Erweiterte Funktionen


US-Daten schwächer als erwartet




10.08.04 09:49
Bank Austria

Das gestrige US-Zahlenmaterial entsprach ganz und gar nicht den Markterwartungen, so die Analysten der Bank Austria.

Ungeachtet der enttäuschenden US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag bestünden keinerlei Zweifel an einer weiteren FED-Zinsanhebung heute Abend. Sie entspräche lediglich dem schon seit Monaten anhaltenden Erfordernis einer Abkehr von der ultra-expansiven Geldpolitik und wäre keinesfalls als weiterer Schritt innerhalb eines klassischen Straffungszyklus zu betrachten. Dennoch seien die Märkte erpicht zu erfahren, mit welchem Tempo die FED gedenkt, ihren Normalisierungsprozess demnächst fortzusetzen.

Zinspolitische Signale sende sie gewöhnlich im letzten Absatz des anschließenden FOMC-Statements. Allerdings dürften diese in Anbetracht der US-Datenveröffentlichungen seit Anfang Juli recht vage ausfallen. Wenn man das insgesamt mäßige Juni-Zahlenmaterial und die teilweise recht ansprechenden Juli und August-Daten berücksichtigen, den enttäuschenden Arbeitsmarktbericht miteinbeziehen und zudem noch Greenspans offensichtlich verfrühtes Vorpreschen mit reichlichem Konjunkturoptimismus in Rechnung stellen, dann wäre die FED gut beraten, den entscheidenden Wortlaut ihres Statements unverändert zu belassen.

Mit ihrem Basisszenario einer gemäßigten, graduellen Anpassung, aber vorbehaltlich der einen oder anderen erforderlichen Tempoverschärfung, habe sie sich auch künftig alle Optionen offen.

Angesichts der seit Freitag reichlich depressiven Stimmung an den Dollarmärkten und der schlagartig erneut vorherrschenden Konjunkturskepsis könnte eine Beibehaltung des Wortlautes im Statement das Bild für die Währung vorübergehend wieder etwas aufhellen und Euro/US-Dollar leichten Spielraum zur unteren Seite eröffnen.

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.








 
 

Aktien des Tages

RSS Feeds




Bitte warten...