VIVA Media kaufen




15.10.01 11:52
Commerzbank

Die Analysten von der Commerzbank stufen die Aktien der VIVA Media AG (WKN 617106) von "akkumulieren" auf "kaufen" herauf. Das Kurziel senke man jedoch von 13 auf 11 Euro.

VIVA Media habe seine Prognosen für dieses und die folgenden Jahre gesenkt. Nach einer Besprechung mit dem Unternehmen stufe man die Commerzbank-Erwartungen zurück. Das Unternehmen habe darüber hinaus weitere Details über das Fernseh- und Internet Joint Venture mit AOL Time Warner bekannt gegeben, das die Erträge ab 2002 stützen sollte. Bei der Commerzbank betrachte man dieses Joint Venture als sehr vielversprechend und sei der Meinung, dass es sehr viel größeres Potential haben könne, als bisher angekündigt worden sei.

Das schwache Umfeld des Werbemarktes habe die Unternehmenszahlen beeinflusst. Vor den Terrorangriffen in den USA habe man ein Werbewachstum von 20% für 2001 erwartet, diese Zahl senke man nun auf 11,3% für den Konzern, was weiterhin eine positive Performance darstelle. Die Analysten würden nun mit einem Umsatz von 61,4 Mio. Euro ohne die Auswirkungen der Restrukturierung der Fernsehsender VIVA Zwei und VIVAdigital rechnen. Man senke darüber hinaus die Umsatzerwartungen für 2002 und 2003 um 33% bzw. 40%, und zwar aus zwei Gründen: 1.) VIVA Zwei (VZ) und VIVAdigital sollten ab 2002 in den Abschlüssen nicht mehr konsolidiert werden und 2.) habe man sehr zurückhaltende Erwartungen bezüglich des Werbemarktes. Man erwarte jedoch eine weiterhin positive Wachstumsraten für 2002 und 2003 von rund 2% bzw. 10%.

Der deutsche Fernsehsender VIVA Zwei und alle Online-Dienste des VIVA Media Konzerns würden auf das neue Joint Venture – VIVA Plus Fernsehen GmbH - übertragen. VIVA Zwei werde Anfang 2002 unter dem Namen VIVA+ neu eingeführt. Dieser Sender werde als völlig neue Musikerfahrung mit der neuesten interaktiven Technologie vermarktet. AOL Time Warner erde voraussichtlich für die 49%ige Beteiligung insgesamt 42,8 Mio. Euro zahlen, hiervon würden 30 Mio. Euro von VIVA Media einbehalten werden und 12,8 Mio. Euro in das neue Joint Venture fließen. Das Aktienkapital der VIVA Plus Fernsehen GmbH werde voraussichtlich bei ca. 25,2 Mio. Euro liegen. Der Programmstart sei für den 1. Januar 2002 angesetzt.
VZ werde, wie erwartet, expandieren und das Hauptelement des Viva Media Konzerns bilden. Die Repositionierung des Unternehmens als Musik und Lifestyle Sender werde gemeinsam mit AOL Time Warner durchgeführt werden, das seine Interneterfahrung sowie seine Erfahrung im Bereich Digital Programming einbringen werde.

Dem Titel verleihe man ein "kaufen"-Rating.








 
 
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