Unity Software Aktie: Mäßige Aussicht!




11.02.26 17:19
Börse Global

Unity Software Aktie

Die Zahlen für das vierte Quartal waren eigentlich solide – doch Unity Software schaffte es trotzdem, die Anleger zu enttäuschen. Der Softwareentwickler für Spiele-Engines meldete einen Gewinn je Aktie von 0,24 Dollar und übertraf damit die Analystenschätzung von 0,21 Dollar. Der Umsatz kletterte auf 503,1 Millionen Dollar, nach 457 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Auch hier lagen die Erwartungen bei nur 488,95 Millionen Dollar.


Die Sparte Create Solutions steigerte den Umsatz auf 165 Millionen Dollar, verglichen mit 152 Millionen Dollar im vierten Quartal 2024. Grow Solutions legte noch deutlicher zu – von 305 Millionen auf 338 Millionen Dollar. Das bereinigte EBITDA erreichte 125 Millionen Dollar, was einer Marge von 25 Prozent entspricht.


Schwacher Ausblick belastet


Doch dann kam der Dämpfer: Für das laufende erste Quartal rechnet Unity mit Erlösen zwischen 480 Millionen und 490 Millionen Dollar. Die Analysten hatten mit 491,8 Millionen Dollar gerechnet. Das Unternehmen erwartet, dass der Umsatz im Bereich Grow gegenüber dem Vorquartal stagniert, während Create – bereinigt um nicht-strategische Erlöse – zweistellig zulegen soll.


Das bereinigte EBITDA soll zwischen 105 Millionen und 110 Millionen Dollar liegen. Die Reaktion der Börse fiel entsprechend aus: Die Aktie verlor im vorbörslichen Handel am Mittwoch über 20 Prozent.


Neuer Direktor an Bord


Parallel zur Zahlenvorlage gab Unity am 10. Februar personelle Veränderungen im Aufsichtsrat bekannt. Bernard Kim, CEO von Match Group, tritt zum 1. Mai 2026 als unabhängiges Mitglied in das Board of Directors ein. Kim bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Gaming- und Technologiebranche mit. Er war zuvor President of Publishing beim Mobile-Game-Publisher Zynga und Senior Vice President of Mobile Publishing bei Electronic Arts.


Jim Whitehurst, Vorsitzender des Unity-Aufsichtsrats, betonte Kims Expertise beim Aufbau und der Skalierung globaler, börsennotierter Unternehmen an der Schnittstelle von Gaming und Technologie. Gleichzeitig verließen David Helgason und Tomer Bar-Zeev das Board mit Wirkung zum 5. Februar 2026. CEO Matt Bromberg dankte beiden für ihre Unterstützung während des Wachstums und der Transformation von Unity.


Die strategische Neuausrichtung im Aufsichtsrat zeigt, dass Unity auf erfahrene Manager aus der Gaming-Branche setzt. Ob dies ausreicht, um das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen, bleibt abzuwarten.


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