Winter unbedingt limitieren




17.04.01 00:00
Doersam-Brief

Wie die Analysten des „Doersam-Brief“ berichten hat die Winter AG (WKN 555560) als einzige Aktie aus dem Smart-Card-Sektor den Absturz des Neuen Marktes glimpflich überstanden.

Winter notiere aktuell beim Kurs von 11,90 Euro knapp unter dem Emissionspreis von 12,50 Euro (Höchstkurs 20,50 Euro).

Das Unternehmen gehöre zu den führenden Herstellern von Mikroprozessor- und Chipkarten im Bereich Geld, Kredit, Mobilfunk, Zugangs- und Indentifizierungskarten. Der Konzern verfüge über namhafte Kunden wie Deutsche Bank, Allianz, Vodafone oder Microsoft.

Das in Olching bei München ansässige Unternehmen habe im abgelaufenen Jahr den Jahresüberschuss um 272,2% auf 2,7 Mio. Euro mehr als vervierfacht. Das Ergebnis pro Aktie habe 0,59 Euro gegenüber 0,16 Euro im Vorjahr betragen. Das Ebit habe mit 5,7 Mio. Euro rund 3,4 Mio. Euro über dem Wert des Vorjahres gelegen. Es sei beachtlich, dass dieser hohe Ertrag habe erzielt werden können, obwohl die Umsatzprognose um 3,8 Mio. Euro deutlich verfehlt worden sei.

Die Analysten des „Doersam-Brief“ würden hohe Erwartungen in das neue Signaturgesetzt setzen, das nach der Verabschiedung durch den Gesetzgeber noch in diesem Sommer in Kraft treten solle. Es stelle die elektronische Unterschrift rechtlich der handschriftlichen gleich. Unternehmen wie die Winter AG und Hersteller von Produktionsanlagen für die Smart-Card-Industrie Mühlbauer würden von dieser Regelung profitieren. Die Beiden Konzerne hätten im Bereich Digitale Signatur schon eine Kooperation angekündigt. Es sei bereits ein erster Auftrag realisiert worden.

Auch in Zukunft dürfte das bereits sehr erfolgreiche Exportgeschäft des Unternehmens brummen. Zwar sei Europa das größte Anwendungsgebiet für Chipkarten, den großen Durchbruch würden sich die Analysten jedoch durch eine Akzeptanz der Smart-Cards im Rest der Welt erhoffen. Insbesondere der nordamerikanische Markt, der gegenüber dem alten Kontinent noch hinterher hinke, sollte Winter günstige Geschäftsperspektiven eröffnen. Die Firma sei derzeit dabei, zwei weitere Niederlassungen im asiatischen Raum zu gründen. Beide Filialen dürften schon bis Mitte des Jahres eröffnet werden.

Die Analysten würden in diesem Jahr mit einem leicht sinkenden Gewinn je Aktie rechnen, da im letzten Jahr ein Großteil des Ergebnisanstiegs auf einmalige Sondereinflüsse zurückzuführen gewesen sei und das Unternehmen seine Planzahlen (Ebit 4,2 Mio. EUR, Umsatz 68,8 Mio. EUR) für 2001 bisher nicht angehoben habe. Im Folgejahr dürfte der Konzern aber aufgrund des weiterhin dynamisch wachsenden Marktes schon einen Gewinn von mindestens 0,75 Euro pro Aktie erzielen.

Zudem verfüge Winter über volle Kassen und beabsichtige 15 Mio. Euro für Übernahmen auszugeben. Unterm Strich sollten die Aussichten das Risiko, dass die Konsolidierung des Mobilfunkmarktes den Absatz von Prepaid-Karten negativ beeinflussen könnte, in den Hintergrund treten lassen.

Das KGV liege auf Basis der von den Analysten für 2002 erwarteten Gewinne bei gerade einmal 15,5. Somit sei die Winter-Aktie dem Konkurrenten Amatech eindeutig vorzuziehen. Hinsichtlich der guten Marktstellung des Unternehmens dürften die Papiere auf Sicht von ein bis zwei Jahren Spielraum bis 20 Euro haben. Zwar habe der Wert Anfang April eine Dreiecksformation nach unten verlassen. Es handele sich dabei offenbar um eine Bärenfalle, denn die Aktie schicke sich gerade wieder an, in diese Formation zurückzukehren. Gelinge der Rebound, läge das kurzfristige Kursziel bei ca. 15 Euro.

Nach Meinung der Analysten würden charttechnische Anleger daher erste Kurse über 12 Euro zum Einstieg nutzen. Man solle den Auftrag unbedingt limitieren, da die Aktie sehr volatil sei.








 
 
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