Syskoplan wenig interessant




30.10.00 00:00
GoingPublic-Online

Die Aktien der Syskoplan AG (WKN 550145) können vom 26. bis 31. Oktober in einer Preisspanne von 20 bis 24 Euro gezeichnet werden, berichten die Analysten vom Börsenbrief „GoingPublic-Online“.

Begleitet werde das IPO von der DG Bank (Lead) und M.M. Warburg. Die Mindestorder betrage 100 Aktien. Platziert würden rund 1,1 Mio. Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von 1 Euro, die in voller Höhe aus einer Kapitalerhöhung stammen würden. Darüber hinaus stehe ein Greenshoe von ca. 170.000 Aktien zur Verfügung, die von Altaktionären bereitgestellt würden. Der Free Float betrage 31 %.

Syskoplan sei 1983 von Dr. Manfred Wassel gegründet worden. Zu den ersten Kunden habe die Nixdorf Computer AG gezählt, die später im Siemens-Konzern aufgegangen sei. Bereits Mitte der 90er Jahre habe sich der Systemintegrator zunehmend auf den Bereich CRM-Software konzentriert. Im Kern gehe es dabei um Software-Projekte, die sich mit der Ausrichtung der Geschäftsprozesse eines Unternehmens auf seine Kunden befassen würden.

Mit den vier Geschäftsfeldern Customer Relationship Management (CRM), Business Intelligence (BI), Supply Chain Management (SCM) und IT-Management (ITM) decke Syskoplan die komplette Wertschöpfungskette der Kunden ab. Dabei würden die Gütersloher auf die Software etablierter Anbieter wie SAP, Microsoft und SAS zurück greifen. Auf die Entwicklung eigener Software würden die Gütersloher jedoch bewusst verzichten. Zu den Kunden zähle Bertelsmann, SAP, Procter&Gamble, Rank Xerox und Caterpillar.

Im Geschäftsjahr 1999 habe der Umsatz bei 31,7 Mio. Euro gelegen, im laufenden Jahr würden 38,2 Mio. Euro umgesetzt werden sollen. Während das Unternehmen in den letzten Jahren nur Wachstumsraten von 20 % p.a. habe erzielen können, würden diese in den kommenden Jahren über 35 % p.a. liegen sollen. Dabei würden die Erwartungen von Meta Group optimistisch stimmen, die für den deutschen CRM-Markt mit Wachstumsraten von über 40 % rechnen würden. Auch die Bereiche BI und SCM würden nach Aussagen von Marktforschern um 38 % und 48 % wachsen sollen.

Syskoplan beabsichtige, den Bekanntheitsgrad durch den Börsengang zu erhöhen und mit der Aktie eine „Währung“ für Zukäufe zu erhalten. Daneben solle mit einem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm qualifizierte Berater hinzugewonnen werden. Syskoplan genieße in der IT-Branche einen guten Ruf, könne im Vergleich zu Mitbewerbern jedoch keinerlei Alleinstellungsmerkmale aufweisen: Das Geschäftsmodell sei kopierbar, Mitbewerber seien sowohl große Beratungshäuser wie Andersen Consulting, CSC Ploenzke und Cap Gemini Ernst&Young, als auch CRM-Entwickler und IT-Dienstleister wie Siebel Systems, EDS und debis. Die Peer Group am Neuen Markt notierter Wettbewerber wie SAP SI, Novasoft und Itelligence werde momentan mit einem durchschnittlichen 2001er KGV von ca. 20 bewertet. Auf Basis der Bookbuilding-Spanne von 20 bis 24 Euro ergebe sich für Syskoplan ein Emissions-KGV von 16 bis 19.

In Anbetracht der Wachstumsraten sei die Aktie damit nur am unteren Ende der Bookbuilding-Spanne fair bewertet. Eine Zeichnung dränge sich allerdings nicht auf.








 
 
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