vwd Trendwende vollzogen




25.03.11 17:08
Warburg Research

Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von Warburg Research, Felix Ellmann, stuft die vwd-Aktie (ISIN DE0005204705 / WKN 520470) weiterhin mit "halten" ein.

Am 24.03.11 habe die vwd AG die Geschäftszahlen für das Geschäftsjahr bzw. das vierte Quartal 2010 vorgelegt. Diese hätten oberhalb der Erwartungen gelegen.

Im Jahr 2010 hätten sich mehrere Faktoren belastend ausgewirkt: Der Kostendruck innerhalb der Finanzindustrie, welcher den Markt für Finanzinformationen erheblich geschwächt habe, der Abbau von Arbeitsplätzen in der Finanzbranche im Rahmen der letzten Finanzkrise und ein Rückgang der Projekte gegenüber dem Vorjahr hätten zu insgesamt rückläufigen Umsätzen geführt. Eine spürbare Verbesserung des Geschäftsumfeldes zum Ende des Berichtsjahres habe jedoch zu einem guten vierten Quartalsergebnis geführt.

Insgesamt unterstreiche diese Entwicklung die zu erwartende Trendwende bei Umsatz und Ergebnis und verdeutliche auch den hohen operativen Leverage, denn bereits eine leichte Verbesserung des Umsatzes führe zu überproportional verbesserten Ergebnissen. Die guten Zahlen würden die Erwartungen (WRe) für 2011 unterstreichen, die unverändert einen deutlichen Ergebnisanstieg antizipieren würden. Die Erwartungen würden sich mit dem Ausblick des Unternehmens (2011: Umsatz EUR 76,1 bis 82 Mio., EBITDA EUR 7,8 bis 9,2 Mio.) decken.

Die Lösungen für Berater seien erfolgreich: Die zunehmende Regulierung und die zu erwartende weitere Veränderung rechtlicher Rahmenbedingungen nütze vwd. Mit der "vwd sales process solution" sei im Geschäftsjahr 2010 eine rechtssichere Beratungs- und Vertriebslösung entwickelt worden, die den Beratungsprozess für Vermögensverwalter, Banken und Versicherungen strukturiere und protokolliere. Diese stoße auf hohe Nachfrage, was ein erster großer Referenzkunde unterstreiche.

Die Transparenz und das Risikomanagement seien weiter aktuell: Die Produkte der vwd würden neben den klassischen Informationsanwendungen besonders Risikomanagementthemen abbilden. Während in den krisengezeichneten vergangenen Jahren Investitionen hier eher aufgeschoben worden seien, könnte das Unternehmen jetzt von Nachholeffekten profitieren.

Die Akquisitionen seien wahrscheinlich: vwd verweise auf eine verbesserte Kapitalbasis. Der von EUR 4,5 Mio. auf EUR 7,3 Mio. deutlich gestiegene Cash-Flow sei zur Tilgung von Finanzverbindlichkeiten genutzt worden. Das Unternehmen sehe nun größeren Spielraum für Akquisitionen. Diese würden auch deshalb wahrscheinlich erscheinen, da die vergangenen Akquisitionen des Konzerns Skaleneffekte im Rahmen der Nutzung bestehender Strukturen
("Datenbasis") nach sich gezogen hätten.

Insgesamt werde in den Prognosen weiterhin von einem guten organischen Wachstum ausgegangen, welches gegebenenfalls durch Akquisitionen flankiert werde (nicht in den Prognosen berücksichtigt). Das Kursziel bleibe mit EUR 2,90 unverändert.

Die vwd-Aktie wird von den Analysten von Warburg Research weiter mit "halten" eingestuft. (Analyse vom 25.03.2011) (25.03.2011/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.








 
 
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