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Ein Wirtschaftswachstum von 3% scheint für dieses Jahr nach der Bekanntgabe der BIP-Zahlen für das dritte Quartal weitgehend gesichert. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg die gesamtwirtschaftliche Leistung im Vorjahresvergleich um 2,8%. Gleichzeitig wurde der BIP-Zuwachs für das erste und zweite Quartal um jeweils 0,2 Prozentpunkte auf 3,3% bzw. 3,6% nach oben korrigiert. Damit beträgt das Wirtschaftswachstum in den ersten neun Monaten dieses Jahres bereits 3,2%. Im Vergleich zum Vorquartal expandierte das reale BIP von Juli bis September nach Ausschaltung von saison- und kalenderbedingten Schwankungen um 0,6%. Danach hat der Konjunkturaufschwung leicht an Tempo verloren. Im zweiten Quartal betrug die Verlaufsrate 1,1% und im ersten 0,9%.
Bei den Verwendungskomponenten bremste ins besondere die private Verbrauchsnachfrage die wirtschaftliche Entwicklung. Der Konsum der Haushalte schrumpfte saisonbereinigt im dritten Jahresviertel real um 0,3% gegenüber dem zweiten. Zwar sind in diesem Zeitraum die verfügbaren Einkommen der Haushalte um 0,3% angestiegen, dies wurde aber durch den Kaufkraftverlust aufgrund kräftig gestiegener Energiepreise überkompensiert.
Die Exporte sind weiterhin eine Stütze der Konjunktur. Mit einer Verlaufsrate von 2,7% entwickelten sie sich zuletzt genau so dynamisch wie im zweiten Quartal 2000. Ein niedriger Außenwert des Euro und ein nach wie vor lebhafter Welthandel trugen hierzu bei. Die realen Exporte dürften im Jahresdurchschnitt 2000 mit einer zweistelligen Rate expandieren. Überraschend kräftig legten auch die Ausrüstungsinvestitionen zu. Nach einem kräftigen Anstieg im ersten Quartal (Verlaufsrate + 6,8%) und einer Erholungsphase im folgenden Jahresviertel (+0,6%) erhöhten die Unternehmen ihre Nachfrage nach Ausrüstungsgütern von Juli bis September gegenüber dem Vorquartal um real 3,6%. Im Jahresdurchschnitt 2000 könnten die Ausrüstungsinvestitionen glcichfalls eine zweistellige Zuwachsrate erreichen. Die kräftige Investitionsnachfrage könnte ein Indiz dafür sein, dass die Unternehmen trotzt derzeit eingetrübter Stimmungsindikatoren auch in 2001 weiterhin gute Absatzchancen sehen und die gegenwärtig gedämpfte Konjunkturentwicklung als nur vorübergehend einstufen.
Mit der revidierten Schätzung für das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal bestätigte das Handelsministerium die spürbare Abflachung der Konjunkturdynamik. Nach dem neuesten Berechnungen belieft sich der auf Jahresrate hochgerechnete Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Leistung auf lediglich 2,4% (ursprünglich, 2,7%). Insbesondere bei den privaten Ausrüstungsinvestitionen, neben dem Privaten Verbrauch die tragende Säule des starken wirtschaftlichen Aufschwungs der letzten Jahre, scheint die Boomphase beendet zu sein. Sie erhöhten sich zwar im dritten Quartal annualisiert immer noch um 5,7% gegenüber dem Vorquartal. In den vier zurückliegenden Jahren hatten die Ausrüstungsinvestitionen aber um durchschnittlich 15% zugelegt und somit im Mittel 1,6 Prozentpunkte zum jährlichen Wachstum des BIP (4,6%) in diesem Zeitraum beigetragen.
Vor allem rückläufige Gewinnzuwächse, verschärfte Kreditbedingungen und erhöhte Kapitalkosten für Unternehmen sowie hohe Kapazitätsreserven in vielen Sektoren lassen eine anhaltend gedämpfte Zuwachsrate der Ausrüstungsinvestitionen erwarten. Darauf deuten auch die seit Mitte des Jahres stagnierenden Auftragseingänge für Kapitelgüter (ohne Verteidigungs- und Flugzeugsektor) hin. Eine fortgesetzte Abschwächung der Zuwachsrate oder sogar einen Rückgang der Ausrüstungsinvestitionen erwarten wir aber nicht. Erstens besteht angesichts des engen Arbeitsmarktes weiterhin der Bedarf in weniger knappe Kapitalgüter zu investieren. Zweitens erscheint der Druck für die Unternehmen weiterhin groß, den Anschluss an die Strukturveränderungen zu halten und die Wettbewerbsfähigkeit fortgesetzt zu stärken. Schließlich beschränkt sich die Erhöhung der Finanzierungskosten und die Einschränkung der Kapitalverfügbarkeit bisher ausschließlich auf sehr risikoreiche Investitionsvorhaben.
Bei den Verwendungskomponenten bremste ins besondere die private Verbrauchsnachfrage die wirtschaftliche Entwicklung. Der Konsum der Haushalte schrumpfte saisonbereinigt im dritten Jahresviertel real um 0,3% gegenüber dem zweiten. Zwar sind in diesem Zeitraum die verfügbaren Einkommen der Haushalte um 0,3% angestiegen, dies wurde aber durch den Kaufkraftverlust aufgrund kräftig gestiegener Energiepreise überkompensiert.
Mit der revidierten Schätzung für das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal bestätigte das Handelsministerium die spürbare Abflachung der Konjunkturdynamik. Nach dem neuesten Berechnungen belieft sich der auf Jahresrate hochgerechnete Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Leistung auf lediglich 2,4% (ursprünglich, 2,7%). Insbesondere bei den privaten Ausrüstungsinvestitionen, neben dem Privaten Verbrauch die tragende Säule des starken wirtschaftlichen Aufschwungs der letzten Jahre, scheint die Boomphase beendet zu sein. Sie erhöhten sich zwar im dritten Quartal annualisiert immer noch um 5,7% gegenüber dem Vorquartal. In den vier zurückliegenden Jahren hatten die Ausrüstungsinvestitionen aber um durchschnittlich 15% zugelegt und somit im Mittel 1,6 Prozentpunkte zum jährlichen Wachstum des BIP (4,6%) in diesem Zeitraum beigetragen.
Vor allem rückläufige Gewinnzuwächse, verschärfte Kreditbedingungen und erhöhte Kapitalkosten für Unternehmen sowie hohe Kapazitätsreserven in vielen Sektoren lassen eine anhaltend gedämpfte Zuwachsrate der Ausrüstungsinvestitionen erwarten. Darauf deuten auch die seit Mitte des Jahres stagnierenden Auftragseingänge für Kapitelgüter (ohne Verteidigungs- und Flugzeugsektor) hin. Eine fortgesetzte Abschwächung der Zuwachsrate oder sogar einen Rückgang der Ausrüstungsinvestitionen erwarten wir aber nicht. Erstens besteht angesichts des engen Arbeitsmarktes weiterhin der Bedarf in weniger knappe Kapitalgüter zu investieren. Zweitens erscheint der Druck für die Unternehmen weiterhin groß, den Anschluss an die Strukturveränderungen zu halten und die Wettbewerbsfähigkeit fortgesetzt zu stärken. Schließlich beschränkt sich die Erhöhung der Finanzierungskosten und die Einschränkung der Kapitalverfügbarkeit bisher ausschließlich auf sehr risikoreiche Investitionsvorhaben.








