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Die OECD-Frühindikatoren signalisieren gegenwärtig auf geographisch breiter Basis eine Zunahme der wirtschaftlichen Dynamik, berichten die Analysten der Bank Hofmann.
In den USA verstärke sich die Investitionsneigung, wogegen sich beim Konsum das Wachstum vermutlich leicht verflache. Euroland erlebe einen moderaten Aufschwung und die Schweizer Konjunktur habe inzwischen eine deutlich schnellere Fahrt eingeschlagen. In Großbritannien würden sich die Aktivitäten allerdings unter den Erwartungen entwickeln. Japan verzeichne ein unstetes Wachstumstempo, mit einer deutlichen Belebung bei den Exporten.
In Amerika sei die Wirtschaftslage robust und ausgewogen. Die Einkaufsmanagerindices hätten im November wenig unterhalb der 60%-Marke notiert und damit gezeigt, dass die Konjunktur kräftig sei. Erfahrungsgemäß würden solche Indexstände einem BIP-Wachstum von rund 4% entsprechen. Gegenwärtig gebe es auch Anhaltspunkte dafür, dass sich die Investitionsneigung nach einer Beruhigungsphase wieder verstärke.
Weniger klar ausgeprägt sei der Beitrag des US-Konsums. Einerseits habe das durch die Zerstörungen der Wirbelstürme bewirkte Hochschnellen der Energiepreise in den Konsumdaten der vergangenen Monate Spuren hinterlassen. Andererseits seien inzwischen die Benzinpreise auf das Niveau von Mitte Jahr zurückgefallen und der Anstieg der Hypothekarzinssätze sei zum Stillstand gekommen. Dies stütze den Konsum. Ein günstiger Verlauf der amerikanischen Konsumausgaben sei wichtig und für die gesamte Weltkonjunktur von Bedeutung.
Auch in Euroland belebe sich die Wirtschaft weiterhin. In Deutschland seien die Auftragseingänge der Industrie kräftig ausgefallen; die Dreimonats-Jahressteigerungsraten von insgesamt 7,7% bei zusätzlich 11,5% Bestellungen aus dem Ausland seien die stärksten seit Mitte 2004. Desgleichen gebe der ifo-Geschäftsklimaindex das Signal, dass die Konjunktur in der Bundesrepublik an Fahrt gewinne. Ebenso habe sich in Frankreich das Industrieklima seit Mitte Jahr aufgehellt. Der private Güterkonsum habe zugelegt und präsentiere sich robust.
Großbritannien falle hingegen konjunkturell hinter den Euro-Raum zurück. Die Industrieproduktion sei im Zeitraum August-Oktober gegenüber den Vorperioden rezessiv gewesen. Auch der Konsumhorizont erscheine getrübt. Zwar hätten die Einzelhandelsumsätze der letzten Monate Erholungstendenzen gezeigt, doch der CBI-Index der Umsatzerwartungen sei im Dezember wieder auf einen neuen historischen Tiefststand abgesackt. Dies erstaune in Anbetracht des Halifax-Indexes der Wohnhäuserpreise, welcher im November auf einen weiteren Allzeithöchstwert zugelegt habe. Allerdings steige die Zahl der Arbeitslosen seit dem Frühjahr kontinuierlich an - wenn auch im internationalen Vergleich auf recht niedrigem Niveau. Der Konsum dürfte sich damit nur zögernd beleben.
Mit stärkerem Wirtschaftswachstum brilliere die Schweiz. Das Bruttoinlandprodukt habe im dritten Quartal doppelt so stark wie prognostiziert zugenommen. Besonders erfreulich sei die Zuwachsrate des Konsums von 0,7%. Das KOF-Sammelbarometer der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich zeige für die nächsten Monate eine BIP-Zunahme von mindestens 3% im Jahresvergleich an, und auch der Einkaufsmanagerindex signalisiere mit 57,8% eine hohe Dynamik.
Die Hauptimpulse dafür dürften wohl von der Auslandnachfrage kommen; die KOF-Messlatte der Auftragserwartungen exportorientierter Firmen sei fast auf den höchsten Stand der letzten 25 Jahre gestiegen. Bei den persönlichen Ausgaben sei dagegen ein dauerhaft erstarktes Wachstum wenig wahrscheinlich. Die Konsumenten würden die Sicherheit der Arbeitsplätze nach wie vor skeptisch beurteilen, wie eine Umfrage zeige.
Die japanischen Konjunkturindikatoren hätten in den letzten Monaten geschwankt. Dank Auslandimpulsen habe die Exportkonjunktur nun neuen Schwung erhalten. Es werde zudem eine weiterhin robuste Investitionsneigung signalisiert. Die Konsumdaten würden ein wenig einheitliches Bild zeigen, insgesamt sei nicht von einer substanziellen Belebung auszugehen. An der Beschäftigungsfront sei ein überraschender Anstieg der Arbeitslosenrate gemeldet worden, doch habe sich das aussagekräftigere Verhältnis von Stellenangeboten zu -bewerbungen um weitere 0,1 auf 0,98 verbessert. Der gesamtwirtschaftliche Frühindikator verzeichne einen "wilden Ritt" - auf den Sturz von 100% auf revidierte 41,7% im September sei im Oktober ein erneutes Hochschnellen auf immerhin 81,8% gefolgt.
In den USA verstärke sich die Investitionsneigung, wogegen sich beim Konsum das Wachstum vermutlich leicht verflache. Euroland erlebe einen moderaten Aufschwung und die Schweizer Konjunktur habe inzwischen eine deutlich schnellere Fahrt eingeschlagen. In Großbritannien würden sich die Aktivitäten allerdings unter den Erwartungen entwickeln. Japan verzeichne ein unstetes Wachstumstempo, mit einer deutlichen Belebung bei den Exporten.
In Amerika sei die Wirtschaftslage robust und ausgewogen. Die Einkaufsmanagerindices hätten im November wenig unterhalb der 60%-Marke notiert und damit gezeigt, dass die Konjunktur kräftig sei. Erfahrungsgemäß würden solche Indexstände einem BIP-Wachstum von rund 4% entsprechen. Gegenwärtig gebe es auch Anhaltspunkte dafür, dass sich die Investitionsneigung nach einer Beruhigungsphase wieder verstärke.
Weniger klar ausgeprägt sei der Beitrag des US-Konsums. Einerseits habe das durch die Zerstörungen der Wirbelstürme bewirkte Hochschnellen der Energiepreise in den Konsumdaten der vergangenen Monate Spuren hinterlassen. Andererseits seien inzwischen die Benzinpreise auf das Niveau von Mitte Jahr zurückgefallen und der Anstieg der Hypothekarzinssätze sei zum Stillstand gekommen. Dies stütze den Konsum. Ein günstiger Verlauf der amerikanischen Konsumausgaben sei wichtig und für die gesamte Weltkonjunktur von Bedeutung.
Großbritannien falle hingegen konjunkturell hinter den Euro-Raum zurück. Die Industrieproduktion sei im Zeitraum August-Oktober gegenüber den Vorperioden rezessiv gewesen. Auch der Konsumhorizont erscheine getrübt. Zwar hätten die Einzelhandelsumsätze der letzten Monate Erholungstendenzen gezeigt, doch der CBI-Index der Umsatzerwartungen sei im Dezember wieder auf einen neuen historischen Tiefststand abgesackt. Dies erstaune in Anbetracht des Halifax-Indexes der Wohnhäuserpreise, welcher im November auf einen weiteren Allzeithöchstwert zugelegt habe. Allerdings steige die Zahl der Arbeitslosen seit dem Frühjahr kontinuierlich an - wenn auch im internationalen Vergleich auf recht niedrigem Niveau. Der Konsum dürfte sich damit nur zögernd beleben.
Mit stärkerem Wirtschaftswachstum brilliere die Schweiz. Das Bruttoinlandprodukt habe im dritten Quartal doppelt so stark wie prognostiziert zugenommen. Besonders erfreulich sei die Zuwachsrate des Konsums von 0,7%. Das KOF-Sammelbarometer der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich zeige für die nächsten Monate eine BIP-Zunahme von mindestens 3% im Jahresvergleich an, und auch der Einkaufsmanagerindex signalisiere mit 57,8% eine hohe Dynamik.
Die Hauptimpulse dafür dürften wohl von der Auslandnachfrage kommen; die KOF-Messlatte der Auftragserwartungen exportorientierter Firmen sei fast auf den höchsten Stand der letzten 25 Jahre gestiegen. Bei den persönlichen Ausgaben sei dagegen ein dauerhaft erstarktes Wachstum wenig wahrscheinlich. Die Konsumenten würden die Sicherheit der Arbeitsplätze nach wie vor skeptisch beurteilen, wie eine Umfrage zeige.
Die japanischen Konjunkturindikatoren hätten in den letzten Monaten geschwankt. Dank Auslandimpulsen habe die Exportkonjunktur nun neuen Schwung erhalten. Es werde zudem eine weiterhin robuste Investitionsneigung signalisiert. Die Konsumdaten würden ein wenig einheitliches Bild zeigen, insgesamt sei nicht von einer substanziellen Belebung auszugehen. An der Beschäftigungsfront sei ein überraschender Anstieg der Arbeitslosenrate gemeldet worden, doch habe sich das aussagekräftigere Verhältnis von Stellenangeboten zu -bewerbungen um weitere 0,1 auf 0,98 verbessert. Der gesamtwirtschaftliche Frühindikator verzeichne einen "wilden Ritt" - auf den Sturz von 100% auf revidierte 41,7% im September sei im Oktober ein erneutes Hochschnellen auf immerhin 81,8% gefolgt.








