Erweiterte Funktionen
München (aktiencheck.de AG) - Nach Meinung der Experten von "SdK AktionärsNews" ist die paragon-Aktie (ISIN DE0005558696 / WKN 555869) für spekulativ orientierte Anleger zur Depotbeimischung geeignet.
Einen etwas anderen Verlauf als die meisten Unternehmensinsolvenzen habe die paragon AG genommen. Im Regelfall zerfalle ein Unternehmen nach Ankündigung der Insolvenz, die Gläubiger würden ihre Sicherheiten verwerten und würden dann nach einer Quote ausbezahlt, die Eigentümer würden oft leer ausgehen. Ganz anders bei der paragon AG, bei der es dem Vorstand und Großaktionär Klaus Dieter Frers gelungen sei, das Unternehmen zu retten.
Regelmäßig mehr als 100 Mio. Euro Umsatz und nachhaltig schwarze Zahlen habe paragon bis zum Jahr 2008 realisiert. Dann sei der Automobilzulieferer, bedingt durch die Absatzkrise der Automobilindustrie, in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. Der Vorstand habe zwar durch massive Kostensenkungsmaßnahmen, zu denen auch Massenentlassungen gehört hätten, reagiert, doch zu einer Einigung mit den beteiligten Banken sei es nicht gekommen. paragon habe eine Einigung aber nicht abgewartet, sondern der Vorstand habe eine gewagte Strategie gefahren: Mit dem bewussten Einleiten einer geordneten Insolvenz im Oktober 2009 sollte der Bankenkreis bereinigt und paragon in Eigenverwaltung weitergeführt werden.
Und der Plan sei aufgegangen: Im April dieses Jahres habe paragon die Fortführung mit der bestehenden Eigentums- und Führungsstruktur gemeldet. Die Gläubiger hätten dem vorgelegten Insolvenzplan und einer Quote von ca. 12,7% zugestimmt. Bei einem Planverfahren würden die Gläubiger eine bestimmte Quote sofort ausgezahlt bekommen und im Gegenzug auf den Rest ihrer Forderungen verzichten; das Unternehmen könne dann mit deutlich reduzierter Verschuldung weiterarbeiten. Die Quote von ca. 12,7% habe einen erheblichen Einschnitt vor allem für die Banken bedeutet, denen im Herbst 2009 noch eine durchschnittliche Quote von 61% angeboten worden sei.
Vorletzte Woche hätten auch die Aktionäre im Rahmen einer Bilanzpressekonferenz Klarheit über die weitere Ausrichtung erhalten. Und die sehe nicht schlecht aus. Wie der Vorstandsvorsitzende Frers berichtet habe, arbeite paragon bereits seit dem zweiten Quartal 2009 wieder profitabel. Für 2010 werde ein Umsatz von 58 Mio. Euro angestrebt, das bereinigte EBITDA (ohne Aufwand für Restrukturierung und Insolvenz) solle bei 7,5 Mio. Euro liegen. Auch die bilanziellen Auswirkungen seien enorm: So habe die Verschuldung entscheidend reduziert werden können, die Bankendarlehen inkl. Genussrechte seien von 69,8 Mio. Euro um 67,5% auf 22,7 Mio. Euro gesunken.
Für die Aktionäre bedeute die Entwicklung zunächst einmal, dass keinerlei Kapitalmaßnahmen erfolgt seien und sie somit ohne Verwässerung aus der Planinsolvenz gekommen seien. Bei einem aktuellen Kurs von etwa 4,10 Euro und insgesamt 4,12 Mio. Aktien werde paragon mit etwa 17 Mio. Euro bewertet. Wenn es Frers gelinge, paragon wieder nachhaltig profitabel zu machen, sei diese Bewertung ein Witz. Allerdings dürfe nicht übersehen werden, dass das Eigenkapital zum 31. Mai 2010 bei gerade einmal 1,3 Mio. Euro liege.
Die paragon-Aktie ist deshalb auf dem aktuellen Kursniveau insbesondere für spekulativ orientierte Anleger zur Depotbeimischung geeignet, so die Experten von "SdK AktionärsNews". Man glaube an das nachhaltige Gelingen des Turnarounds und sehe in der Aktie auf Jahressicht eine Verdoppelungschance, das Stopp-Loss-Limit sollte bei 3 Euro gesetzt werden. (Ausgabe 218 vom 23.08.2010) (24.08.2010/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Einen etwas anderen Verlauf als die meisten Unternehmensinsolvenzen habe die paragon AG genommen. Im Regelfall zerfalle ein Unternehmen nach Ankündigung der Insolvenz, die Gläubiger würden ihre Sicherheiten verwerten und würden dann nach einer Quote ausbezahlt, die Eigentümer würden oft leer ausgehen. Ganz anders bei der paragon AG, bei der es dem Vorstand und Großaktionär Klaus Dieter Frers gelungen sei, das Unternehmen zu retten.
Regelmäßig mehr als 100 Mio. Euro Umsatz und nachhaltig schwarze Zahlen habe paragon bis zum Jahr 2008 realisiert. Dann sei der Automobilzulieferer, bedingt durch die Absatzkrise der Automobilindustrie, in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. Der Vorstand habe zwar durch massive Kostensenkungsmaßnahmen, zu denen auch Massenentlassungen gehört hätten, reagiert, doch zu einer Einigung mit den beteiligten Banken sei es nicht gekommen. paragon habe eine Einigung aber nicht abgewartet, sondern der Vorstand habe eine gewagte Strategie gefahren: Mit dem bewussten Einleiten einer geordneten Insolvenz im Oktober 2009 sollte der Bankenkreis bereinigt und paragon in Eigenverwaltung weitergeführt werden.
Vorletzte Woche hätten auch die Aktionäre im Rahmen einer Bilanzpressekonferenz Klarheit über die weitere Ausrichtung erhalten. Und die sehe nicht schlecht aus. Wie der Vorstandsvorsitzende Frers berichtet habe, arbeite paragon bereits seit dem zweiten Quartal 2009 wieder profitabel. Für 2010 werde ein Umsatz von 58 Mio. Euro angestrebt, das bereinigte EBITDA (ohne Aufwand für Restrukturierung und Insolvenz) solle bei 7,5 Mio. Euro liegen. Auch die bilanziellen Auswirkungen seien enorm: So habe die Verschuldung entscheidend reduziert werden können, die Bankendarlehen inkl. Genussrechte seien von 69,8 Mio. Euro um 67,5% auf 22,7 Mio. Euro gesunken.
Für die Aktionäre bedeute die Entwicklung zunächst einmal, dass keinerlei Kapitalmaßnahmen erfolgt seien und sie somit ohne Verwässerung aus der Planinsolvenz gekommen seien. Bei einem aktuellen Kurs von etwa 4,10 Euro und insgesamt 4,12 Mio. Aktien werde paragon mit etwa 17 Mio. Euro bewertet. Wenn es Frers gelinge, paragon wieder nachhaltig profitabel zu machen, sei diese Bewertung ein Witz. Allerdings dürfe nicht übersehen werden, dass das Eigenkapital zum 31. Mai 2010 bei gerade einmal 1,3 Mio. Euro liege.
Die paragon-Aktie ist deshalb auf dem aktuellen Kursniveau insbesondere für spekulativ orientierte Anleger zur Depotbeimischung geeignet, so die Experten von "SdK AktionärsNews". Man glaube an das nachhaltige Gelingen des Turnarounds und sehe in der Aktie auf Jahressicht eine Verdoppelungschance, das Stopp-Loss-Limit sollte bei 3 Euro gesetzt werden. (Ausgabe 218 vom 23.08.2010) (24.08.2010/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 1,695 € | 1,745 € | -0,05 € | -2,87% | 21.04./21:58 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0005558696 | 555869 | 3,60 € | 1,30 € | |
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
|
|
1,695 € | -2,87% | 21.04.26 |
| Xetra | 1,78 € | +3,49% | 21.04.26 |
| Düsseldorf | 1,69 € | +0,90% | 21.04.26 |
| Hamburg | 1,675 € | +0,60% | 21.04.26 |
| Frankfurt | 1,66 € | 0,00% | 21.04.26 |
| München | 1,725 € | 0,00% | 21.04.26 |
| Stuttgart | 1,695 € | 0,00% | 21.04.26 |
= Realtime
Aktuell
|
Meistgelesene Artikel
Aktuelle Diskussionen
| Antw. | Thema | Zeit |
| 2178 | Paragon die vergessene Perle | 16.12.25 |
| Löschung | 21.06.19 | |
| 243 | PARAGON AG Du meine Perl. | 07.11.17 |
| 9 | Meine Paragon Aktie | 29.11.12 |
| 2 | Löschung | 29.04.12 |








