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Starke Nerven gefragt




17.11.00 00:00
LB Schleswig-Holstein

In der Berichtswoche habe der private Anleger starke Nerven bei der Berg- und Talfahrt an den Börsen gebraucht, die noch durch die Ungewissheit über den Ausgang der Präsidentschaftswahl in Amerika verstärkt worden sei, so die Analysten der Landesbank Schleswig-Holstein.

Den bisherigenTiefststand habe der Markt am Montag erreicht, als der Nemax 50 zeitweise mehr als 10% verloren habe, und der Dax unter die technisch wichtige Unterstützung von 6800 Punkte gefallen sei. Ein Großteil der Verluste habe bereits am Folgetag wieder wettgemacht werden können. Seitdem befinde sich der Markt in einer Seitwärtsbewegung bei hohen Volatilitäten. Bei den Einzeltiteln habe insbesondere der Automobilkonzern Daimler-Chrysler auf sich aufmerksam gemacht.

Spekulationen über Verluste bei Chrysler in Höhe von mehreren Millionen Dollar sowie die Senkung der Gewinnschätzungen hätten für Druck auf diesen Titel gesorgt. Negativ wirkten sich auch Gerüchte über eine anstehende Ablösung von Chrysler-Chef James Holden aus, woraufhin insbesondere US-Anleger Abstand von Engagements genommen hätten. Applied Materials, der Weltmarktführer im Sektor der Halbleiterausrüster, habe gestern sehr gute Quartalszahlen präsentieren können, habe jedoch im Vorgriff auf eine Abschwächung der Weltkonjunktur die Umsatzschätzung für das Folgequartal geringfügig zurückgenommen.

Da der Markt bereits in den letzten Wochen eine wesentlich stärkere Abschwächung des Halbleitergeschäfts in den Kursen eingepreist habe, sähen die Experten der Landesbank Schleswig-Holstein auf dem niedrigen Kursniveau bei Applied Materials nun deutlich mehr Chancen als Risiken und bekräftigten nochmals ihre Kaufempfehlung für den risikobereiten Anleger.

Per Saldo sehen sie in dem derzeitigen Nachrichtenumfeld eine deutliche Betonung der Risiken für die Weltaktienmärkte. Dementsprechend präsentierten sich die meisten Indices in diesem Jahr im Rück- oder bestenfalls im Seitwärtsgang. Doch diese Konstellation eröffne dem Anleger gute Einstiegschancen. Helle sich nämlich der konjunkturelle oder politische Himmel in den kommenden Wochen und Monaten wieder auf, sollten die Aktienkurse auch wieder höher stehen als heute.

In sechs Monaten erwarteten die Analysten der Landesbank Schleswig-Holstein z.B. den DAX eher bei 7.500 Punkten als bei 6.500 Punkten. Vor diesem Hintergrund sollte der Anleger die heute niedrigen Kurse zum Einstieg nutzen.








 
 

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