Winter reduzieren




19.07.02 16:52
WGZ-Bank

Die Analysten der WGZ-Bank stufen die Aktie der Winter AG (WKN 555560) mit "reduzieren" ein.

Nach vorläufigen Zahlen habe die Winter AG im ersten Halbjahr 20,5 Mio. Euro umgesetzt und liege damit knapp unter Vorjahresniveau (20,8 Mio. Euro). Beim EBIT liege das Unternehmen mit -1,2 Mio. Euro dagegen deutlich unter dem Halbjahresergebnis von 2001 (1,45 Mio. Euro). Die im Rahmen der Erwartung liegenden Umsätze würden sich insbesondere dadurch erklären, dass im Bereich Banking die Auftragsbücher wie geplant abgearbeitet würden. In den kommenden zwei Quartalen sollten die bereits begonnenen Aufträge nach Unternehmensangaben positive Ergebnisbeiträge liefern.

Als Grund für das negative EBIT und die Revision der Prognosen gebe die Winter AG (erneut) das anhaltend schlechte Marktumfeld im Bereich Telekommunikation an. Zusätzliche Belastungen des Ergebnisses würden durch diverse Sonderprüfungen erfolgen. Während das Unternehmen die Umsatzprognosen bestätige (48,6 Mio. Euro) werde für das EBIT auf Jahressicht nach 2,8 Mio. Euro nun lediglich eine schwarze Null erwartet. Aufgrund der Marktlage werde das Unternehmen zudem die Belegschaft bis zum Jahresende um ca. 30 Mitarbeiter (knapp 10% der Gesamtbelegschaft) reduzieren.

Für die Winter AG bedeute die Anpassung einen weiteren Vertrauensverlust, nachdem die ursprünglichen Zahlen noch im Mai seitens des Managements als konservativ bestätigt worden seien. Negativ sei auch die erneute Begründung der Anpassung mit den widrigen Umständen im Telekommunikationssektor, der im letzten Jahr nur knapp 20% zum Umsatz beigetragen habe. Hier sollte seitens des Unternehmens überlegt werden, ob eine Aufgabe des margenschwachen Segments sinnvoll sein könnte.

Auch die Analysten-Erwartung, dass eine Abberufung Friedrich Winters aus dem Aufsichtsrat spätestens im Juni erfolgen würde, habe sich nicht bestätigt. Vor einem Engagement in Aktien der Winter AG sei neben einer Entspannung innerhalb der Familie Winter insbesondere die Bestätigung eines positiveren operativen Geschäftsverlaufes abzuwarten.

Die Analysten der WGZ-Bank raten von einem Kauf der Winter-Aktie ab und bewerten den Titel mit dem Rating "reduzieren".








 
 
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