Unibanco kaufen




20.12.00 00:00
Münchner Börsenbrief

Nach Aussage der Analysten des Münchener Börsenbriefes ist Unibanco (WKN 907114) das viertgrößte private Kreditinstitut in Brasilien und verfüge über mehr als 2.300 Filialen und sei damit stark im Endkundengeschäft engagiert.

Das Unternehmen zähle über 4,5 Mio. Kunden, von denen 800.000 Kunden ihre Bankdienstleistungen per Internet abwickeln würden, was wesentlich effizinter und auch billiger für Unibanco sei.

Weiter heißt es, dass das Wachstum stark und stetig sei. Die Bank habe im 3. Quartal 2000 205 Mio. Reais ( ca. 108. Mio. Dollar) nach 118,7 Mio. Reais im Vorjahresquartal erwirtschaftet. Ein einmaliger Ertrag von 93 Mio. Reais, der aus dem Verkauf von 31,5% an der Internetbank Banco1.net resultiere, sei darin enthalten. Das Bankhaus habe in den ersten 9 Monaten des Jahres 556 Mio. Reais Gewinn erzielt, was ohne die einmaligen Erträge einen Zuwachs von 30% im Vergleich zum Vorjahr darstelle.

Neben dem starken Wachstum biete sich Unibanco aber auch als ein interessanter Übernahmekandidat an. Gemäß den Experten würden brasilianische Banken momentan im Schnitt das Drei- bis Vierfache des Buchwertes für eine Beteiligung an einer Kreditbank zahlen. Ausländische Banken, mit geringen Marktanteilen, seien sogar bereit, im Schnitt das Fünffache des Buchwertes zu zahlen.

Dies würde für das Bankhaus Unibanco einen Kurs von 107 bis 143 bzw. im äußersten sogar 179 Reais pro Aktie bedeuten. Zwischen 45 und 55 Reais pro Aktie würde der aktuelle Kurs schwanken. Günstigenfalls sei also eine Prämie von 140 bis 300% durchaus möglich. Eine mögliche Übernahme von Unibanco sei aufgrund des Konsolidierungsdrucks in Brasilien, der in den vergangenen Jahren zugenommen hat, nicht aus der Luft gegriffen.

Unibanco würde im Vergleich zu den Konkurrenten lediglich einen Nachteil aufweisen, nämlich dass die Summe der vergebenen Kredite über der Summe der Einlagen von Kunden liege. Somit sei das Bankhaus ständig gezwungen, Gelder bei Dritten zu leihen. Dies würde die Zinsnettoerlöse schmälern. Aber das Management würde bestätigen, dass bis 2003 das Filialnetz weiter ausgebaut werden solle.

Nach Aussage der Experten wird für das laufende Geschäftjahr ein Gewinn in Höhe von 743 Mio. Reais und für 2001 ein Gewinn von 835 Mio. Reais erwartet. Somit würde sich, auf Grundlage des aktuellen Kurses, ein KGV von 9 bzw. 8 für 2001 errechnen. Im Jahr 99 habe Unibanco bei der Rendite auf das Eigenkapital 17% erwirtschaftet und werde dies voraussichtlich 2000 noch übersteigen können.

Nach Meinung der Analysten des Münchener Börsenbriefes muss man, was den Einstieg angeht, nichts überstürzen. Derzeit notiere das GDR (Global Deposit Receipt) in Deutschland bei 33 Euro. Die Charttechnik lasse Platz für Einstiegskurse bis auf 30 Euro runter. Dementsprechend solle man in der Spanne von 30 bis 33 die Kauflimits in Frankfurt platzieren.








 
 
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