UBS kaufen




18.06.02 13:45
BHF-BANK

Die Aktie der UBS AG (WKN 914830) wird sich nach Einschätzung des Aktienanalysten Robert Minde von der BHF-Bank deutlich besser als der Referenzindex entwickeln.

Mit einem soliden Zahlenwerk habe der Schweizer Marktführer im ersten Quartal erneut überzeugen und ans gute Ergebnis des Vorquartals anknüpfen können. Gleichwohl bleibe das Management zurückhaltend und rechne für das Gesamtjahr mit einem Ergebnis etwa auf der Höhe des Vorjahres. Der Start ins laufende Jahr lasse allerdings vermuten, dass diese Einschätzung eher zu vorsichtig sei.

Getrieben vor allem von einem sehr starken institutionellen Bond-Ggeschäft bei UBS Warburg sowie einem anhaltend guten Ertragstrend im Private Banking habe sich der Nettoertrag auf 1,363 Mrd. Schweizer Franken (SFr) belaufen, ein Rückgang gegenüber dem außergewöhnlich starken ersten Quartal 2001 um 14 Prozent, aber ein Anstieg um 23% gegenüber dem Vorquartal.

Die Erlöse seien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5% auf 9,6 Mrd. SFr zurückgegangen, gegenüber dem Schlussquartal aber um beachtliche 13% gestiegen. Enttäuschend habe das Beteiligungsgeschäft berichtet. UBS Capital habe einen Verlust von 462 Mio. SFr hinnehmen müssen. Damit sei die Entwicklung innerhalb der Investment-Banking-Sparte UBS Warburg gespalten gewesen. Zudem bleiben in Anbetracht der Entwicklung an den Rentenmärkten Zweifel an der Nachhaltigkeit der hohen Gewinne aus dem Geschäft mit festverzinslichen Papieren, da mit einer Verflachung der Zinsstrukturkurven gerechnet werden müsse.

Im Private Banking, dass außerhalb der USA innerhalb der Sparte UBS Schweiz berichte, haben sich die Zuwächse mit einer Rate von 4% als beständig erwiesen. Abflüsse nach Italien aufgrund einer Steueramnestie habe man größtenteils abfangen können. In den USA, wo das Geschäft mit vermögenden Kunden über die Tochter Paine Webber abgewickelt werde und erstmals getrennt von Warburg ausgewiesen worden sei, seien 7,4 Mrd. SFr neues Geld akquiriert worden. Insgesamt habe der Nettozufluss 11,8 Mrd. SFr betragen. Die Summe der verwalteten Vermögen sei gegenüber dem 31.12.2001 auf 2,468 Billionen SFr angestiegen.

Die Zahlen seien besonders vor dem Hintergrund des weiterhin schwierigen Marktumfeldes bemerkenswert und unterstreichen einmal mehr die Vorteile, welche die Bank aus ihrer breiten Ertragsdiversifizierung und starken Marktstellung generiere. Zudem bestehe das "Risiko" eines Verfehlens der Konsensschätzungen eher darin, dass diese aufgrund der zurückhaltenden Äußerungen des Managements zu niedrig angesetzt seien. Damit würde sich für die Aktie auch unter Bewertungsgesichtspunkten noch Aufwärtspotential ergeben, zumal die Weltmarktführerschaft als größter Vermögensverwalter bestätigt worden sei.

Das Researchteam der BHF-Bank bleibt bezüglich den UBS-Aktien bei seinem Rating "Outperformer".








 
 
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