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ilas zeichnen




20.11.00 00:00
GoingPublic-Online

Vom 20. bis zum 23. November können die Aktien des Logistik-Dienstleisters ilas AG (WKN 549199) in einer Bookbuilding-Spanne von 15,50 bis 18 Euro gezeichnet werden, die Erstnotiz am Neuen Markt soll am 27. November erfolgen, berichten die Analysten von „GoingPublic-Online“.

Der Börsengang werde begleitet von einem Konsortium bestehend aus K/L/M Equity, Bankhaus Ellwanger & Geiger, VEM, Schwäbische Bank und ICF Intermediär Center Frankfurt. Emittiert würden 0,7 Mio. Aktien, von denen 0,65 Mio. aus einer Kapitalerhöhung stammen würden. Im Rahmen einer Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) würden weitere 86.000 Stück aus dem Bestand von Altaktionären zur Verfügung stehen. Nach dem Börsengang werde der Free Float maximal 36,3 % betragen.

Die ilas AG sei 1991 gegründet worden und habe bis 1995 als debis Systemhaus zur Daimler-Benz AG gehört. 1996 sei das Unternehmen in den Firmenmantel der Triple P GmbH ausgegründet worden und schließlich 1998 an Baan Deutschland veräußert worden. Vor einem Jahr sei das Management-Buy-Out durch den heutigen Vorstandsvorsitzenden Werner Riedel und die Gründung der ilas AG erfolgt.

ilas entwickele und vertreibe Systemlösungen für Transportlogistik und Logistikdienstleistungen. Den Kunden würden sowohl Beratungsdienstleistungen als auch die Entwicklung und Implementierung von Software-Anwendungen sowie weiterführende Schulungen angeboten. Zu den Hauptkunden (insgesamt 350 Installationen) würden dabei die Automobilindustrie (ca. 30 %), Logistikdienstleister und der Groß- und Einzelhandel gehören. Im vergangenen Jahr seien fast 34 % des Umsatzes mit Hilfe von Lizenzen erwirtschaftet worden. Neben einer Internationalisierung solle ein nicht unbedeutender Teil des Emissionserlöses zur Weiterentwicklung der Software-Produkte und Beratungstools investiert werden.

In den nächsten drei Jahren würden jährliche Umsatzsteigerungen von 40 % bei überproportionalen Gewinnwachstumsraten erzielt werden sollen. Diese Wachstumsraten würden damit im Rahmen dessen liegen, was auch D.Logistics, Thiel, IVU oder Microlog prognostizieren würden. Da bereits ca. 60 % der 2001er Umsätze in den Büchern stehen würden, scheine die Planungen durchaus realistisch. Im Vergleich zu den genannten Mitbewerbern schneide ilas mit einem 2001er KGV von 30 sehr gut ab, auch das Umsatzmultiple liege mit 4,6 auf einem für diese Branche vertretbaren Niveau.

Im Vergleich mit anderen Logistik-Dienstleistern verfüge die noch relativ kleine ilas AG bereits heute über einen hohen Lizenz- und Dienstleistungsanteil. Dieser mache ilas zu einem Logistiksoftware-Wert, dessen Erfolg vom Vertrieb und von strategischen Kooperationen abhänge. Obwohl im gegenwärtigen Marktumfeld keine hohen Zeichnungsgewinne zu erwarten seien, sei angesichts der realistischen Planzahlen und der im Peer Group-Vergleich angemessenen Bewertung die Zeichnung der ilas-Papiere zu empfehlen.








 
 

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