Wind River interessant




02.06.00 00:00
Finance-Online

Der embedded Weltmarktführer Wind River (WIND, WKN 886265) habe gestern nach Börsenschluss seine Quartalszahlen bekannt gegeben, berichten die Experten von Finance-Online.

So seien im abgelaufenen Quartal $0,11 pro Aktie statt der erwarteten $0,08 verdient worden. Die Umsätze seien im Vergleich zum Vorjahresquartal um 34% auf $91,6 Mio. gestiegen. Im gesamten letzten Jahr hätte Wind River $170 Mio. umgesetzt. Ohne die erst seit diesem Quartal in den Bilanzen von Wind River aufgekauften Firmen habe das Umsatzwachstum bei 32% gelegen. Wind River entwickele Entwicklungsumgebungen und Betriebssysteme für elektronische Geräte angefangen von intelligenten Weckern über ABS-Systeme und Set-Top Boxen bis hin zu Internet-Routern. Einer der größten Kunden von Wind River sei Cisco.

Umsätze generiere Wind River einerseits durch den Verkauf seiner Entwicklungsumgebungen, andererseits durch Lizenzeinnahmen pro verkauftem Gerät mit embedded Betriebssystem. Die erstmalig in den Quartalszahlen separat aufgeführten Lizenzeinnahmen hätten $20 Mio. Umsatz gebracht. Im Vorjahresquartal habe Wind River ebenfalls $0,11 verdient. Das Ergebnis wäre jedoch durch die enorme Expansion von Wind River belastet worden. Inklusive der Sonderabschreibungen durch die Aufkäufe mehrere Konkurrenten wie ISI und EST in den vergangenen Jahren, habe Wind River $0,48 Verlust pro Aktie gemacht. In diesem Quartal sei die Firma ebenfalls in neues Gebäude umgezogen, um dem schnellen Firmenwachstum Herr zu werden.

Gestern nach Börsenschluss habe die Aktie bis auf $34 wieder abgegeben, nachdem die Zahlen einige Zeit vor der Pressekonferenz schon bekannt gegeben waren und in der Zwischenzeit in den US-Börsenforen sehr widersprüchliche Meinungen zu diesem Ergebnis bekannt geworden seien. Während der Conference Call genannten Pressekonferenz für Quartalsberichte, stabilisierte sich der Aktienkurs dann auf Vortagesniveau bei $37,5, nachdem vor allem die großen Analysten während der Pressekonferenz Wind River wiederholt zu diesem Quartal beglückwünscht hätten.

Wind River besitze in seinem Marktsegment embedded Echtzeitbetriebssysteme 80% Marktanteil, aber es dränge vermehrt Konkurrenz auf den Markt. Um den technologischen Abstand zu den Konkurrenten zu halten, wolle Wind River dieses Jahr $70 Mio. in die Forschung und Entwicklung investieren. Dies sei dreimal so hoch, wie die Umsätze des nächsten Konkurrenten. Vor allem im KFZ-Bereich wolle Wind River spezielle Lösungen für die Automobilindustrie anbieten und dadurch stark expandieren. Der Umsatz mit Produkten habe im Vergleich zum Vorjahresquartal um 47% zugenommen, der Umsatz aus Dienstleistungen um 12%.

Nun habe sich das in Deutschland etwas unbekanntere Analystenhaus Jeffries gemeldet und seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von $65 auf 12 Monatssicht bestätigt. Die erwartete Umsatzsteigerung dieses Jahr werde auf 37% beziffert, eine Zahl, die der CEO Tom St. Dennis selbst in der Quartalskonferenz genannt habe. Jeffries bezeichnet Wind River als die einzige Firma im embedded Bereich, die durch seinen Technologievorsprung von der stark wachsenden Anzahl an Internet Devices profitieren werde. Internet Devices seien alle Geräte, die kein PC und trotzdem ans Internet angeschlossen wären.







 
 
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