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Mit einem Best-Price-Prinzip (zu jeder Tageszeit ist man um 0,1 Pf/min. günstiger als der jeweils günstigste Konkurrent) mische Telegate seit Anfang August den Telefonmarkt auf, berichten die Analysten von Stisweekly.
Dabei könne man vermuten Telegate Vorstand Dr. Klaus Harisch sei nun verrückt geworden, da selbst die profitabelsten Telefongesellschaften wie Mobilcom mit deutlich höheren Preisen mittlerweile nichts mehr verdienen. Der Anleger solle sich jedoch vergegenwärtigen, in welcher Situation sich Telegate derzeit befinde: Um einen Auskunftsdienst unter einer 118xx Nummer starten zu können, sei es nötig, neben den ohnehin obligatorischen Call-Centern, den Status eines "Verbindungsnetzbetreibers" zu erlangen. Dies setze voraus, dass der Auskunftsdienst - ebenso wie die klassischen Verbindungsnetzbetreiber wie Arcor, Mobilcom oder Teldafax - ein bundesweites Netz an Vermittlungsstellen aufbaue und diese mittels Mietleitungen miteinander und mit den Call-Centern verbinde. Auch ein Abrechnungssystem müsse Telegate aufbauen. Telegate sei also eine vollwertige Telefongesellschaft und prinzipiell in der Lage, Telefongespräche zu vermitteln und die Gebühren über die Telekom-Rechnung einzuziehen. Somit sei der Schritt zum Call-by-Call-Anbieter nicht groß.
Der Unterschied zu anderen Anbietern sei jedoch die Rechnungsgrundlage: Während sich für Gesellschaften wie Mobilcom das Festnetzgeschäft nur rentiere, wenn durch die Gebühreneinnahmen Inkassokosten, Interconnectionkosten, Leitungsmieten, Abschreibungen (der Switches) und Personalkosten finanziert werden, rentiere sich bei Telegate das Call-by-Call-Geschäft bereits wenn nur Inkassokosten und Interconnectionkosten finanziert werden. Denn Mietleitungen, Switches und technisches Personal habe man ja als Auskunftsdienst ohnehin! Deren Auslastung könne vielmehr durch die zusätzlichen Gesprächsminuten verbessert werden. Während für einen herkömmlichen Verbindungsnetzbetreiber ein Tarif von 8,9 Pf/min tagsüber kaum kostendeckend zu finanzieren sei, dürfte Telegate an jeder Gesprächsminute im Durchschnitt ca. 1,5 Pf vor Steuern verdienen.
Diese Kalkulation gehe natürlich nur auf, solange für die Telefoniedienste keine zusätzlichen Kosten anfallen. Sobald höhere Leitungskapazitäten angemietet werden und neue Switches aufgestellt werden müssten, sinke die Rentabilität. Etwas verwunderlich sei es daher aus Sicht der Experten, dass Telegate mit derart aggressiven Preisen am Markt auftrete, denn ein zu großer Kundenansturm könne hier auch negativ wirken.
Interessant seien zudem die Perspektiven, welche sich insbesondere bei der Auslandsauskunft ergeben: Zum einen würden den meisten Telefonierern für das Ausland keine Telefonbücher, Auskunfs-CDs, etc. vorliegen, zum anderen sei es kaum zu schaffen, für jedes Auslandsgespräch einen günstigen Call-by-Call-Anbieter vorzuwählen, da es keinen Anbieter gebe, der alle Länder günstig anbietet. Hier könnte evtl. Telegate punkten, wenn man günstige Auslandstarife schaffe, und den Anrufer, nachdem er die gewünschte Rufnummer erhalten hat, über diesen weitervermittle. Durch die internationale Expansion werde Telegate mittelfristig in den meisten europäischen Ländern und in den USA tätig sein und müsse daher für die Auslandsgespräche keine Durchleitungsverträge mit ausländischen Telefongesellschaften aushandeln. Dies verschaffe Telegate langfristig gegenüber nationalen Anbietern einen Wettbewerbsvorteil. Die Vision vom Telefonportal könnte hier am ehesten Realität werden. Der Anrufer spare durch die günstigen Gesprächsgebühren einen Teil der Auskunftskosten wieder ein und erhalte zusätzlichen Komfort durch die Auskunft mit anschließender Weitervermittlung. Es sei also denkbar, dass Telegate bei den profitablen Auslandsgesprächen einen hohen Marktanteil erlangen könne.
Fazit: Das Telefongeschäft verbessere unmittelbar die Rentabilität von Telegate. Der vom Markt erwartete Turnaround sei daher für dieses Jahr wahrscheinlicher geworden. Langfristig müsse sich allerdings zeigen, ob dieses Modell Bestand haben könne. Die Erschließung der Ortsnetze durch die größeren Telefongesellschaften, die in der zweiten Jahreshälfte hoffentlich in Angriff genommen werde, könnte dem einen Strich durch die Rechnung machen, da dadurch Tarife möglich wären, bei denen Telegate nicht mithalten könnte. Wichtiger für die Kursentwicklung werde daher die zügige internationale Expansion sein, denn dadurch würden die langfristigen Erträge gesichert.
Dabei könne man vermuten Telegate Vorstand Dr. Klaus Harisch sei nun verrückt geworden, da selbst die profitabelsten Telefongesellschaften wie Mobilcom mit deutlich höheren Preisen mittlerweile nichts mehr verdienen. Der Anleger solle sich jedoch vergegenwärtigen, in welcher Situation sich Telegate derzeit befinde: Um einen Auskunftsdienst unter einer 118xx Nummer starten zu können, sei es nötig, neben den ohnehin obligatorischen Call-Centern, den Status eines "Verbindungsnetzbetreibers" zu erlangen. Dies setze voraus, dass der Auskunftsdienst - ebenso wie die klassischen Verbindungsnetzbetreiber wie Arcor, Mobilcom oder Teldafax - ein bundesweites Netz an Vermittlungsstellen aufbaue und diese mittels Mietleitungen miteinander und mit den Call-Centern verbinde. Auch ein Abrechnungssystem müsse Telegate aufbauen. Telegate sei also eine vollwertige Telefongesellschaft und prinzipiell in der Lage, Telefongespräche zu vermitteln und die Gebühren über die Telekom-Rechnung einzuziehen. Somit sei der Schritt zum Call-by-Call-Anbieter nicht groß.
Diese Kalkulation gehe natürlich nur auf, solange für die Telefoniedienste keine zusätzlichen Kosten anfallen. Sobald höhere Leitungskapazitäten angemietet werden und neue Switches aufgestellt werden müssten, sinke die Rentabilität. Etwas verwunderlich sei es daher aus Sicht der Experten, dass Telegate mit derart aggressiven Preisen am Markt auftrete, denn ein zu großer Kundenansturm könne hier auch negativ wirken.
Interessant seien zudem die Perspektiven, welche sich insbesondere bei der Auslandsauskunft ergeben: Zum einen würden den meisten Telefonierern für das Ausland keine Telefonbücher, Auskunfs-CDs, etc. vorliegen, zum anderen sei es kaum zu schaffen, für jedes Auslandsgespräch einen günstigen Call-by-Call-Anbieter vorzuwählen, da es keinen Anbieter gebe, der alle Länder günstig anbietet. Hier könnte evtl. Telegate punkten, wenn man günstige Auslandstarife schaffe, und den Anrufer, nachdem er die gewünschte Rufnummer erhalten hat, über diesen weitervermittle. Durch die internationale Expansion werde Telegate mittelfristig in den meisten europäischen Ländern und in den USA tätig sein und müsse daher für die Auslandsgespräche keine Durchleitungsverträge mit ausländischen Telefongesellschaften aushandeln. Dies verschaffe Telegate langfristig gegenüber nationalen Anbietern einen Wettbewerbsvorteil. Die Vision vom Telefonportal könnte hier am ehesten Realität werden. Der Anrufer spare durch die günstigen Gesprächsgebühren einen Teil der Auskunftskosten wieder ein und erhalte zusätzlichen Komfort durch die Auskunft mit anschließender Weitervermittlung. Es sei also denkbar, dass Telegate bei den profitablen Auslandsgesprächen einen hohen Marktanteil erlangen könne.
Fazit: Das Telefongeschäft verbessere unmittelbar die Rentabilität von Telegate. Der vom Markt erwartete Turnaround sei daher für dieses Jahr wahrscheinlicher geworden. Langfristig müsse sich allerdings zeigen, ob dieses Modell Bestand haben könne. Die Erschließung der Ortsnetze durch die größeren Telefongesellschaften, die in der zweiten Jahreshälfte hoffentlich in Angriff genommen werde, könnte dem einen Strich durch die Rechnung machen, da dadurch Tarife möglich wären, bei denen Telegate nicht mithalten könnte. Wichtiger für die Kursentwicklung werde daher die zügige internationale Expansion sein, denn dadurch würden die langfristigen Erträge gesichert.








