Sunburst verkaufen




21.03.01 00:00
Bankhaus Lampe

Die Analysten vom Bankhaus Lampe raten die Sunburst-Aktie (WKN 720150) zu verkaufen.

Nach den heute vorgelegten Zahlen habe die Gesamtleistung in 2000 bei 67 Mio. € nach 13,6 Mio. € in 1999 gelegen. Das EBITDA habe bei - 6,1 Mio. € nach 1,0 Mio. € in 1999 gelegen. Das EBIT habe - 9,8 Mio. € nach 0,4 Mio. € in 1999 betragen. Das Jahresergebnis vor Steuern werde bei - 12,2 Mio. € liegen nach 0,3 Mio. € im Vorjahr. Für die deutlichen Abweichungen zu den bisherigen Prognosen seien vorrangig folgende Gründe zu nennen. Das operative Geschäft sei im vergangenen Jahr deutlich schlechter ausgefallen als bisher angenommen. Ursache hierfür sei unter anderem ein erheblicher Verlust durch die Kinoshops. Nach einer Prüfung der Wertansätze seien sowohl bei Warenbeständen als auch bei den Forderungen sowie bei der im Internetbereich tätigen Beteiligung gotmerch.com erhebliche Abwertungen vorgenommen worden.

Auf seiner gestrigen Sitzung habe der Aufsichtsrat beschlossen, Ralf Schwung mit sofortiger Wirkung zum Finanzvorstand des Unternehmens zu ernennen. Er löse damit den bisherigen CFO Oliver Butke ab. Folgende Maßnahmen seien eingeleitet worden: Die Muttergesellschaft Sunburst AG werde sich zukünftig auf die reine Holdingtätigkeit konzentrieren und ihren Sitz bei entsprechender HV-Entscheidung nach München verlegen. Das operative Geschäft werde auf die Tochtergesellschaft Sunburst Event ausgegliedert. Der Stammsitz in Osnabrück werde Mitte des Jahres geschlossen. Ein Teil der Osnabrücker Belegschaft werde in München weiter beschäftigt. Der neue CFO Schwung führe derzeit ein umfassendes Controlling und Forderungsmanagement ein. Er plane die Lagerhaltung zu optimieren und die Finanzplanung für die gesamte Gruppe und die einzelnen Töchter zu professionalisieren.

Die heutige Meldung stehe in völligem Widerspruch zu den bisherigen Nachrichten für das abgelaufene Geschäftsjahr und zu den Ergebnissen der Managementgespräche der Analysten, die die positive operative Entwicklung immer wieder bestätigt hätten. Angesichts des mit dieser Meldung eintretenden Vertrauensverlustes würden die Experten empfehlen, den Titel zu verkaufen. Nähere Details zu dem Maßnahmenplan und die Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung seien bislang nicht bekannt.







 
 
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