Swiss Re übergewichten




29.08.02 09:26
Berliner Volksbank

Die Analysten der Berliner Volksbank bewerten die Swiss Re-Aktie (WKN 852246) mit "übergewichten".

Im 1. Halbjahr 2002 habe Swiss Re das Nettoprämienvolumen um 16% auf 13,836 Mrd. Schweizer Franken (CHF) gesteigert. Der Nettogewinn sei hingegen auf 118 Mio. CHF verglichen mit 1,345 Mrd. CHF in der Vorjahresperiode gefallen. Damit seien die Konsens-Schätzungen, die von einem Nettogewinn von 893 Mio. CHF und einer Steigerung der Prämieneinnahmen von 18% ausgegangen seien, deutlich verfehlt worden. Die rückläufigen Aktienmärkte hätten wesentlich dieses Ergebnis geprägt und zu Abschreibungen auf Aktienanlagen von 917 Mio. CHF geführt. Ferner habe der Kursanstieg des Schweizer Frankens zum US-Dollar belastet.

Die höheren Prämiensätze und strikteren Versicherungsbedingungen im Sach- und Haftpflichtgeschäft hätten sich zwar positiv auf die Combined Ratio ausgewirkt, die sich von 113% auf 104% (Konsens 103%) verbessert habe, jedoch die geringeren Erträge aus Kapitalanlagen nicht ausgleichen können. Der Geschäftsbereich Life & Health habe hingegen sein operatives Ergebnis, ohne Berücksichtigung von Kapitalgewinnen und -verlusten, um 34% auf 871 Mio. CHF erhöhen können und seinen positiven Trend fort gesetzt. Der Geschäftszweig Financial Services Business habe gleichfalls enttäuscht und einen operativen Verlust von 379 Mio. CHF erzielt. Großschäden im Kreditversicherungsbereich hätten hier die Ergebnisse belastet.

Für die Hochwasserkatastrophe in Teilen Europas schätze Swiss Re einen Schadensaufwand von etwa 250 Mio. CHF. Für das zweite Halbjahr erwarte Swiss Re eine nachhaltige Verbesserung der Marktbedingungen für das gesamte Rückversicherungsgeschäft und eine erhöhte Nachfrage im Lebensversicherungsgeschäft. Der Kapitalbedarf der Erstversicherer werde entsprechende, attraktive Geschäftsmöglichkeiten bieten.

Die Interimsergebnisse seien enttäuschend ausgefallen. Der Einfluss der schwierigen Kapitalmärkte sei gravierender gewesen als erwartet und im Geschäftsfeld Financial Services bestünden größere Risiken als bisher angenommen. Entsprechend werde auch das Gesamtjahresergebnis enttäuschend ausfallen. Das technische Versicherungsgeschäft werde sich aber in der zweiten Jahreshälfte und im nächsten Jahr gut entwickeln.

Die Analysten der Berliner Volksbank empfehlen, die Aktie von Swiss Re überzugewichten.








 
 
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