitenaufrufe auf den von der Gruppe betriebenen Internet-Seiten liege aufsummiert bei über 250 Mio. pro Monat. Der Umsatz habe in den vergangenen fünf Jahren verdoppelt werden können. Im Jahr 2009 seien knapp 80 Mio. Euro Umsatz erzielt worden. Das EBITDA habe bei knapp zehn Mio. Euro und das EBIT bei 5,8 Mio. Euro gelegen. Dies entspreche einer Marge von 7,3 Prozent. Unterm Strich habe der Gewinn 3,1 Mio. Euro betragen.
In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres habe sich der Umsatz auf 18,4 Mio. Euro leicht reduziert. Das EBITDA hingegen sei indes von 2,7 auf 1,6 Mio. Euro gesunken. Von 1,8 auf rund 0,5 Mio. Euro habe sich das EBIT reduziert. Im EBIT seien allerdings auch Kaufpreisallokationen auf Zukäufe enthalten, die das operative im Gesamtjahr um circa 1,5 Mio. Euro schmälern würden. Bei ihrem Treffen in Frankfurt habe Vorstandschef Edmund J. Keferstein den Experten für das Jahr 2010 sinkende Umätze und Erträge angekündigt. "Das Geschäftsjahr wird schwierig und nur verhalten verlaufen", so der CEO. Die Einnahmen könnten sich durchaus um bis zu zehn Prozent verringern.
Auf mittlere Sicht strebe Keferstein einen Umsatz von 100 Mio. Euro an sowie eine EBIT-Marge von bis zu 20 Prozent. Zum künftigen Umsatzwachstum könnten weitere Zukäufe beitragen.
Das Grundkapital sei in 25,7 Mio. Aktien eingeteilt. Der Börsenwert entspreche sodann rund 76 Mio. Euro. Zu den größten Anteilseignern gehöre die Beteiligungsgesellschaft Cornerstone, die zur Deutschen Balaton Gruppe gehöre. Zusammen mit einer Gesellschaft von SAP-Milliardär Dietmar Hopp gehöre diesen Aktionären mehr als 70 Prozent der Gesellschaft. Mit rund 15 Prozent zähle CEO Keferstein zu den Anteilseignern. Anleger könnten das Jahr 2010 getrost abhaken. Der Blick sollte sich auf 2011 richten. Da inzwischen alle negativen Nachrichten im Kurs enthalten sein sollten, böten sich bei Kursen unter drei Euro Käufe an.
Mittel- bis langfristig sei das Papier vielversprechend, zumal die Gruppe in der Zukunft solide Dividenden ausschütten dürfte. Nicht unspannend sei die Tatsache, dass Großaktionär Hopp für die Firma ein Pflichtangebot unterbreiten müsste. Bedingt durch die ihm zuzurechnenden Gesellschaften habe er den Schwellenwert von 30 Prozent überschritten. Bislang sei keine entsprechende Offerte publiziert worden. Derzeit seien die Anteile sodann weder stimm- noch dividendenberichtigt. Das dürfte bis zu dem Zeitpunkt so bleiben, bis Hopp seinen Verpflichtungen für ein Angebot nachgekommen sei.
Alternativ: Hopp könnte seinen Anteil komplett verkaufen. Nehme ein Investor das gesamte Paket, müsste er umgehend ebenfalls ein Übernahmeangebot an die freien Aktionäre unterbreiten. Das verschaffe dem Papier zusätzliche Fantasie und stütze den Kurs gut nach unten ab.
Mittel- bis langfristig ist die vwd-Aktie vielversprechend, so die Experten von "TradeCentre.de". (Analyse vom 18.06.2010) (18.06.2010/ac/a/nw)
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