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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Dr. Norbert Kalliwoda, CEFA von DR. KALLIWODA Research, empfiehlt weiterhin die vwd-Aktie (ISIN DE0005204705 / WKN 520470) zu kaufen.
Die jüngst vorgelegten Geschäftszahlen 2008 hätten sowohl positive als auch negative Komponenten aufgewiesen. Positiv werte man vor allem die geglückte Integration der erworbenen Tochtergesellschaften, die sich auf die Umsatz- und Ertragslage positiv ausgewirkt hätten. Die Fremdfinanzierung der Beteiligungen habe andererseits zur Folge, dass die Gesellschaft in Zukunft höhere Finanzierungskosten zu tragen habe, die allerdings leicht zu verkraften seien.
Mit dem Erwerb der European Derivatives Group (EDG), die sich auf die Beurteilung von Zertifikaten und Finanzinnovationen spezialisiert habe, erweitere die vwd group ihr Leistungsspektrum um begleitende Finanzinformationen sinnvoll. Das Rating der EDG solle sowohl von den Nutzern des eigenen Finanzportals finanztreff.de genutzt werden als auch über das Marktdatensystem der vwd group zur Verfügung stehen. Die European Derivatives Group stehe u.a. mit den Ratingagenturen Scope aus Berlin, dem Institut für Zertifikate Analyse (IZA) und der FWW aus München im Wettbewerb. Die EDG sei bestrebt allgemeingültige Ratings für alle Zertifikate nach einem unabhängigen wissenschaftlichen Urteil zu treffen.
Das Erlösmodell der European Derivatives Group basiere auf den vertraglichen Beziehungen zu den Emittenten, deren Zertifikate sie beurteilen würden. Darüber hinaus erlöse die EDG Einnahmen durch Förderungen des Deutschen Derivate Verbands. Mitglieder des DDV wiederum seien vorwiegend die Emittenten der zu beurteilenden Zertifikate. Diese Konstellation könne von den Nutzern hingegen kritisch beurteilt werden. Zu den Kunden der EDG würden bereits beachtliche 3000 Finanzinstitute, Medien und Industrieunternehmen zählen. Die Analysten würden diesen Zukauf sehr positiv sehen, allerdings seien etwaige regulatorische Eingriffe seitens der Finanzaufsicht/Gesetzgebers und deren Folgen zur Zeit nicht absehbar.
Man rechne damit, dass auch in der Zukunft der Zertifikatemarkt stark zulegen werde, und damit verbunden auch die Nachfrage nach Finanzprodukten, allerdings rechne man damit, dass komplexe Finanzinnovationen kurz- bis mittelfristig durch einfach strukturierten Produkten verdrängt würden. Das spezielle Know-how der European Derivatives Group ergänze hervorragend das Produktportfolio der vwd group, das darüber hinaus auch auf weitere Assetklassen angewendet werden könne. Hinsichtlich des Kaufpreises seien von der vwd group noch keine Angaben veröffentlicht worden.
Die Umsatzerlöse seien in Summe um 12,6 Prozent von 65,1 Mio. auf 73,4 Mio. Euro gestiegen. Dabei habe das Unternehmen in den Geschäftssegment Technology Solutions und Market Data Solutions Wachstumraten beim Umsatz von 21,1 bzw. 19,9 Prozent verzeichnet, während die Erlöse im Bereich Specialised Market Solutions auf Vorjahresniveau verharrt hätten. Hinsichtlich der Ertragskraft zeige sich wiederum ein anderes Bild. Hier würden die Bereiche Market Data Solutions mit einem Betriebsergebnis von 3,2 Mio. Euro (Vorjahr 0,4 Mio. Euro) und nach wie vor Specialised Market Solutions mit einem Ergebnisbeitrag von 4,0 Mio. Euro (Vorjahr 4,7 Mio. Euro) glänzen, wobei man hier einen leichten Rückgang habe hinnehmen müssen. Im Segment Technology Solutions habe der Ergebnisbeitrag auf niedrigerem Niveau von 0,5 Mio. auf 0,9 Mio. Euro gesteigert werden können.
Nachdem sich die Zahlen im Rahmen der Erwartungen der Analysten bewegt hätten und die Erwartungen des Management unverändert positiv gestaltet seien, würden die Analysten ihr Kursziel trotz leicht höherer Bewertungsmultiplikatoren, unverändert bei 6,00 Euro je Aktie belassen. Positive Impulse verspreche sich die Gesellschaft durch die sinkenden Kosten bei der Informationsbeschaffung, der Cross-Selling Potenziale zwischen den Tochtergesellschaften und der Hebung weiterer Synergien. Die auf den ersten Blick relativ hohen Bewertungsmultiplikatoren - das KGV-Multiple belaufe sich auf 29, das KBV auf 3,4 und das KCV auf 20 - würden sich relativieren, sofern das Unternehmen in der Lage sei das Wachstum nach dem schwierigen Jahr 2009 aufrecht zu erhalten. Das KGV würde sich danach auf Basis des Geschäftsjahres 2010 auf moderate 15 bei hohen operativen Cashflows belaufen. Der aus dem DCF-Modell gewonnene faire Wert von 6,00 Euro werde darüber hinaus von Peer Group Vergleich gestützt. Hiernach ergebe sich auf Basis des EV/EBIT-Multiples ein fairer Wert in Höhe von 5,90 Euro.
Die Analysten von Dr. KALLIWODA Research empfehlen weiterhin, die vwd-Aktie zu kaufen. (Analyse vom 07.04.2009) (07.04.2009/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Die jüngst vorgelegten Geschäftszahlen 2008 hätten sowohl positive als auch negative Komponenten aufgewiesen. Positiv werte man vor allem die geglückte Integration der erworbenen Tochtergesellschaften, die sich auf die Umsatz- und Ertragslage positiv ausgewirkt hätten. Die Fremdfinanzierung der Beteiligungen habe andererseits zur Folge, dass die Gesellschaft in Zukunft höhere Finanzierungskosten zu tragen habe, die allerdings leicht zu verkraften seien.
Mit dem Erwerb der European Derivatives Group (EDG), die sich auf die Beurteilung von Zertifikaten und Finanzinnovationen spezialisiert habe, erweitere die vwd group ihr Leistungsspektrum um begleitende Finanzinformationen sinnvoll. Das Rating der EDG solle sowohl von den Nutzern des eigenen Finanzportals finanztreff.de genutzt werden als auch über das Marktdatensystem der vwd group zur Verfügung stehen. Die European Derivatives Group stehe u.a. mit den Ratingagenturen Scope aus Berlin, dem Institut für Zertifikate Analyse (IZA) und der FWW aus München im Wettbewerb. Die EDG sei bestrebt allgemeingültige Ratings für alle Zertifikate nach einem unabhängigen wissenschaftlichen Urteil zu treffen.
Das Erlösmodell der European Derivatives Group basiere auf den vertraglichen Beziehungen zu den Emittenten, deren Zertifikate sie beurteilen würden. Darüber hinaus erlöse die EDG Einnahmen durch Förderungen des Deutschen Derivate Verbands. Mitglieder des DDV wiederum seien vorwiegend die Emittenten der zu beurteilenden Zertifikate. Diese Konstellation könne von den Nutzern hingegen kritisch beurteilt werden. Zu den Kunden der EDG würden bereits beachtliche 3000 Finanzinstitute, Medien und Industrieunternehmen zählen. Die Analysten würden diesen Zukauf sehr positiv sehen, allerdings seien etwaige regulatorische Eingriffe seitens der Finanzaufsicht/Gesetzgebers und deren Folgen zur Zeit nicht absehbar.
Die Umsatzerlöse seien in Summe um 12,6 Prozent von 65,1 Mio. auf 73,4 Mio. Euro gestiegen. Dabei habe das Unternehmen in den Geschäftssegment Technology Solutions und Market Data Solutions Wachstumraten beim Umsatz von 21,1 bzw. 19,9 Prozent verzeichnet, während die Erlöse im Bereich Specialised Market Solutions auf Vorjahresniveau verharrt hätten. Hinsichtlich der Ertragskraft zeige sich wiederum ein anderes Bild. Hier würden die Bereiche Market Data Solutions mit einem Betriebsergebnis von 3,2 Mio. Euro (Vorjahr 0,4 Mio. Euro) und nach wie vor Specialised Market Solutions mit einem Ergebnisbeitrag von 4,0 Mio. Euro (Vorjahr 4,7 Mio. Euro) glänzen, wobei man hier einen leichten Rückgang habe hinnehmen müssen. Im Segment Technology Solutions habe der Ergebnisbeitrag auf niedrigerem Niveau von 0,5 Mio. auf 0,9 Mio. Euro gesteigert werden können.
Nachdem sich die Zahlen im Rahmen der Erwartungen der Analysten bewegt hätten und die Erwartungen des Management unverändert positiv gestaltet seien, würden die Analysten ihr Kursziel trotz leicht höherer Bewertungsmultiplikatoren, unverändert bei 6,00 Euro je Aktie belassen. Positive Impulse verspreche sich die Gesellschaft durch die sinkenden Kosten bei der Informationsbeschaffung, der Cross-Selling Potenziale zwischen den Tochtergesellschaften und der Hebung weiterer Synergien. Die auf den ersten Blick relativ hohen Bewertungsmultiplikatoren - das KGV-Multiple belaufe sich auf 29, das KBV auf 3,4 und das KCV auf 20 - würden sich relativieren, sofern das Unternehmen in der Lage sei das Wachstum nach dem schwierigen Jahr 2009 aufrecht zu erhalten. Das KGV würde sich danach auf Basis des Geschäftsjahres 2010 auf moderate 15 bei hohen operativen Cashflows belaufen. Der aus dem DCF-Modell gewonnene faire Wert von 6,00 Euro werde darüber hinaus von Peer Group Vergleich gestützt. Hiernach ergebe sich auf Basis des EV/EBIT-Multiples ein fairer Wert in Höhe von 5,90 Euro.
Die Analysten von Dr. KALLIWODA Research empfehlen weiterhin, die vwd-Aktie zu kaufen. (Analyse vom 07.04.2009) (07.04.2009/ac/a/nw)
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Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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