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US-Arbeitsmarktdaten überraschten




08.04.04 16:07
Frankfurter Sparkasse

Die amerikanischen Arbeitsmarktdaten überraschten die Investoren nicht nur mit einer deutlich über den Erwartungen liegenden Anzahl von neu geschaffenen Arbeitsplätzen im März, mit 308.000 der höchste Wert seit April 2000, sondern auch mit zusätzlichen Aufwärts-Revisionen für den Februar und den Januar, berichten die Analysten der Frankfurter Sparkasse.

Es seien demnach im Durchschnitt etwa 170.000 neue Arbeitsplätze pro Monat im ersten Quartal geschaffen worden. Die Prognosen bezüglich der US-Leitzinsen würden jetzt in Richtung Straffung der Geldpolitik durch die Fed im Sommer gehen. Laut Umfrage von J.P. Morgan Chase & Co. seien die Anleiheinvestoren in den USA so pessimistisch für die Rentenkurse wie seit zwölf Jahren nicht mehr.

Allerdings bleibe abzuwarten, ob die momentane Entwicklung am US-Arbeitsmarkt einfach in die Zukunft fortgeschrieben werden könne oder ob es ein in dieser Qualität einmaliges Ereignis bleibe: Zum einen seien die Arbeitsplätze fast ausschließlich in den Bereichen Dienstleistung und Bau entstanden, begünstigt durch die Beendigung des Streiks der kalifornischen Supermarkt-Mitarbeiter bzw. das Ende des sehr kalten Winters, zum anderen seien die durchschnittlichen Stundenlöhne geringer als prognostiziert angestiegen, und die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit sei unerwartet zurückgegangen.

Eine Bestätigung durch eine über 150.000 liegende April-Zahl für neugeschaffene Jobs sollte abgewartet werden, bevor eine Orientierung des Anleiheportfolios auf Rentenmarkt-Pessimismus hin erfolge. Zumal immer noch eine latente Terrorgefahr in Europa, insbesondere für Italien, bestehe. Es empfehle sich weiterhin eine neutrale Ausrichtung, für Neuengagements würden sich Papiere mit mittlerer Laufzeit eignen.







 
 

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