TV-Loonland ein Schnäppchen




07.04.03 17:46
Der Spekulant

Nach Ansicht der Wertpapierexperten von "Der Spekulant" ist die TV-Loonland-Aktie ein Schnäppchen.

Die Firma habe dieser Tage die Geschäftszahlen für 2002 veröffentlicht, die einige Überraschungen mit sich gebracht hätten. Die Zurückhaltung der TV-Sender bei Lizenzeinkäufen infolge der weltweiten Werbekrise hätten zu einem deutlichen Umsatzrückgang von 77,5 Mio. Euro in 2001 auf 36,8 Mio. Euro in 2002 geführt. Das klinge schlimm, sei aber im großen und ganzen erwartet worden. Viel dramatischer klinge der Verlust von 74,5 Mio. Euro, der durch Abschreibungen von 81,7 Mio. Euro auf das Filmvermögen und von 8,1 Mio. Euro auf Firmenwerte entstanden sei. Das bedeute nichts anderes, als dass die Firma nun eine 'saubere' Bilanz aufweise und hinkünftig kaum eine Ergebnisbelastung durch Abschreibungen zu erwarten sei.

Das sollte nach Ansicht der Experten dazu führen, dass das Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr 2003 wieder einen schönen Gewinn ausweise. Immerhin habe die Firma 2002 bereits einen positiven Cashflow von 6,1 Mio. Euro nach -1,0 Mio. Euro im Jahr davor erwirtschaftet. Das EBITDA - also das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen - habe 7,4 Mio. Euro nach 30,4 Mio. Euro im Jahr 2001 erreicht. Die Mitarbeiterzahl habe per 31.12.2002 bei 142 Personen nach 240 per 31.12.2001 gelegen.

Durch den kürzlich vermeldeten Verkauf der verlustbringenden koreanischen Tochter SRE Corp. sollte sich die Bilanzsumme im März-Quartalsbericht weiter verringern. Diese habe per 31.12.2002 bei 104,5 Mio. Euro nach 176,0 Mio. Euro im Jahr davor gelegen. Die Eigenkapital-Quote sei bedingt durch die Abschreibungen von 66% auf 40% gesunken, müsste aber per 31.3.2003 wieder leicht angestiegen sein. Der vollständige Geschäftsbericht für 2002 werde ab 8. April auf der Homepage von TV-Loonland zur Verfügung stehen.

Es müsse dem Vorstand schon bitter weh tun, wenn man sich entscheide, den Firmenwert in der Bilanz fast auf Null abzuschreiben und den Bilanzwert des Filmvermögens auf ein Minimum zu reduzieren. Es bringe aber einen großen Vorteil: Die Bilanz sei 'sauber' und es seien in der Zukunft dann keine weiteren ergebnisbelastenden Abschreibungen mehr nötig. Wenn man sehe, dass TV-Loonland im Geschäftsjahr 2002 ein EBITDA von 7,4 Mio. Euro (1,05 Euro/Aktie) und einen Cash flow von 6,1 Mio. Euro (0,85 Euro/Aktie) erwirtschaftet habe, dann könne man für 2003 den Turnaround erwarten. Der Gewinn pro Aktie könnte wieder in einer Größenordnung von 0,50 Euro/Aktie liegen. Im relativ guten Geschäftsjahr 2001 habe das Ergebnis pro Aktie bei 1,17 Euro. In 2002 bedingt durch die genannten Abschreibungen bei -10,40 Euro gelegen.

Die Aktienexperten sähen angesichts der allgemein tieferen Bewertungen an den Börsen ein (erstes) Kursziel von 2 Euro für den Wert. Bei 7,1 Mio. ausstehenden Aktien entspreche dies einer immer noch günstigen Bewertung mit rund 14 Mio. Euro. Der von der Firma nun gesetzte Schritt sei notwendig gewesen, um die Aktie wieder attraktiver für die Zukunft zu machen. Wenn nun auch noch die Unternehmenskommunikation offener würde, wäre dieses Kursziel schnell erreicht.

Bei einem aktuellen Aktienkurs von rund 1,20 Euro ergibt sich somit ein Kurspotenzial von +67%, weshalb die TV-Loonland-Aktie ein interessantes Schnäppchen darstellt, so die Experten von "Der Spekulant".








 
 
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