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Südamerika in der Krise




29.08.01 12:55
DG Bank

Die Wachstumsaussichten für Lateinamerika haben sich seit Anfang des Jahres allmählich eingetrübt, so die Analysten der DG-Bank.

Die Konjunkturdelle in den Industrieländern und die niedrigen Preise wichtiger Exportprodukte zählten zu den Faktoren, die die Dynamik des Außensektors in der Region beeinträchtigten. Der weiterhin hohe Ölpreis stelle in diesem Zusammenhang eine wichtige Ausnahme dar. Dieser komme vor allem den Ölexportländern Venezuela, Kolumbien und Mexiko zugute. Aufgrund der starken Außenhandelsverflechtung der mexikanischen und der US-Wirtschaft wirke sich der Konjunkturabschwung in den USA insbesondere auf Mexiko stark aus.

Aber auch die Nachfrage aus Europa werde in diesem Jahr aufgrund des niedrigen Wachstums in den Ländern der Europäischen Währungsunion und wegen des starken US-Dollar zurückgehen. Anfang des Jahres sei erwartet worden, dass die negativen Auswirkungen des internationalen Konjunkturzusammenhangs über den traditionellen Außenhandelsmechanismus durch die Zinssenkungen in den USA kompensiert werden könnten. Insbesondere Länder mit einer sehr hohen Schuldenbelastung sollten davon profitieren können. Die Türkeikrise und insbesondere die nachfolgenden Turbulenzen in Argentinien hätten jedoch den Eintritt eines solchen Szenarios verhindert und zu einer Verlangsamung der Kapitalzuflüsse in die Region geführt.






 
 

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